Nachhaltige Stromerzeugung mit niedrigen Temperaturen

Kraftwerkstechnikum MoNiKa: Forschende und Industrie arbeiten an Technologien für effiziente Verstromung von Niedertemperaturwärme

Niedertemperaturwärme etwa aus der Industrie oder Geothermiekraftwerken, bietet große Potenziale für eine nachhaltige und bedarfsgerechte Stromversorgung. Mit dem Kraftwerkstechnikum „MoNiKa“ (Modularer Niedrigtemperaturkreislauf Karlsruhe) ist am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine europaweit einzigartige Forschungsinfrastruktur in Betrieb gegangen. Sie soll die Umwandlung überschüssiger Wärme in Strom im Organic-Rankine-Cycle (ORC) effizienter und umweltfreundlicher gestalten. (Foto: Kraftwerkstechnikum MoNiKa – © Markus Breig/Amadeus Bramsiepe, KIT) weiterlesen…

400 Millionen für E-Mobilitätsforschung bis 2025

BMWi und BMU: Forschungsförderung geht in nächste Runde

Die nach eigenem Bekunden „erfolgreiche Forschungsförderung für die Elektromobilität“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) wird verlängert: Am 26.03.2021 wurde die novellierte gemeinsame Richtlinie zur Förderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität veröffentlicht. In den nächsten vier Jahren stellen beide Ressorts insgesamt rund 400 Millionen Euro an Fördergeldern im Rahmen verschiedener Ausschreibungen zur Verfügung. weiterlesen…

Koalition beseitigt gewerbesteuerliche Hemmnisse bei Energiewende

Einigung auf Mieterstrom und gerechtere Steuerverteilung bei Windkraftanlagen

Am 26.03.2021 verabschiedete die Koalition zwei Änderungen zur Beseitigung gewerbesteuerlicher Hemmnisse bei der Energiewende. In Zukunft sollen Wohnungsunternehmen gewerbliche Einkünfte aus der Lieferung von Strom aus erneuerbaren Energien – und dem Betrieb von Ladestationen für Elektroautos für ihre Mieter bis zehn Prozent der Einnahmen aus der Wohnungsverwaltung erzielen können, ohne dass ihre Mieterträge mit Gewerbesteuer belastet werden. Wohnungsunternehmen sollen zudem gewerbliche Einkünfte aus anderen mieternahen Tätigkeiten steuerunschädlich vereinnahmen können. Dafür dürfen diese Einnahmen fünf Prozent der Erträge aus der Gebrauchsüberlassung des Grundstücks nicht übersteigen, etwa aus dem Betrieb einer Packstation. weiterlesen…

Schwerindustrie: Nur Bruchteile auf richtigem Weg

86 Prozent der Unternehmen überschreiten 2°C-Grenze

Eine im Internet veröffentlichte Studie der Klimainitiative Transition Pathway Initiative (TPI), einer der Datenlieferanten für Climate Action 100+, kommt zu dem Ergebnis, dass lediglich 14 Prozent der Stahl-, Zement-, Aluminium- und Papierproduzenten sowie Bergbauunternehmen die Klimagrenze des Pariser Abkommens einhalten werden. Nur einige europäische Firmen stehen besser da. Von den untersuchten Unternehmen sind insgesamt nur 16 auf gutem Weg in Richtung Klimaneutralität. Die industrielle Dekarbonisierung, eines der wichtigsten Vorhaben des europäischen Green Deal, stellt vor allem die Schwerindustrie vor große Herausforderungen. weiterlesen…

Bundesrat fordert Energiepreisreform

Sonst droht Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende

Der Bundesrat dringt gegenüber der Bundesregierung auf eine systematische Reform der Abgaben und Umlagen im Energiesektor. Eine entsprechende Entschließung fasste die Länderkammer am 26.03.2021. Das derzeitige Finanzierungssystem führe zu einer Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende, warnen die Länder. Die verschiedenen Energieträger – beispielsweise Strom, Heizöl und Gas – würden durch Steuern, Abgaben und Umlagen unterschiedlich stark belastet. Hierdurch würden verzerrte Preissignale gesetzt und somit kosteneffiziente Treibhausgas-Vermeidungs-Optionen nicht genutzt. weiterlesen…

