EWI: Strompreise 2021 auf Rekordniveau

Haupttreiber Gaspreise

Die Preise an der Strombörse 2021 waren die höchsten seit mindestens 20 Jahren. Wie diese Rekordpreise zustande kamen, haben Wissenschaftler des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln in der Kurzanalyse „Strompreise im Jahr 2021 auf Rekordniveau“ untersucht. Die Analyse von Eren Çam, Fabian Arnold und Konstantin Gruber basiert unter anderem auf dem – nun frei verfügbaren – EWI Merit-Order Tool 2022, mit dem die Einsatzreihenfolge konventioneller Kraftwerke anhand ihrer Grenzkosten abgebildet werden kann. weiterlesen…

Vor uns die Sintflut?

Nach der Klimakonferenz von Glasgow besteht wenig Anlass für Optimismus
Mit freundlicher Genehmigung – von aus Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte

Die COVID-19-Pandemie hat das Wachstum der Weltwirtschaft zwar deutlich gebremst und die globale Mobilität reduziert, aber im Kampf gegen den Klimawandel brachte das offenbar keine Atempause. Im Gegenteil: Dem diesjährigen Treibhausgas-Bulletin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) zufolge erreichte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre 2020 einen neuen Höchststand von 413 ppm (parts per million), während der Wert 2019 noch bei 410,7 ppm lag. (Foto: COP26-Plenum Schlusssitzung – © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Fraunhofer und BEE: Neues Strommarktdesign finanziert Energiewende und sichert Versorgung

Betriebswirtschaftliche Aspekte erneuerbarer Energien

Die Fraunhofer-Institute für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) und Solare Energiesysteme (ISE) haben im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ein neues Strommarktdesign für die Integration fluktuierender Erneuerbarer Energien untersucht. Der BEE hat mit seinen Fach- und Landesverbänden sowie 70 weitere Unterstützer aus der gesamten Energiebranche die Studie begleitet. Diese konzentriert sich auf den Strommarkt, auf zentrale Aspekte der Versorgungssicherheit und der Finanzierung der Systemkosten des Energiesystems. weiterlesen…

Erneuerbare Energien 2021 witterungsbedingt schwächer

Erneuerbare Energien witterungsbedingt schwächer

Strommix 2021: Stromerzeugung in Deutschland [Netto]Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat die vorläufige Jahresauswertung der Stromerzeugung in Deutschland vorgelegt. 2021 wurden in Deutschland 490 Terawattstunden (TWh) in das Stromnetz eingespeist – zwei Prozent mehr als im Vorjahr (481 TWh). Der deutsche Strommix bestand 2021 zu 45,7 Prozent aus Erneuerbaren Energien – 4,8 Prozentpunkte weniger als zuvor. In absoluten Zahlen lieferten die Erneuerbaren 224 TWh. Auch pv magazine berichtete. (Infografik „Strommix 2021: Stromerzeugung in Deutschland [Netto]“ © STROM-REPORT.de) weiterlesen…

Nächster Schritt bei Feststoffbatterie

BMBF-Kompetenzcluster für Festkörperbatterien (FestBatt) startet in zweite Förderphase – Plattform Charakterisierung wird unter KIT-Koordination fortgeführt

Mehr Sicherheit, größere Speicherkapazitäten, kürzere Ladezeiten – Festkörperbatterien sollen herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien zukünftig in fast allen Leistungsparametern übertreffen. Grundlagen dafür hat das Batterie-Kompetenzcluster FestBatt unter Beteiligung von Forschenden des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erarbeitet. In einer zweiten Förderphase werden nun komplette Batteriesysteme und Methoden für die Produktion entwickelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit rund 23 Millionen Euro. ( Grafik: Schematischer Aufbau einer Festkörperbatterie – © (m. frdl. Genehmigung) JLU, Elisa Monte) weiterlesen…

Frankreichs wackelige AKW treiben deutschen Importstrom

…der kostet viel Geld, auch bei uns

Technische Probleme der französischen Atomenergieversorgung treiben derzeit die Strompreise auch in Deutschland zusätzlich in die Höhe, schrieb Tilman Weber am 25.12.2021 auf Erneuerbare Energien: Weil seit November ein Großteil der Atomkraftkapazität nicht zur Verfügung stehe, habe sich der deutsche Stromexport nach Frankreich „massiv erhöht. Am 20. Dezember hatte das vom Fraunhofer Ise betriebene Strommarkt-Monitoring-Portal Energy-Charts.de um 8 Uhr morgens einen aktuellen Höchststand des französischen Stromimports aus einer Erzeugungsleistung von 12,7 Gigawatt (GW) angezeigt, davon mit genau knapp 3,072 GW am meisten aus Deutschland.“ Das steigerte sich in den Tagen drauf bis auf 4,5 GW (!). weiterlesen…

Weitere Reaktionen auf EU-Atom-Taxonomie

BEE: Entwurf setzt falsche Signale

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) e.V. kritisiert die Vorschläge der EU-Kommission zur EU-Taxonomie für nachhaltige Investitionen scharf. Weder Erdgas noch Atomkraft entsprächen auch nur ansatzweise den Kriterien der Nachhaltigkeit. Auch BUND, BBI und die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen wenden sich unterschiedlich scharf gegen den Brüsseler Vorschlag. weiterlesen…

Jahresrückblick 2021 – Teil I: Erneuerbare vs. Fossile

Status quo: Schwindelerregende Gaspreise, ernüchternde Klimakonferenz und grüngewaschene Atomenergie

Zwar legte der Ausbau Erneuerbaren Energien in Deutschland in diesem Jahr zu, aber auch die fossilen Energieträger hatten (leider) ihre Erfolgsmeldungen – und das weltweit. Teil 1 von zwei Jahresrückblicken der Redaktion energiezukunft – von Nicole Allé, Julia Broich, Petra Franke und Manuel Förstmit freundlicher Genehmigung weiterlesen…

Jahresrückblick 2021- Teil II – Die Erde im Klimastress

Die Erde im Klimastress

CO2-Emissionen klettern ungebremst in die Höhe. Extremwetter nehmen zu und Holz und Wald werden zum umstrittenen Gut. Ein Lichtblick: Das deutsche Bundesverfassungsgericht ordnet strengeren Klimaschutz an. Ob in der Arktis oder in Deutschland, in Sibirien oder Madagaskar, überall auf der Welt war 2021 die Klimakrise spürbar. Für den so wichtige Schutz des Waldes als CO2-Speicher wird trotzdem zu wenig getan, dasselbe gilt für die Verkehrswende. Immerhin lassen Gerichte klimaschädliches Verhalten nicht mehr ungestraft. Teil 2 von zwei Jahresrückblicken der Redaktion energiezukunft – von Nicole Allé, Julia Broich, Petra Franke und Manuel Först – mit freundlicher Genehmigung. (Foto: Überschwemmungen am 15. Juli in Marienthal, Dernau – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz) weiterlesen…