Rückblick aus dem Anthropozän

Inventur des fossilen Zeitalters

Der Klimawandel erfordert, dass wir uns von Erdöl und Kohle verabschieden. Doch unsere Gesellschaft, speziell unser Ideal von Freiheit und Wohlstand, ist in ungeahntem Maße von den fossilen Rohstoffen geprägt. Wie stark diese Abhängigkeit ist und welche Wege es gibt, davon loszukommen, untersuchen Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin. Jeannette Goddar beschrieb am 10.03.2020 die Arbeit des MPI und mehr auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Sprit aus Stiel und Stängel

Statt „Gruß aus der fernen Erdgeschichte“

Biokraftstoffe der zweiten Generation könnten den Teller-Tank-Konflikt lösen. Denn für diese werden nicht eigens Energiepflanzen auf Ackerflächen angebaut, die dann nicht mehr für die Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Weltweit arbeiten Forschende, darunter auch Ferdi Schüth, Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, und , daran, sie wirtschaftlich konkurrenzfähig zu machen – und emissionsärmer. Das schreibt Ralph Diermann am 12.03.2020 auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Wasserstoff: Batterie oder Brennstoffzelle?

Lesehinweis auf Süddeutsche Zeitung

Deutsche Autobauer setzen nicht nur auf batteriegetriebene E-Autos, sondern auch auf Brennstoffzellen mit Wasserstoff. Laut SZ-Autor Joachim Becker („Batterie oder Brennstoffzellen?“) gehen die Meinungen, welche Rolle Wasserstoff spielt oder ob vor allem Elektro die Zukunft ist, weit auseinander. Becker am 12.03.2020: „Deutschland bräuchte wohl beides.“ weiterlesen…

DIW: Kernenergie weltweit Auslaufmodell

Atomkraft international: Ausbaupläne von Newcomer-Ländern vernachlässigbar


Eine im DIW Wochenbericht 11/2020 publizierte Analyse aktueller AKW-Rückbau- und Neubauprojekte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) offenbart weltweit einen rückläufigen Trend bei der Nutzung der Atomenergie. Einen Einstieg verzeichnet die Analyse lediglich in vier Ländern, dort aber mit finanziellen Schwierigkeiten und erheblichen Verzögerungen. Eine ökonometrische Analyse legt ferner nahe, dass Länder, die als potenzielle Neueinsteiger klassifiziert sind, ein tendenziell geringes Ausmaß an demokratischen Freiheiten haben. Vielmehr seien auf der Angebotsseite geopolitische Interessen der Atomkraft-Exportländer treibende Kraft. Fazit der DIW-Autoren Lars Sorge, Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen und Ben Wealer: „Deutschland sollte im Rahmen internationaler Organisationen darauf hinwirken, dass ein Neueinstieg in die Atomkraft nicht unterstützt wird“. weiterlesen…

Zweites Klimaschutzgutachten, diesmal fürs BMWi

Beurteilungen für zwei Ministerien senken Daumen

„Ungenügend“ (in Schulnoten „sechs – Versetzung gefährdet“) wäre die Benotung des mit großem Buhei im September vergangenen Jahres von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten (und gleich heftig kritisierten – siehe: solarify.eu/vernichtend) Klimapakets. Denn auch nach den „Klimaschutzmaßnahmen“ würden immer noch 46 Millionen Tonnen CO2 mehr ausgestoßen als nötig, angestrebt und verkündet. Das prophezeien gleich zwei regierungsamtliche Gutachten – eines für das Umwelt- (schon am 05.03.2020 besprochen – siehe: solarify.eu/klimapaket-der-bundesregierung-verfehlt-ziele-frage-wie-weit) und eines fürs Wirtschaftsministerium. weiterlesen…

ZSW will Serienproduktion von Lithium-Ionen-Zellen entwickeln

Batterien für Elektromobilität aus Ulm

Batterien sind entscheidend für die wachsende Zahl der Elektrofahrzeuge und spielen für die Wertschöpfung eine wichtige Rolle. Derzeit findet die Fertigung allerdings hauptsächlich in Asien und Nordamerika statt. Mit dem Projekt ZellkoBatt soll sich das ändern: In dem im März 2020 gestarteten Vorhaben wollen Experten des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) großformatige Lithium-Ionen-Zellen für automobile Anwendungen optimieren und gleichzeitig die Kosten von Komponenten und Fertigungsprozessen senken. weiterlesen…

Bundesrat: Kohleausstieg muss sozialverträglich sein

Länderkammer sieht Änderungsbedarf

Der Bundesrat sieht Änderungsbedarf am Gesetzentwurf zum Kohleausstieg, der das Ende der Kohleverstromung in Deutschland bis zum Jahr 2038 regeln soll. Ausdrücklich betont er – unter anderem – in seiner am 13. 03.2020 beschlossenen Stellungnahme, dass die Stilllegung der Kohlewerke sozialverträglich sein muss. weiterlesen…

Unnötige Emissionen durch Geisterflüge

Coronavirus sorgt in Europa für Flüge ohne Passagiere

Immer weniger Menschen wollen fliegen. Für die Klimakrise eigentlich ein positives Signal – so Manuel Först am 13.03.2020 in energiezukunft. Doch zugleich heben Flüge ohne Passagiere ab, damit Luftfahrunternehmen nicht ihre Startberechtigungen verlieren. Die EU-Kommission nimmt sich der Sache an. Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa reagiert bereits auf den dramatischen Einbruch an Fluggästen. Sie will in den kommenden Wochen ihre Kapazität um bis zu 50 Prozent reduzieren, um negative Folgen des Nachfragerückgangs aufzufangen. weiterlesen…

CO2-Vermeidungskosten vermeiden

Treibhausgase reduzieren statt teure Zertifikate kaufen

Dampf, Rauch und CO2 im Berliner Norden - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie aus Gründen des Klimaschutzes dringend erforderliche Reduktion der CO2-Emissionen ist teilweise mit hohem finanziellem Aufwand verbunden – das Stichwort lautet: „CO2-Vermeidungskosten“. Doch gerade im Gebäudebereich, der für rund 35 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich ist, lassen sich mit geringfügigen Investitionsmaßnahmen enorme CO2-Einsparungen erzielen. Das belegt eine von den Verbänden der Technischen Gebäudeausrüstung angeregte Studie, die das E.ON Energy Research Center der RWTH Aachen, der Umweltcampus Birkenfeld der Universität Trier und das Institut für Luft- und Kältetechnik Dresden erstellten. weiterlesen…