Mehr als 100 Gigawatt Zubau jährlich notwendig

Umfrage: Wie schnell kann/muss die Energiewende gelingen?

Viele Teilnehmer des 22. Forums „Neue Energiewelt“ hielten einen Zubau von Photovoltaik, Windkraft & Co. von mehr als 100 Gigawatt jährlich für notwendig, um die fossilen Energieträger in Deutschland bis 2030 zu ersetzen. Sie sahen in einer Umfrage vor allem die Politik in der Verantwortung, schreibt am 2

Neuer Ansatz für Kunststoff-Recycling

Zwei EPFL-Ingenieure haben eine revolutionäre neue Methode zur Bekämpfung der Plastikverschmutzung entwickelt, indem sie sich das Innenleben der Proteine zunutze machen. Das Ergebnis? Eine völlig neue Sichtweise auf das Recycling von Kunststoffen – am 23.09.2021 open access in Advanced Materials veröffentlicht: aus Aminosäuren bestehende Proteine. weiterlesen…

100mal mehr PV für kosteneffizienten Klimaschutz nötig

Hohes Innovationstempo ist Schlüssel für ressourceneffiziente Photovoltaik im Terawattmaßstab

Ein kosteneffizienter Klimaschutz erfordert die Installation von insgesamt 20-80 TWp Photovoltaikleistung bis 2050 und 80-170 TWp bis 2100, also mindestens hundertmal mehr als die bis Ende 2020 installierten 707 GWp. Ein Forscherteam des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung hat am 30.09.2021 eine Untersuchung veröffentlicht, ob ein solches Wachstum aus Ressourcensicht machbar ist – und wenn ja, unter welchen Bedingungen. In dem Papier „Technological learning for resource efficient terawatt scale photovoltaics“, (open access veröffentlicht in Energy & Environmental Science), kommen sie zu dem Ergebnis, dass das derzeit hohe Innovationstempo beibehalten werden muss, um Ressourcenengpässe zu vermeiden. weiterlesen…

US-Reaktor stellt Marsbenzin her

Eine Tankstelle auf dem Mars? Ingenieure stellen sich die Möglichkeiten vor

Ingenieure der University of Cincinnati (UC) entwickeln neue Wege zur Umwandlung von Treibhausgasen in Kraftstoff, um den Klimawandel zu bekämpfen und Astronauten vom Mars nach Hause zu bringen. Jingjie Wu, Assistenzprofessor am UC College of Engineering and Applied Science, und seine Studenten verwendeten einen Kohlenstoffkatalysator in einem Reaktor, um Kohlendioxid in Methan umzuwandeln. Dieser Prozess, der nach dem verstorbenen französischen Chemiker Paul Sabatier als „Sabatier-Reaktion“ bekannt ist, wird in der Internationalen Raumstation eingesetzt, um das Kohlendioxid aus der Atemluft der Astronauten zu entfernen und Raketentreibstoff zu erzeugen, der die Station in einer hohen Umlaufbahn hält. Aber Wu denkt in viel größeren Dimensionen. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – Methanol fehlt noch – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Forschung für sichere Feststoffbatterien

Lithiummetall-Anode als zentrale Komponente und fester Elektrolyt

Feststoffbatterien können die Elektromobilität voranbringen. In einem neuen anwendungsorientierten Projekt namens ALANO (Alternative Anodenkonzepte für sichere Feststoffbatterien) befassen sich Partner aus Industrie und Forschung unter der Koordination der BMW AG mit Lithium-Batterien der nächsten Generation: Lithiummetall als Anodenmaterial und ein fester Elektrolyt ermöglichen, bei hoher Sicherheit die Energiedichte auf Zellebene zu erhöhen und damit die Reichweite von Elektroautos zu verlängern. weiterlesen…

