„Maßnahmen zum Aufbau einer klimaneutralen Infrastruktur vernachlässigt“

Klimaschutzgesetz muss ergänzt werden, damit Klimaneutralität erreicht werden kann

Die Wirksamkeit des Klimaschutzgesetzes reicht laut einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Stiftung Umweltenergierecht noch nicht aus. Exakte Emissionsminderungsdaten kämen zu verzögert, um bei Zielverfehlung wirkungsvoll gegenzusteuern; externe Faktoren wie die Pandemie überlagerten klimapolitische Fortschritte; ergänzende Frühindikatoren seien erforderlich. Mit letzteren könnten auch politische Ziele in Koalitionsverhandlungen verankert werden. weiterlesen…

Neue Governance-Instrumente könnten Glaubwürdigkeit von Energieeffizienz-Zielen erhöhen

Höhere CO2-Bepreisung machen mehr Energiesparpotenziale wirtschaftlich

Anfang 2021 stellte die Europäische Kommission ihr Klima- und Energiepaket „Fit for 55“ vor. Der Vorschlag enthält neue Instrumente zur Erreichung der EU-Energieeffizienz-Ziele und zielt gleichzeitig darauf ab, die Mitgliedstaaten an die erhöhten Klimaziele zu binden. Eine neue Studie von Stefan Scheuer Consulting und Fraunhofer ISI untersucht die vorgeschlagenen Governance-Instrumente innerhalb der aktualisierten Energieeffizienz-Richtlinie (Energy Efficiency Directive, kurz: EED) und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Wirkung des Pakets. weiterlesen…

27 Mio. für Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr

Fraunhofer ISI und IAO, VDA und BMVI befeuern die Verkehrswende hin zu elektrischen Nutzfahrzeugen

Um den Einsatz batterieelektrischer Antriebe und speziell das sogenannte Megawattladen bei schweren Nutzfahrzeugen voranzutreiben, sind Hochleistungsladeparks unerlässlich. Deshalb untersuchen die beiden Fraunhofer-Institute ISI und IAO gemeinsam mit zwölf Partnern aus Industrie und Forschung unter der Schirmherrschaft des VDA und gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zwei Hochleistungsladepunkte im realen Logistikbetrieb an vier Standorten. weiterlesen…

Österreichs Strom-Overshoot-Day

Rechnerisch: Bis Silvester nur mehr Kohle, Erdgas und Atomstrom

Mit dem 01.10.2021 ist – einer Medienmitteilung der IG Windkraft zufolge – der in Österreich erzeugte Strom aus Erneuerbaren rein rechnerisch aufgebraucht. Ab da werden tonnenweise Kohle und Erdgas verbrannt und Atomstrom aus den Nachbarländern importiert, um die Stromversorgung sicherzustellen. „Mit dem Beschluss des EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz) vor der Sommerpause sind jetzt die Bundesländer gefordert, den Bau der Ökostromkraftwerke auch zu ermöglichen“, fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Dafür müssen neue Zonen für den Windkraftausbau ausgewiesen, die Genehmigungsbehörden ordentlich ausgestattet und die Verfahren vereinfacht werden.“ weiterlesen…

Deutsche Solarbranche boomt wieder

Franz Alt über die Intersolar

Stromspeicher, Bio-Solarzellen, grüner Wasserstoff, Ladeboxen für E-Autos: Wer in München durch die Messehallen der etwas verkleinerten „Intersolar“-Messe flanierte, erlebte so etwas wie einen zweiten Frühling der deutschen Solarbranche – einen Aufbruch in die neue Energiewelt. Der messbare Erfolg der kleinen Intersolar vom 6.-8 Oktober: 26.000 Besucher aus 93 Ländern, 450 Aussteller aus aller Welt und 45.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. weiterlesen…

„Klimaschutz braucht Rückenwind“

SRU-Impulspapier zu Koalitionsverhandlungen – u.a. Ausbau der Windenergie an Land