Wasserstoffbasierte Industrie in Deutschland und Europa

BEE lehnt enervis-Studie „strikt ab“

Die vertiefte Dekarbonisierung der Gesellschaft und Industrie erfordert einen verstärkten Ausbau von erneuerbaren Energien (EE) und den Aufbau von Wasserstoff-Elektrolyseur-Kapaziäten. In letzter Zeit wurden sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene H2-Strategien vorgestellt: In Deutschland ist ein Zubau von fünf beziehungsweise zehn GW Elektrolyseur-Kapazitäten bis 2030 beziehungsweise 2040 vorgesehen. Eine von enervis im Auftrag der Stiftung Arbeit und Umwelt (der IG Bergbau, Chemie, Energie) erarbeitete Untersuchung soll einen Beitrag zur Debatte über den notwendigen H2-Ausbau darstellen, indem sie die Bedarfe, Ausbaupotenziale und EE- beziehungsweise H2-Kosten für die Industrie in Deutschland und Europa abwägt. Da aber der Strom für so genannten „bunten, strommarktbasierten Wasserstoff explizit auch Strom aus Gas, Kohle und Atom mit einschließt, lehnt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ein solches Vorgehen strikt ab“. (Titelblatt der EE-Studie Wasserstoff © arbeit-umwelt.de) weiterlesen…

Trassenkorridor für SuedLink vollständig festgelegt

Erdkabel mit je 2 GW Kapazität

Die Bundesnetzagentur hat am 26.03.2021 für die beiden Abschnitte B der Gleichstromverbindung SuedLink den Trassenkorridor festgelegt. Die genehmigten Abschnitte verlaufen als Erdkabel zwischen Scheeßel und Bad Gandersheim/Seesen in Niedersachsen. Die Vorhaben 3 und 4 des SuedLink werden in diesen Abschnitten zusammen in einer sogenannten Stammstrecke realisiert. (Karte: Suedlink BBPlG_04-B – © netzausbau.de) weiterlesen…

Schnelle Korrektur des EEG 2021 gefordert

BEE „für Zukunftsinvestitionen statt anhaltender Unsicherheit“

Die zu Beginn dieses Jahres in Kraft getretene Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2021) benötigt umfassende Nachbesserungen, um notwendige Impulse für den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu geben und so ihrem Anspruch zur Erreichung der Klimaziele gerecht zu werden. In einem Entschließungsantrag zum EEG 2021 verpflichteten sich die Regierungsfraktionen, zeitnah an verschiedenen Stellen Nachbesserungen vorzunehmen. Daran gibt es aus Sicht der Erneuerbaren-Branche erheblichen Korrekturbedarf – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Erneuerbare Energie. weiterlesen…

Sammelquote von Elektrogeräten soll erhöht werden

DUH kritisiert Hersteller

Die Sammelquote für Elektro- und Elektronikgeräte muss erhöht werden, und der illegale Export solcher Altgeräte ins Ausland sollte unterbunden werden. In diesen beiden Punkten hat in einer öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit am 24.03.2021- so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – weitgehende Einigkeit unter den Sachverständigen bestanden. Uneins waren sich die Experten in der vom stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Michael Thews (SPD) geleiteten Sitzung jedoch über den Weg, der zu diesen Zielen führt. weiterlesen…

EuGH verweigert Grundrechtsschutz für Betroffene der Klimakrise

Gericht sieht keine „exklusive“ Betroffenheit der Klageseite und weist Berufung ab

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Klimaklage von zehn Familien aus der EU, Kenia und Fidschi sowie eines samischen Jugendverbands auf den Schutz ihrer durch die Klimakrise bedrohten Grundrechte heute ohne inhaltliche Prüfung als unzulässig abgewiesen. Die Klägerinnen und Kläger hatten eine ausreichend ambitionierte Verschärfung der Klimaziele für 2030 und ein wissenschaftsbasiertes Vorgehen dabei gefordert, da sie ihre Grundrechte durch die unzureichenden Klimaziele der EU bedroht sehen. Zu den Kläger:innen des People‘s Climate Case zählte auch Familie Recktenwald von der ostfriesischen Insel Langeoog. weiterlesen…