Räumung im Hambacher Forst 2018 rechtswidrig

Verwaltungsgericht Köln: Brandschutz nur vorgeschoben

„Eine schallende Ohrfeige – eine berechtigte“ für die NRW-Landesregierung (Kommentar im Berliner Tagesspiegel vom 08.09.2021): Rechtswidrig, weil vorgeschoben, sei die Begründung für die von der Stadt Kerpen im Herbst 2018 auf Weisung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW durchgeführte Räumung und Beseitigung von Baumhäusern und anderen Anlagen im Hambacher Forst, urteilte am 08.09.2021 das Verwaltungsgericht Köln. Die Begründung für den Weiterbetrieb des Tagebaus Garzweiler II sei zudem verfassungswidrig. (Az.: 23 K 7046/18) weiterlesen…

Politiker entscheiden sich verstärkt gegen Klimaschutz

DUH-Dienstwagen-Check mit ernüchternder CO2-Bilanz

„Politiker zeigen mit der Wahl ihrer Dienstwagen, dass sie die Dringlichkeit für mehr Klimaschutz noch immer nicht begriffen haben“ – so die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einer Medienmitteilung vom 08.09.2021 zum 15. Dienstwagen-Check unter Spitzenpolitikern. Der offenbart ausgerechnet im Jahr der Klimawahl und trotz zunehmend spürbarer Folgen der Klimakrise erneut steigende Klimagasemissionen. Durchschnittlich stoßen die Dienstwagen auf der Straße deutlich mehr als das Doppelte des erlaubten CO2-Flottengrenzwertes aus. weiterlesen…

Für schnellen Aufbau der Wasserstoffwirtschaft

Forschungsnetzwerk empfiehlt nächste Schritte

Vor einem Jahr ist das Forschungsnetzwerk Wasserstoff gestartet. Am 10.09.2021 haben die mehr als 1.500 Netzwerkmitglieder im Bundeswirtschaftsministerium eine Expertenempfehlung zum Forschungs- und Entwicklungsbedarf entlang der Wertschöpfungskette in der Wasserstoffwirtschaft bis 2025 vorgelegt. Darin betonen die Netzwerker, bewährte Technologien müssten in möglichst vielen Industrieprozessen eingesetzt werden, „durch die Anhebung des technologischen Reifegrads aus dem Prototypenstatus in nachgewiesene wirtschaftliche Systeme“. weiterlesen…

Niedertemperatur-Wärmenetze – machbar und wirtschaftlich

Neues Handbuch

Wärmenetze sind zentrale Hebel für den Klimaschutz im Gebäudesektor. Um dort erneuerbare Energien und Abwärme optimal einbinden zu können, müssen die Temperaturen in den Netzen gesenkt werden. Das Fraunhofer IEE hat in enger Kooperation mit dem AGFW (Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK) und zusammen mit europäischen Forschungspartnern ein Handbuch darüber erstellt (und am 08.09.2021 , wie bestehende Fernwärme-Systeme umgerüstet und neue Niedertemperatur-Netze geschaffen werden können. Dabei stellen die Experten sowohl die technische als auch die ökonomische Seite dar. Zahlreiche Fallbeispiele belegen: Niedertemperatur-Fernwärme ist unter vielerlei Bedingungen technisch machbar – und wirtschaftlich sinnvoll. weiterlesen…

Akzeptanz von E-Fuels im Straßenverkehr

DLR-Studie: 550 Pkw-Besitzer befragt

Synthetische Kraftstoffe sind ein vielversprechender Lösungsansatz, um die Emissionen von unter anderem auch Straßenfahrzeugen mit konventionellem Antrieb zu senken. Sie lassen sich aus Strom, Wasser und CO2 herstellen. Mit Strom aus erneuerbaren Quellen und CO2 aus der Atmosphäre sind diese Kraftstoffe CO2-neutral und erneuerbar. In einer Studie hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Nutzungsbereitschaft und Akzeptanz dieser Kraftstoffe untersucht. Die Wissenschaftler vom DLR-Instituts für Verkehrsforschung in Berlin befragten dazu rund 550 Pkw-Besitzer. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, CEC) weiterlesen…

TU Chemnitz setzt sich in Wettbewerb um „Wasserstoff-Zentrum“ durch

Auf Technologie-Campus Süd soll „Hydrogen and Mobility Innovation Center“ (HIC) entstehen

