CO2-Preis wird akzeptiert, Klimageld weniger

Neue Untersuchung

Ein Forscherteam um adelphi hat die öffentliche Zustimmung zur CO2-Bepreisung und insbesondere zu unterschiedlichen Optionen für die Verwendung der Einnahmen empirisch untersucht. Dabei überraschen insbesondere die Resultate hinsichtlich des sogenannten Klimagelds. Fehlende Klimawirkung und hoher bürokratischer Aufwand: Die Deutschen beurteilen das sogenannte Klimageld – eine Ausschüttung der Mehreinnahmen aus der CO2-Bepreisung an Haushalte – negativer als andere Optionen zur Verwendung der Einnahmen. Dies ist eines der Ergebnisse einer neuen repräsentativen Befragung, die adelphi gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen und dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung durchgeführt hat. weiterlesen…

Gasspeichergesetz im Bundestag verabschiedet

Wichtiger Beitrag für Versorgungssicherheit

Der Bundestag hat am 25.03.2022 dem Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zur Einführung von Füllstandsvorgaben für Gasspeicheranlagen (Gasspeichergesetz) zugstimmt. Damit sollen alle Betreiber in Deutschland verpflichtet werden, ihre Speicher bis Dezember schrittweise bis auf 90 Prozent zu füllen – so eine Medienmitteilung aus dem BMWK. Vor allem mit Blick auf den kommenden Winter soll die Energie-Versorgung damit auch weiterhin gewährleistet und heftige Preisausschläge eingedämmt werden. weiterlesen…

Prominentenaufruf zum Energie-Embargo

Euro­päi­scher Import­stopp für rus­si­sches Öl und Gas!

Mittlerweile ist eine wachsende Zahl fest davon überzeugt, Wladimir Putins Überfall auf die Ukraine lasse sich am effektivsten mit einem konzertierten Importverbot von russischem Öl, Gas und Kohle bekämpfen. Deutschland und andere europäische Staaten, die von Energie aus Russland abhängig sind, wollen sich zwar möglichst schnell aus dieser Abhängigkeit befreien, sie sind aber nach wie vor gegen ein totales Embargo russischer Energieträger. Das aber fordert jetzt eine große Gruppe ehemaliger und amtierender Topvertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft aus dem In- und Ausland. Einem Schreiben an die Bundesregierung zufolge fordert die Initiative ein Einfuhrverbot, das mindestens bis zum Abzug der russischen Armee aus der Ukraine befristet sein soll. Solarify dokumentiert den in zahlreichen Medien erschienen Aufruf zum Stopp von russischen Öl- und Gas­im­por­ten. weiterlesen…

Eine Energiesanktionstaktik

Druckmittel Vorankündigung

Zwei Wirtschaftswissenschaftler, Lukasz Rachel von der Princeton University, und Moritz Schularick, von der Universität Bonn und der Pariser Elite-Universität Sciences Po, haben analysiert, wie Sanktionen gegen russische Energieexporte eingeführt und sich auswirken werden. Nachdem Putin nur noch Rubel für seine Energieexporte akzeptieren will, und in den Augen der Wissenschaftler ein sofortiger, vollständigen Boykott von russischen Energieträgern durch die westlichen Länder (wie ihn viele Politiker und Wirtschaftslenker fordern) wahrscheinlich nicht zustande kommen wird, bestehe der beste Weg nun darin, sich für die kommenden Wochen auf abgestufte Sanktionen zu einigen, und sie konsequent zu verhängen. Das schreiben sie in einem vielfach nachgedruckten Artikel (u.a. Business Times) für Project Syndicate. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

End-Of-Life-Management von PV-Anlagen

US-Energieministerium veröffentlicht Aktionsplan

Das US-Office of Energy Efficiency & Renewable Energy (Büro für Energieeffizienz und erneuerbare Energien) des US-Energieministeriums (DOE) veröffentlichte am 18.03.2022 einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit End-of-Life-Materialien (EOL) für Photovoltaikanlagen. Eine Fünf-Jahres-Strategie zielt darauf ab, die Kosten für das Recycling zu halbieren und die Umweltauswirkungen von Solarenergiemodulen am Ende ihrer Lebensdauer zu reduzieren. Die in dem Plan skizzierten Aktivitäten werden das Ziel der Biden-Regierung unterstützen, das Stromnetz bis 2035 zu dekarbonisieren. weiterlesen…

