IEA: Welt-Wasserstoff-Kraftwerk Afrika?

Globale Energiekrise bietet Afrika Chancen zum Ausbau regenerativer Energien – zwei Texte dazu

Afrikas reichlich vorhandene Sonnen- und Windenergie könnte es zu einem globalen Zentrum für die Produktion von kohlenstoffarmem Wasserstoff machen, so die Internationale Energie-Organisation IEA in ihrem im Juni erschienen Africa Energy Outlook 2022. „Wasserstoff ist ein energiereiches Element, das die Atmosphäre nicht erwärmt, wenn es als Brennstoff verwendet wird“, heißt es in einer einschlägigen Medienmitteilung des Weltwirtschaftsforums (WEF) vom 21.07.2022. „Afrika könnte jährlich 5.000 Megatonnen Wasserstoff produzieren, so viel, wie die aktuelle Gesamtenergieversorgung der Welt“, so die IEA. Etwa 600 Millionen Menschen – 43 % der Bevölkerung Afrikas – haben derzeit keinen Zugang zu Elektrizität. weiterlesen…

Öffentlicher Investitionsbedarf zur Erreichung der Klimaneutralität

Fünf Billionen Euro – Klimaschäden werden teurer

Die deutsche Klimaneutralität soll zwar erst 2045 erreicht werden, erfordert aber bis dahin erhebliche Investitionen. Demgegenüber stehen allerdings Milliardenschäden, die der Klimawandel schon jetzt verursacht hat. Die Klimaneutralität wird Deutschland rund fünf Billionen Euro kosten, schätzt KfW Research in einer bei der Basler Prognos AG in Auftrag gegebenen Untersuchung. Nichts tun wäre aber auch keine Option: Die Klimaschutzziele können heute mit bekannten Technologien erreicht werden, erfordern aber langfristige Transformation klimarelevanter Systeme und Prozesse – so die KfW in einer Medienmitteilung vom 19.07.2022. weiterlesen…

CSIRO „zerschlägt Atomfantasie der Koalition“

Australien: Langsam, teuer und nicht gut für die 1,5°-Grenze

Australiens führende wissenschaftliche Forschungsorganisation, die CSIRO (Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation), hat dem Portal RenewEconomy.com.au zufolge einem erneuten Vorstoß der Bundeskoalition Pro-Atomenergie „einen vernichtenden Schlag versetzt“: Sie sei teuer und zu langsam, um einen nennenswerten Beitrag zu ernsthaften Klimazielen zu leisten. In der jüngsten Version des wichtigen GenCost-Berichts der CSIRO wird die Kernenergie nach wie vor als teuerste echnologie eingestuft, und zwar mindestens doppelt oder bis zu fünfmal so teuer wie „feste“ Wind- und Sonnenenergie, einschließlich der Kosten für Speicherung und Übertragung. weiterlesen…

Grünstrom deutlich billiger als fossiler

IRENA berichtet über Kosten für erneuerbare Stromerzeugung 2021

Die Wettbewerbsfähigkeit der Erneuerbaren Energien hat sich 2021 weiter verbessert – so der IRENA-Bericht Stromerzeugungskosten aus Erneuerbaren Energien 2021. Daten aus der IRENA-Datenbank zu den Kosten Erneuerbarer Energien und Analysen der jüngsten Trends im Energiesektor bestätigen ihre wesentliche Rolle auf dem Weg zu einer erschwinglichen und technisch machbaren Netto-Null-Zukunft: Die global gewichteten Durchschnittskosten für neu in Betrieb genommene PV-, Onshore- und Offshore-Windkraftprojekte sind 2021 gesunken. Dies geschah trotz steigender Preise für Rohstoffe und Anlagen für Erneuerbare Energien, da sich diese Kostensteigerungen erst mit erheblicher Verzögerung in den installierten Gesamtkosten der Projekte niederschlagen. weiterlesen…

„Immer wieder die gleichen Fehler in Untersuchungen zu Wasserstoffpipelines“

Merkwürdige Verzerrung der Realität

Einer Reihe jüngster Untersuchungen und Beiträge hätten eine merkwürdige Verzerrung der Realität zum Ausdruck gebracht, die von Lobbyisten der Öl- und Gasindustrie stark unterstützt werde, so Michael Barnard am 11.07.2022 im Magazin CleanTechnica. Die Behauptung: Gaspipelines transportierten viel mehr und viel billiger Energie als die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ). Barnard meint, das sei unter bestimmten Umständen tatsächlich wahr. Nur: In einer dekarbonisierten Welt sei es völlig falsch. weiterlesen…

