Frankreichs neue Premierministerin: „Klima-Notstandsgesetz“

Borne: „Radikale Umstellung unserer Produktionsmethoden“ notwendig

Die neue Premierministerin Élisabeth Borne bereitet ein „Notstandsgesetz“ vor, um die Klimaerwärmung zu bekämpfen und Frankreichs Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, wie sie am 02.06.2022 ankündigte – schreibt Théo Bourgery auf EURACTIV.fr. Dafür sei eine „radikale Umstellung unserer Produktionsmethoden“ notwendig, um das Ziel eines „kohlenstoffneutralen Frankreichs im Jahr 2050“ zu erreichen, sagte Borne in einem Interview mit der französischen Zeitung Le Point. Sie fügte hinzu, dass das vorgeschlagene Gesetz die Entwicklung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Wohnungen unterstützen werde. weiterlesen…

Energiepreiskrise und mögliches Embargo – wie die EU den sozialen Ausgleich schaffen kann

MCC-Untersuchung: Haushalte in Ungarn, Rumänien, Italien und Tschechien besonders betroffen. Transfers stärken Akzeptanz für Verzicht auf russisches Gas

Eine einheitliche Haltung der EU zu Russland wird durch große Unterschiede in der Abhängigkeit von dessen fossilen Brennstoffen erschwert. Die genauen Kosten, absehbare Folgen eines Embargos sowie die Wirkung eines sozialen Ausgleichs durch die Politik beleuchtet jetzt ein Arbeitspapier des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die am 25.05.2022 publizierte Untersuchung ist auf der MCC-Website abrufbar. (Titel: Auswirkungen der Energiepreiskrise auf europäische Haushalte – © MCC) weiterlesen…

Solar Decathlon: Bau der Häuser in Wuppertal abgeschlossen

Ab 10. Juni geöffnet

Nach dem offiziellen Spatenstich am 19.05.2022 ist die Aufbauphase des Solar Decathlon nun praktisch beendet. Zwei Wochen lang hatten die internationalen Studenten-Teams Zeit, ihre klimafreundlichen Häuser in Wuppertal zu bauen. Vom 10. bis zum 26. Juni 2022 können Besucher dann die besten Ideen für nachhaltige Städte erkunden. (Grafik: Solar Decathlon Europe 21/22 – © sde21.eu) weiterlesen…

Negative Emissionen: Fünf treten gegen CO2 an

Freiberger Startup bei Carbon-to-Value-Challenge der Bundesagentur für Sprunginnovationen dabei

Im Kampf gegen den Klimawandel ist die Reduktion von CO2-Emissionen ein entscheidender Faktor. Das allein wird jedoch nicht ausreichen. Um den Klimawandel zu stoppen und die globale Erwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, muss zudem eine große Menge CO2 aus der Atmosphäre langanhaltend entfernt werden. Ein am 02.06.2022 von der Freiberger Bergakademie vorgestelltes Startup namens „enaDyne“ will jetzt mit Hilfe einer neuartigen, besonders energieeffizienten Plasma-Katalyse-Technologie und einem hochkarätigen Verbundnetzwerk erstmals in einem einzigen Prozessschritt Grundchemikalien, wie Methanol oder Ethylen, aus CO2 und einem Wasserstoffträger herstellen. weiterlesen…

Verfahren erhöht Methanausbeute von Biogasanlagen

Fünf Kubikmeter pro Stunde

Biogasanlagen erzeugen Methan – und etwa 40 Prozent CO2, das bislang ungenutzt entweicht. Forschende des Mainzer Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM wandeln dieses Abfallprodukt nun ebenfalls in Methan um und erhöhen dadurch die Methanausbeute von Biogasanlagen drastisch. Einem Artikel in Fraunhofer Kompakt vom zufolge läuft das Verfahren, derzeit skaliert das Forscherteam die Demonstrationsanlage auf fünf Kubikmeter Methan pro Stunde. weiterlesen…

IT-Plattform synchronisiert Stromangebot und -nachfrage

Mit Flexibilität in die Energiewende

2045 soll Strom in Deutschland vollständig aus erneuerbaren Quellen stammen. Eine wesentliche Herausforderung liegt bekanntermaßen in der Volatilität von Wind- und Solatstrom. Im Kopernikus-Projekt SynErgie entwickelt das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA einer Medienmitteilung vom zufolge gemeinsam mit Partnern eine Energiesynchronisationsplattform, welche die Industrie befähigt, diese Schwankungen auszugleichen und die Produktion mit der Stromerzeugung zu synchronisieren. Zudem realisieren die IPA-Forscher eine erste stromsparende Anwendung für die IT-Plattform. (Foto: Autonome Roboter als Zwischenspeicher in der Produktion – © Fraunhofer IPA) weiterlesen…

Grundlastfähig und erneuerbar

Tiefe Geothermie als Gamechanger für die Wärmewende

Deutschland kann bei der Wärmewende entschiedener und effizienter vorangehen, deshalb appelliert ein Bündnis aus Erneuerbaren-Energien-Verbänden und Verbänden der Energiewirtschaft an die Politik. Während das Land vor dem Hintergrund der aktuellen Gaspreiskrise mit Sorge auf den nächsten Winter blickt, wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor seit Jahren nur langsam. Die Tiefe Geothermie kann als grundlastfähige und klimaneutrale Technologie Abhilfe schaffen – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Geothermie (BVG) vom 01.06.2022. weiterlesen…

Jede Kilowattstunde zählt

Energiesparen trotz Umstiegs auf Erneuerbare Energien

Private Haushalte leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, wenn sie eine Photovoltaikanlage anschaffen, Ökostrom oder erneuerbare Wärme nutzen. Doch beim Umstieg auf diese umweltfreundlichen Energieträger kann es zu einem unerwünschten Nebeneffekt kommen: Der Energieverbrauch dieser Haushalte steigt im Schnitt an, wie das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt EE-Rebound belegt, so eine Medienmitteilung vom 31.05.2022 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). weiterlesen…

Spanien führt Herkunftsnachweissystem für grüne Gase ein

Kabinett billigt Zertifizierung von Biogase

Ein am 17.05.2022 auf Antrag des Ministeriums für den ökologischen Übergang und die demografische Entwicklung (MITECO) verabschiedeter königlicher Erlass (real decreto) soll es ermöglichen, Gase erneuerbaren Ursprungs wie Biogas, Biomethan oder Wasserstoff zu identifizieren und zu zertifizieren, und zwar mit einem System, das dem für erneuerbaren Strom ähnelt. Mit der neuen Verordnung werden eine Zählung der Gasproduktionsanlagen aus erneuerbaren Quellen und ein Erzeugerausschuss eingerichtet. Der königliche Erlass legt auch neue Ziele für Biokraftstoffe im Verkehr fest, die bis 2026 12 % des Verbrauchs erreichen sollen. weiterlesen…

Marktfähige Power-to-X-Technologien entwickeln

NRW-Landesregierung fördert Aufbau einer offenen Versuchsplattform mit 5,3 Mio.

Im Rahmen eines neuen Projektes des Spitzenclusters Industrielle Innovationen (SPIN) entsteht eine offene Versuchsplattform für die Entwicklung von Power-to-X-Technologien. Untersucht werden dabei Möglichkeiten, CO2-haltige Abgasströme zunächst in ein Synthesegas aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff und dann in verschiedene Produkte für die Chemie-, Kraftstoff- und Kunststoffindustrie umzuwandeln. Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert das Vorhaben mit 5,3 Mio. Euro. weiterlesen…