Erderwärmung: Aus Wahrscheinlichkeit wird Gewissheit

Jährliche Wärme-Rekorde höchstwahrscheinlich menschengemacht

Mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit verursachte der Mensch die jüngsten jährlichen Wärmerekorde. Denn ohne Treibhausgase aus dem Verfeuern von Kohle und Öl wäre die Chance verschwindend klein, dass 13 der 15 je gemessenen wärmsten Jahre in unserem noch jungen Jahrhundert verzeichnet würden. Diese Wahrscheinlichkeit beträgt zwischen 1 zu 5.000 und 1 zu 170.000, wie ein Team internationaler Wissenschaftler jetzt in Nature-Scientific Reports zeigen konnte. Die erst nach Abschluss der Studie eingetroffenen Daten für 2015 verringern diese Wahrscheinlichkeit sogar noch weiter. weiterlesen…

WMO: 2015 knackte alle Hitzerekorde

UNO-Meteorologen mit klarer Botschaft

Jetzt ist es welt-amtlich: wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) am Montag in Genf mitteilte, lag die weltweite Durchschnittstemperatur 2015 erstmals ein Grad über dem vorindustriellen Wert. Für WMO-Generalsekretär Petteri Taalas, seit Juni 2015 im Amt, ist das „ein ernüchternder Moment in der Geschichte des Planeten“. weiterlesen…

NY: 5 Mrd. für EE und Klima

New Yorks Gouverneur will 29 Mrd. „hebeln“ und 39 Mrd. einsparen

Der Bundesstaat New York legt ein Fünf-Milliarden-Dollar-Programm für Erneuerbare Energien und Klimaschutz auf. Der sogenannte Clean Energy Fund der New York State Energy Research and Development Authority (NYSERDA) soll Solar, Wind, Energieeffizienz, andere Clean-Tech-Industrien und die wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben sowie zur Verringerung schädlicher Emissionen beitragen. Die „in diesem Jahr beginnende beispiellose Aktion soll zu niedrigeren Energiekosten für die Verbraucher und Unternehmen führen“, so eine Mitteilung aus dem Büro von Gouverneur  Andrew Cuomo. Gleichzeitig begännen die Arbeiten, um den sogenannten Clean Energy Standard (CES) zu etablieren; damit will Cuomo bis 2030 auf 50 Prozent Erneuerbare Energien kommen. weiterlesen…

Einigung beim Emissionshandel

Durchbruch gelungen

Zu schön, um wahr zu sein… Leider dreht es sich nur um eine Nachricht aus der Schweiz: „Trotz politischer Blockade sind auf technischer Ebene noch immer Lösungen mit Brüssel möglich“, druckte die Schweizer Rheinzeitung einen Satz der Schweizerischen Depeschenagentur sda. Bei der Verknüpfung der Emissionshandelssysteme der Schweiz und der EU sei der Durchbruch vor wenigen Tagen gelungen – teilte die eidgenössische Umweltministerin Doris Leuthard am 24.01.2015 beim Weltwirtschaftsforum mit. „Auf technischer Ebene ist das Abkommen auf der Ziellinie.“ weiterlesen…

„BGR-Fracking-Studie ungeeignet…“

„…für wissenschaftliche Diskussion“ (BBU)

Als ungeeignete Grundlage für eine wissenschaftliche Diskussion über Fracking-Gefahren bewertet der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU e.V.) die am 18.01.2016 von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) publizierte Studie „Schieferöl und Schiefergas in Deutschland – Potenziale und Umweltaspekte“. Bereits das Vorwort (“ ideologisch motiviert – Pro-Fracking“) von BGR-Präsident Hans-Joachim Kümpel wecke Zweifel an den Zielen und Ergebnissen der Studie hinsichtlich der Umweltauswirkungen. weiterlesen…

BUND und BWE gegen Ausschreibungen

Bürgerwindparks und kleinere regionale Investoren bedroht – dynamischen Ausbau Erneuerbarer Energien und Erhalt der Bürgerenergie fortsetzen!

Für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und den Bundesverband Windenergie (BWE) steht die Energiewende am Scheideweg: Beide Verbände halten die geplante Systemumstellung auf Ausschreibungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen für einen Fehler. Die daraus resultierenden höheren Kosten und Risiken für Investoren würden der Energiewende schaden. Eine gemeinsame Pressemitteilung aus Anlass der Konferenz der norddeutschen Bundesländer am 25.01.2016 in Wismar zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). weiterlesen…

Wirtschaft soll stärker vom Welt-Solarboom profitieren

Deutsche Solarbranche traf sich im BMWi – Staatssekretär Machnig: Solarindustrie von großer Bedeutung für Wirtschaftsstandort Deutschland

Auf Einladung des BMWi-Staatssekretärs Matthias Machnig traf sich am 21.01.2016 die deutsche Solarbranche – Vertreterinnen und Vertreter führender Solarunternehmen sowie der Bundesverbände, der Gewerkschaften und der Arbeitnehmerseite – zu einem Workshop im Berliner BMWi. Der Dialog sollte laut einer Pressemitteilung des Bundesverbandes Solarwirtschaft e.V. die deutsche Solarbranche stärken, damit diese „künftig noch deutlicher von der weltweit steigenden Nachfrage nach Solartechnik profitiert“. Die Beteiligten kamen überein, den Austausch fortzusetzen und noch 2016 ein weiteres Gespräch zu führen. weiterlesen…

Eine Lanze fürs Biogas

„Man muss es nur klug und differenziert fördern“, meint SZ-Autor Sebastian Jannasch

Denn die Stromproduktion aus Biogas müsse effizienter und nachhaltiger werden. Denn bislang sei die Stromerzeugung aus Biogas teuer, Wind- und PV-Strom billiger. Zunächst sei die Förderung von Biogas hochgefahren worden, dann habe die große Koalition 2014 „die Notbremse“ gezogen. Beide Extreme hätten in die Irre geführt. Ein Lesehinweis.
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(Zu) Wem soll die BGE gehören?

Endlagerkommission uneins über Anbindung der Bundes-Gesellschaft für kerntechnische Entsorgung (BGE) – NGO-Kritik

Die Kommission für die Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe (Endlager-Kommission) stritt am 22.01.2016 über die Anbindung der geplanten Bundes-Gesellschaft für kerntechnische Entsorgung (BGE) an ein Ministerium – Zankapfel war die Frage, ob BMUB oder BMWi zuständig sein sollen. Acht Mitglieder des 32-köpfigen Gremiums votierten für die Angliederung ans BMUB, sechs waren dagegen, drei enthielten sich. Derweil widersprach die Bürgerinitaitve Lüchow-Dannenberg dem vom Ausschussvorsitzenden Michael Müller vorgelegten Leitbild der Endlagerkommission. Die Junge Welt fasst die NGO-Kritik zusammen. weiterlesen…

„Eine kluge Energiewende ist nicht zu teuer“

Kommentar von Claudia Kemfert

Mit freundlicher Genehmigung

Die Energiewende sei teuer – viel zu teuer: Sie koste die deutsche Volkswirtschaft 24 Milliarden Euro im Jahr, der Strompreis explodiere nur wegen der Energiewende, so die einhellige Meinung. Was die Gespensterdebatte um angebliche Kosten und Strompreise vornehmlich verschweigt: Bei den genannten 24 Milliarden Euro handelt es sich nicht um Kosten im klassischen Sinne, sondern um Investitionen, die in der deutschen Volkswirtschaft Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen. weiterlesen…