EU-Projekt zur verstärkten Verwendung von recycelten Kunststoffen in Elektronik-Produkten gestartet

Kreislaufwirtschaft

Als Teil des EU-Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft wurde 2018 die Strategie für Kunststoffe verabschiedet, die den Anteil recycelter Kunststoffe in neuen Produkten erhöhen soll. Als zentrales Element sollte sichergestellt werden, dass bis 2025 zehn Millionen Tonnen recycelter Kunststoffe in neuen Produkten in den europäischen Markt einfließen1, während es 2016 noch weniger als vier Mio. t waren2. Hier setzt das INCREACE-Projekt an. Mit diesem Projekt, an dem unter anderem das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM beteiligt ist, soll der Einsatz recycelter Kunststoffe in verschiedenen Produkten mittels innovativer und interdisziplinärer Lösungen entlang der Recycling-Wertschöpfungskette gesteigert werden. Dieser systemische Rahmen ist in den EEE-Kontext eingebettet. weiterlesen…

Sommerwetter treibt PV-Strom an

Neuer Solar-Rekord in Deutschland

Das derzeitige Sommerwetter treibt die Stromerzeugung mit Photovoltaik kräftig an. Am Wochenende wurde in Deutschland in der Spitze so viel Solarstrom ins Netz eingespeist wie nie zuvor, meldete tagesschau.de am 18.07.2022: Am Tag zuvor seien erstmals mehr als 40 GW Solarstrom ins öffentliche deutsche Stromnetz eingespeist worden. Damit wurden fast 80 Prozent des in Deutschland verbrauchten Stroms mittels Photovoltaik erzeugt. Das geht – so tagesschau.de aus den Daten des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme hervor. weiterlesen…

Erleichterung: Gas fließt wieder

Ausschuss beriet über Energieversorgung

Der Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie hat sich – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 20.07.2022 – von der Regierung über die aktuelle Situation der Energieversorgung in Deutschland, vor allem im Hinblick auf Nord Stream 1, unterrichten lassen. Durch die Ostseepipeline gelangt wegen Wartungsarbeiten derzeit kein russisches Gas nach Deutschland. Am 21.07.2022 sollen die Arbeiten enden. Im Vorfeld war die Sorge groß, dass Gazprom die Lieferungen gar nicht wieder aufnehmen würde. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Vorbehandlung und Aufwertung von verflüssigtem Kunststoffabfall

Neste erhält 135 Mio. Förderung für Projekt chemisches Recycling

Das finnische Biosprit-Unternehmen Neste hat einen positiven Förderbescheid über bis zu 135 Millionen Euro aus dem EU-Innovationsfonds erhalten für das Projekt des Unternehmens zum Aufbau von Kapazitäten für chemisches Recycling in seiner Raffinerie im finnischen Porvoo. Ziel des PULSE-Projekts („Pretreatment and Upgrading of Liquefied Waste Plastic to Scale Up Circular Economy“) ist es laut einer Medienmitteilung vom 13.07.2022, Nestes eigene Technologien zur Vorbehandlung und Aufwertung von verflüssigtem Kunststoffabfall zu implementieren und in den Raffineriebetrieb zu integrieren. weiterlesen…

Eisen soll Speicherung und Transport CO2-freier Energie ermöglichen

Kreislauf Richtung Energiewende: Zahlreiche Institute kooperieren beim Clean-Circles-Projekt

Eisen verfügt über großes Potenzial, um zur Energiewende beizutragen. Das Metall und seine Oxide könnten in einem Kreislauf als kohlenstoffneutraler Energieträger genutzt werden, um regenerative Energie aus zum Beispiel Wind und Sonne zu speichern. Wie das funktioniert, erforscht ein Kooperationsprojekt der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR – Institut für CO2-arme Industrieprozesse in Cottbus. Das Clean-Circles-Projekt lotet die Möglichkeiten aus, Erneuerbare Energie in großen Mengen zu speichern, zu transportieren und CO2-frei bereitzustellen – eine bisher ungelöste Herausforderung der Energiewende. weiterlesen…