Erstes kombiniertes Photovoltaik-Wind-Kraftwerk mit Speicher am Netz

Vattenfall eröffnet Energiepark Haringvliet

Rund 50 Kilometer südwestlich von Rotterdam hat der Energiekonzern Vattenfall im Energiepark „Haringvliet“ am 22.03.2022 das erste Vollhybrid-Kraftwerk in Betrieb genommen – dort werden Wind, Sonne und Batterien miteinander kombiniert. Das sorgt – so eine Medienmitteilung („Blaupause für zukünftige Projekte“) – „für geringere Entwicklungskosten und verringert die Auswirkungen auf die Umwelt“. Es sei das erste Mal, dass Vattenfall diese drei Techniken an einem Ort errichte. Das so genannte Vollhybrid-Kraftwerk zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien steht in der Region „Goeree-Overflakke“ in der Provinz Süd-Holland. Vattenfall sieht darin auch eine Blaupause für zukünftige Projekte. (Foto: Vollhybrid-Kraftwerk im Energiepark Haringvliet – m. frdl.Genehmigung © Jorrit Lousberg/Vattenfall) weiterlesen…

Energie- und Klimafonds erhält 106 Milliarden

Gesetzentwurf: Feststellung des Bundeshaushaltsplans für 2022

Die Bundesregierung hat den 2. Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2022 vorgelegt (20/1000). Laut dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag wurde gemeinsam mit diesem Haushaltsplan der Wirtschaftsplan 2022 für den Energie- und Klimafonds (EKF), einem Sondervermögen des Bundes, vorgelegt – mit geplanten Einnahmen und Ausgaben von jeweils 106,81 Milliarden Euro (ein Plus von 4,12 Milliarden gegenüber 2021). Verpflichtungsermächtigungen sollen ausgebracht werden in einer Höhe von 67,435 Milliarden Euro, deren Fälligkeit zum Teil bis über das Jahr 2037 hinausgeht. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff billiger als grauer

Folge der fossilen Preisexplosion

Grüner Wasserstoff ist als Folge des russischen Überfalls auf die Ukraine und der Preisexplosion der fossilen Brennstoffe und Energieträger günstiger geworden als grauer. Für die Wasserstoff-Branche eine große Chance – so Bloomberg New Energy Finance (BloombergNEF). Grüner Wasserstoff wird mithilfe von Energie aus nachhaltigen und umweltschonenden Quellen produziert, anders als grauer Wasserstoff, der mithilfe von fossilen Brennstoffen hergestellt wird. weiterlesen…

Wichtige Wasserstoffprojekte mit den VAE beschlossen

Habeck: „Wasserstoff-Zusammenarbeit mit den Vereinigten Arabischen Emiraten ausbauen“

Nach der Übereikunft mit Qatar bezüglich Gasliederungen sollte der Besuch von Vizekanzler, Klima- und Energieminister Robert Habeck am 21.03.2022 in den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die Wasserstoffzusammenarbeit zwischen Deutschland und den VAE verstärken und beschleunigen – so eine Medienmitteilung aus dem BMWK vom 21.03.2022. So wurden während des Besuchs vier Wasserstoffkooperationen der deutschen Wirtschaft sowie eine Forschungszusammenarbeit abgeschlossen. Die VAE verfügen über sehr gute Voraussetzungen für die kostengünstige Produktion von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien und wollen schon 2022 erste Wasserstofflieferungen nach Deutschland ermöglichen. weiterlesen…

Kerstin Andreae: „Beschleunigung jetzt!“

BDEW-Analyse: Wie viel Erdgas aus Russland kann kurzfristig ersetzt werden?

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat eine Analyse zur Frage vorgelegt, wie viel Erdgas kurzfristig, also bei einem unmittelbaren Ausfall aller Erdgaslieferungen aus Russland, in den Bereichen Wärme, Stromerzeugung, Industrie und Verkehr in Deutschland durch den Einsatz anderer Energieträger oder durch Einsparungen ersetzt werden könnte. weiterlesen…