2030-Ziele erfordern Verdreifachung der Klimaschutzinvestitionen

30 Milliarden Euro Bundesmittel für CO2-Verringerung nötig

Um eine Minderung der Treibhausgasemissionen von 65 Prozent gegenüber 1990 im Jahr 2030 zu erreichen, müssen jährlich knapp 30 Milliarden Euro Bundesmittel in den Klimaschutz fließen – fast doppelt so viel wie bisher veranschlagt. Zusammen mit weiteren Finanzbedarfen auf kommunaler Ebene braucht es damit insgesamt bis zu drei Mal so hohe Klimaschutzinvestitionen, wie eine Studie im Auftrag von Agora Energiewende und dem Forum New Economy zeigt. weiterlesen…

GFS-Atomkraft-Analyse: „Nachhaltigkeit in Gefahr“

Technische Bewertung der Kernenergie durch EU-Forschungsstelle im Hinblick auf Kriterium „keine signifikante Schädigung“ kritisch analysiert

Die Ergebnisse eines gemeinsamen Policy Briefs von Christoph Pistner, Matthias Englert (Öko-Institut) und Ben Wealer (TU Berlin) stellen die fehlerhaften Grundannahmen der ursprünglichen Bewertung der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU (GFS, siehe: solarify.eu/eu-kernkraft-als-gruene-investition) in Frage, die zu dem Schluss kam, dass Kernenergie weder für Menschen noch für die Umwelt schädlich ist („do no significant harm“). Diese betreffen vor allem vier Aspekte: die Rolle der Kernenergie für die Stromerzeugung in der EU27, die Entsorgung nuklearer Abfälle, die Risikobewertung nuklearer Technologien und die Verbreitung von Kernwaffen. weiterlesen…

Weltgrößte DAC-Anlage geht in Island in Betrieb

Orca saugt 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr ab

Die weltweit größte Anlage, die Kohlendioxid direkt aus der Luft absaugt und unterirdisch deponiert, ist am 08.09.2021 am Hellisheiði-Kraftwerk auf Island in Betrieb gegangen, so das auf direkte Abscheidung von Kohlendioxid aus der Luft (DAC – siehe: solarify.eu/schweizer-unternehmen-will-jaehrlich-4-000-tonnen-co2-versteinern) spezialisierte Schweizer Start-up-Unternehmen Climeworks AG, das hinter der neu entstehenden grünen Technologie steht. Climeworks hat sich mit dem isländischen Kohlenstoffspeicherunternehmen Carbfix zusammengetan, um mit „Orca“ eine Anlage zu entwickeln, die bis zu 4.000 Tonnen CO2 pro Jahr absaugt. (Foto: Direct Air Capture (DAC)-Vorrichtung – Foto m. frdl. Genehmigung © climeworks) weiterlesen…

Fortschritt für Wasserstoffrepublik Deutschland

Senkung der Herstellungskosten von Elektrolyse-Stacks

Seit April läuft einer Medienmitteilung Technischen Universität Clausthal vom zufolge der das mit fünf Millionen Euro geförderte Verbundprojekt StaR – es soll durch kostenoptimale Stackherstellung grünen Wasserstoff wettbewerbsfähig machen: Gemeinsam werden sechs Projektpartner in den nächsten vier Jahren Design und Herstellung von sogenannten Elektrolyse-Stacks ganzheitlich untersuchen und neue Konzepte, die die Herstellungskosten senken sollen, in der Praxis umsetzen. Elektrolyse-Stacks bilden das Herzstück jeder Wasserelektrolyseanlage, da in ihnen die Umwandlung elektrischer Energie in den Energieträger Wasserstoff stattfindet. weiterlesen…

Wettbewerb zur Entsalzung von Meerwasser

US-Energieministerium fordert Erfinder heraus, Wellenkraft zu nutzen

Das amerikanische Energieministerium (DOE) sucht nach Geräten, die in Katastrophengebieten eingesetzt werden können, in denen der Strom ausgefallen ist. Dazu wurde 2019 vom National Renewable Energy Laboratory (NREL) des DOE ein Wettbewerb gestartet, der Tüftler herausfordern soll. Viele Unternehmen hatten es versucht, aber ihre Projekte zur Gewinnung von Wellenenergie – von denen einige zig Millionen Dollar gekostet hatten – waren im Grunde genommen im Sande verlaufen. Bis 2015 hatte sich nämlich die Nutzung von Sonnen- und Windenergie zwar zu einer großen Sache entwickelt, aber die Nutzung der Wellenenergie war immer noch ein Traum. (Foto: Hurrikan Sandy 2012, Schäden an Pier in New Jersey – Foto © Master Sgt. Mark C. Olsen, U.S. Air Force, New Jersey National Guard – Flickr, Gemeinfrei, CC BY 2.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Riesige Lithiumvorkommen in Cornwall entdeckt