Der aufs Engste mit der Technischen Universität Chemnitz verbundene HZwo e. V. konnte sich im bundesweiten Wettbewerb um das nationale Innovations- und Technologiezentrum „Wasserstofftechnologie für Mobilitätsanwendungen“ durchsetzen. Ein Standort dieses Zentrums soll unter maßgeblicher Beteiligung der TU Chemnitz am Technologie-Campus Süd und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zur TU Chemnitz entstehen.(Grafik: Konzept des „Hydrogen and Mobility Innovation Center“ (HIC) Chemnitz – © HIC) weiterlesen…

Potenziale für Wasserstoffantrieb bei Off-Highway-Fahrzeugen

Potenziale für Wasserstoffantrieb bei Off-Highway-Fahrzeugen

Für „Off-Highway“-Fahrzeuge wie Traktoren oder Baumaschinen und bestimmte Schienenfahrzeuge sind laut Bundesregierung „Potenziale von Wasserstoffverbrennungsmotoren für den Antrieb zu erkennen“ – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Ob dies auch in anderen Teilbereichen der Fall sein könnte, sei noch nicht abzusehen, heißt es in der Antwort der Regierung (19/32205) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/31768). Für andere bodengebundene Verkehrsmittel dürften im Bereich der Wasserstoffmobilität aus Effizienzgründen und aufgrund der Emissionsfreiheit Brennstoffzellenantriebe zu bevorzugen sein, schreibt die Bundesregierung. (hib/HAU) – Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

„Wir brauchen einen Welthandel für erneuerbare Energie“

Max-Planck-Direktor Robert Schlögl im Interview über grünen Wasserstoff und nachhaltiges CO2-Recycling

Die Flutkatastrophe in Deutschland, die extreme Hitze und die Waldbrände in Teilen Südeuropas, nicht zuletzt der jüngste Bericht des Weltklimarats machen deutlich, dass wir unseren CO2-Ausstoß schnell und drastisch reduzieren müssen. Dafür wird viel Strom aus Erneuerbaren Quellen benötigt, auch für die Erzeugung von Wasserstoff durch Wasser-Elektrolyse. Auf diesen grünen Wasserstoff setzen viele Wirtschaftsbereiche bei ihrem klimafreundlichen Umbau. Damit kann sogar unvermeidbares CO2 in Methanol als Treibstoff und als Grundstoff der chemischen Industrie umgewandelt werden – im Fachjargon Carbon Capture and Use, kurz CCU genannt. Peter Hergersberg (MPG) sprach für die Internetseite der MPG mit Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr und am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin darüber, wo der Wasserstoff für die bevorstehende Transformation herkommen kann und wie sinnvoll CCU-Techniken sind. (Foto: Elektrolyseur – hinter Schutzscheiben in Bildmitte – im Duisburger Technikum von thyssenkrupp – Foto © thyssenkrupp) weiterlesen…

Erforschung der Eifelmaare deutet auf häufigeren Starkregen hin

Sedimentbohrkerne weisen auf verstärkte Wetterereignisse in Warmzeiten hin

Zwischen dem vom Hochwasser verwüsteten Kreis Ahrweiler und den Vulkanseen in der Eifel liegen weniger als einhundert Kilometer. Genau diese Maare belegen jetzt, dass Wetterextreme künftig zunehmen könnten. Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des Max-Planck-Instituts für Chemie haben einer gemeinsamen Medienmitteilung vom 20.08.2021zufolge an Sedimentbohrkernen aus Maarseen und Trockenmaaren der Vulkaneifel präzise abgelesen, wie sich das Klima in Mitteleuropa während der letzten 60.000 Jahre veränderte: In Kaltzeiten schwankte das Klima weniger, Wetterextreme waren gedämpfter. In Warmzeiten hingegen gab es unter anderem extremere Niederschlagsereignisse. Dieses Ergebnis legt nahe, dass sich Mitteleuropa mit dem menschengemachten Klimawandel auf mehr Extremwetterereignisse einstellen muss. (Foto: Schalkenmehrener Maar – m. frdl. Genehmigung © Frank Sirocko, Johannes-Gutenberg-Universität) weiterlesen…

Extremes und unerträgliches Unrecht – von Staaten

Tödliches Nichtstun

Die EU hat ihre Marinemission „Sophia“ ausgesetzt, die Staatengemeinschaft tut nichts dagegen, dass Migranten in Seenot geraten. Ist staatliches Unterlassen extremes Unrecht? Prof. Eckardt Buchholz-Schuster von der Hochschule Coburg erweitert die Diskussion über Klimawandel, Flucht und Tod im Mittelmeer um eine rechtsethische Perspektive, schrieb Natalie Schalk am 31.08.2021 auf der Internetseite der Hochschule Coburg. (Foto: Schwimmwesten und Schlauchboote an Mittelmeerstrand – © Jim Black auf pixabay) weiterlesen…