Stromunterbrechungsdauer auf Rekordtief

Stromversorgung in Deutschland: so störungsfrei wie nie

Stromkunden in Deutschland waren im vergangenen Jahr besonders gut und zuverlässig mit Strom versorgt: Die neue Störungs- und Verfügbarkeitsstatistik des Forums Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE-FNN) zeigt, dass ein Kunde im Jahr 2020 durchschnittlich nur 10,2 Minuten ohne Strom auskommen musste (2019: 12,0 Minuten) – so kurz wie seit 2006 nicht. Damit war jeder Haushalt zu mehr als 99,998 Prozent versorgt und kaum von Stromausfällen betroffen. 2020 haben drei von vier Kunden keine Unterbrechung erfahren. weiterlesen…

Wasserstoff-Marktwirtschaft – die deutsche Chance

– von Werner Diwald – Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV)

Deutschland hat gewählt – aber das Ergebnis macht eine Regierungsbildung nicht einfach. Aber wie sich auch die Regierung der nächsten vier Jahre zusammensetzen wird, eines muss den Koalitionären bewusst sein: Deutschland wird sich im Rahmen der globalen Energiewende einem noch nie dagewesenen industriellen Wandel stellen müssen. Wenn die neue Bundesregierung den Bürgern und ihren Kindern auch weiterhin materiellen Wohlstand und soziale Gerechtigkeit sichern möchte, muss sie den Energiewandel frei von ideologischen Mythen zielstrebig und mutig gestalten. Dabei steht fest: Ohne grünen Wasserstoff werden die Industrienationen das Ziel der Klimaneutralität nicht erreichen können. weiterlesen…

Meilenstein in der Energiewende

Wissenschaftler der TU Dresden bauen einzigartigen Energiespeicher

In Boxberg, Oberlausitz, ist ein Rotationskinetischer Speicher (RKS) in Erstbetrieb gegangen, dessen Speicherkapazität ihresgleichen sucht. Nicht nur groß, sondern auch zukunftsorientiert ist die Entwicklung der Stiftungsprofessur für Baumaschinen der TU Dresden: Sie eignet sich, anders als andere Speicherlösungen, trotz ihres großen Speichervermögens für den dezentralen Einsatz in Windparks. Mit diesem Demonstrator erfolgte ein bedeutender Schritt dieser Technologie in Richtung Marktreife. (Bild: Teilschnittdarstellung der Konstruktion des Rotationskinetischen Speichers mit Mensch als Bezugsgröße – © Stiftungsprofessur für Baumaschinen, TU Dresden) weiterlesen…

Ölriese Shell will Biodiesel produzieren

Shells Biojet-Ziel: 2 Millionen Tonnen SAF jährlich


Royal Dutch Shell will bis 2025 jährlich in den Niederlanden rund zwei Millionen Tonnen nachhaltigen Flugkraftstoff (Sustainable Aviation Fuel – SAF) produzieren. Bis 2030 soll mindestens 10 % des weltweiten Shell-Flugbenzinabsatzes als SAF hergestellt werden. In einem neuen Bericht von Shell und Deloitte haben sich mehr als 100 Führungskräfte aus der weltweiten Luftfahrt zu Wort gemeldet und fordern mehr Ehrgeiz und Führungsstärke in diesem Sektor. (Foto: Frühere Pernis-Raffinerie von Shell – Foto © Michiel197 – übertragen aus nl.wikipedia nach Commons, Attribution, commons.wikimedia.org ) weiterlesen…

„Wendepunkt für saubere Wasserstoffproduktion“

Neuer E-Katalysator identifiziert

Forscher der australischen Curtin University (Perth) haben nach eigenen Angaben „einen neuen, billigeren und effizienteren Elektrokatalysator für die Herstellung von grünem Wasserstoff aus Wasser identifiziert“, der eines Tages neue Wege für die großtechnische Erzeugung sauberer Energie eröffnen könnte – so eine Mitteilung am 17.09.2021 auf der Webseite der Universität. Bisher haben Wissenschaftler Edelmetallkatalysatoren wie Platin verwendet, um die Reaktion zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu beschleunigen. Die Curtin-Forscher haben nun herausgefunden, dass die Zugabe von Nickel und Kobalt zu billigeren, bisher unwirksamen Katalysatoren deren Leistung steigert, wodurch die zur Spaltung des Wassers erforderliche Energie gesenkt und die Wasserstoffausbeute erhöht wird. weiterlesen…