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Windenergie schnellstmöglich weiter ausgebaut wird. In den vergangenen Jahren ist der Ausbau aber dramatisch eingebrochen. Wie die Probleme der Windenergie an Land überwunden werden können, analysiert der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in einer ausführlichen Stellungnahme, die Anfang 2022 veröffentlicht wird. Am 08.10.2021 legte er mit Blick auf die anstehende Regierungsbildung ein Impulspapier vor, das die zentralen Empfehlungen zusammenfasst. weiterlesen…

IEA Global Hydrogen Review 2021

„Entschlossenes Handeln der Regierungen entscheidend für Wachstum kohlenstoffarmen Wasserstoffs“

Die Regierungen müssen bei einer Vielzahl von politischen Maßnahmen schneller und entschlossener handeln, damit kohlenstoffarmer Wasserstoff sein Potenzial entfalten kann, um der Welt zu helfen, Netto-Null-Emissionen zu erreichen und gleichzeitig die Energiesicherheit zu unterstützen, so der IEA Global Hydrogen Review 2021. EA-Exekutivdirektor Fatih Birol: „Es ist wichtig, die Entwicklung von kohlenstoffarmem Wasserstoff zu unterstützen, wenn die Regierungen ihre Klima- und Energieziele erreichen wollen“. Birol stellte den 224-seitigen Bericht am 04.10.2021 beim Treffen der Energieminister in Tokio vor. Solarify dokumentiert Ausschnitte aus Medienmitteilung und Kurzfassung. (Titel: © iea.org) weiterlesen…

Internationale Wasserstoffkongresse malen rosiges Bild

Aber Kurse tauchen ab

Das Hydrogen Energy Ministrial Meeting am 04.10.2021 in Tokio hat laut Sven Geitmann (HZwei) „die Bestätigung gebracht, dass der Themenkomplex Wasserstoff keine Eintagsfliege ist, sondern der Beginn eines neuen weltweiten Megatrends“. Da waren die Wirtschaftsminister von Ländern wie Chile, Deutschland, Norwegen, Polen, Japan, Neuseeland, Australien, UAE, Saudi-Arabien, Brunei u.a. dabei sowie Vertreter großer Energiekonzerne. Auch Weltorganisationen wie die Internationale Energieagentur (IEA) und der Hydrogen Council waren vertreten. Organisator war die Japan Hydrogen Association. Sie alle bekräftigten ihre Ambitionen und Pläne in Sachen Wasserstoff. weiterlesen…

“Das Pariser Abkommen ist praktisch schon von der Realität überholt“

„Die Rolle des Wasserstoffs im Energiesystem” – Abendvortrag der DPG von Prof. Robert Schlögl

Wasserstoff ist die einzige Möglichkeit, regenerative Energien global auszutauschen und damit den Energiebedarf mit den Erzeugungsmöglichkeiten Sonne und Wind zu verbinden. Eine zügige Umsetzung der Energiewende setzt voraus, dass wir die technischen und organisatorischen Hindernisse überwinden, um zu einem Weltmarkt für erneuerbare Energie zu gelangen. Prof. Robert Schlögl, Direktor am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (FHI) in Berlin und am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) sprach in seinem virtuellen Abendvortrag am 27.09.2021 im Rahmen der 84. Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft die technische Herausforderungen an und beschrieb die politisch und wissenschaftlich notwendigen Schritte zur Einführung einer Wasserstoffwirtschaft. weiterlesen…

dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“

Abschlussbericht veröffentlicht

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat am 07.10.2021 den Abschlussbericht der dena-Leitstudie „Aufbruch Klimaneutralität“ in der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt. „Die dena-Leitstudie liefert der zukünftigen Bundesregierung eine praxisorientierte Perspektive zur Erreichung von Klimaneutralität bis 2045. In Ergänzung zu einer umfassenden Analyse wurden insgesamt 84 Aufgaben in zehn zentralen Handlungsfeldern identifiziert, die eines gemeinsam haben: Jede einzelne Aufgabe ist machbar“, so dena-Geschäftsführer Andreas Kuhlmann. weiterlesen…