Mehr als 250 Milligramm pro Liter Flüsssigkeit

Im geothermischen Kraftwerk United Downs in Cornwall ist die bisher höchste Lithiumkonzentration in geothermischer Flüssigkeit festgestellt worden. Das teilte Geothermal Energy Ltd (GEL) mit, das Unternehmen, das hinter dem ersten geothermischen Kraftwerk Großbritanniens steht; Tests durch Dritte hätten ergeben, dass die Flüssigkeit mehr als 250 mg/l enthalte. Lithium wird in Batterien und für die zur Übertragung von Wärme aus dem Erdinneren verwendet und ist damit ein entscheidenes Metall für den grünen Wandel. weiterlesen…

Räumung im Hambacher Forst 2018 rechtswidrig

Verwaltungsgericht Köln: Brandschutz nur vorgeschoben

„Eine schallende Ohrfeige – eine berechtigte“ für die NRW-Landesregierung (Kommentar im Berliner Tagesspiegel vom 08.09.2021): Rechtswidrig, weil vorgeschoben, sei die Begründung für die von der Stadt Kerpen im Herbst 2018 auf Weisung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW durchgeführte Räumung und Beseitigung von Baumhäusern und anderen Anlagen im Hambacher Forst, urteilte am 08.09.2021 das Verwaltungsgericht Köln. Die Begründung für den Weiterbetrieb des Tagebaus Garzweiler II sei zudem verfassungswidrig. (Az.: 23 K 7046/18) weiterlesen…

Politiker entscheiden sich verstärkt gegen Klimaschutz

DUH-Dienstwagen-Check mit ernüchternder CO2-Bilanz

„Politiker zeigen mit der Wahl ihrer Dienstwagen, dass sie die Dringlichkeit für mehr Klimaschutz noch immer nicht begriffen haben“ – so die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in einer Medienmitteilung vom 08.09.2021 zum 15. Dienstwagen-Check unter Spitzenpolitikern. Der offenbart ausgerechnet im Jahr der Klimawahl und trotz zunehmend spürbarer Folgen der Klimakrise erneut steigende Klimagasemissionen. Durchschnittlich stoßen die Dienstwagen auf der Straße deutlich mehr als das Doppelte des erlaubten CO2-Flottengrenzwertes aus. weiterlesen…

Für schnellen Aufbau der Wasserstoffwirtschaft

Forschungsnetzwerk empfiehlt nächste Schritte

Vor einem Jahr ist das Forschungsnetzwerk Wasserstoff gestartet. Am 10.09.2021 haben die mehr als 1.500 Netzwerkmitglieder im Bundeswirtschaftsministerium eine Expertenempfehlung zum Forschungs- und Entwicklungsbedarf entlang der Wertschöpfungskette in der Wasserstoffwirtschaft bis 2025 vorgelegt. Darin betonen die Netzwerker, bewährte Technologien müssten in möglichst vielen Industrieprozessen eingesetzt werden, „durch die Anhebung des technologischen Reifegrads aus dem Prototypenstatus in nachgewiesene wirtschaftliche Systeme“. weiterlesen…

Niedertemperatur-Wärmenetze – machbar und wirtschaftlich

Neues Handbuch

Wärmenetze sind zentrale Hebel für den Klimaschutz im Gebäudesektor. Um dort erneuerbare Energien und Abwärme optimal einbinden zu können, müssen die Temperaturen in den Netzen gesenkt werden. Das Fraunhofer IEE hat in enger Kooperation mit dem AGFW (Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK) und zusammen mit europäischen Forschungspartnern ein Handbuch darüber erstellt (und am 08.09.2021 , wie bestehende Fernwärme-Systeme umgerüstet und neue Niedertemperatur-Netze geschaffen werden können. Dabei stellen die Experten sowohl die technische als auch die ökonomische Seite dar. Zahlreiche Fallbeispiele belegen: Niedertemperatur-Fernwärme ist unter vielerlei Bedingungen technisch machbar – und wirtschaftlich sinnvoll. weiterlesen…