Temperatursensor soll Energie in Stahlindustrie einsparen

Produktionskosten senken und Produktqualität verbessern

Geschmolzener Stahl - © Erdenebayar auf pixabayUm Maschinen oder Werkzeuge herzustellen, braucht es Stahl. Bearbeitung, Verformen und Pressen des Stahls erfolgen bei hohen, möglichst konstanten Temperaturen. Ist dies nicht der Fall, kann das zu fehlerhaften Bauteilen und hohen Kosten für die Nachbearbeitung führen. Um dies zu verhindern und die Prozesse in der Stahlindustrie zu verbessern, entwickelt die Hochschule Landshut im Rahmen des Forschungsprojekts „AtoFurnance“ einen neuen berührungslosen Temperatursensor. Dieser ermöglicht eine wesentlich schnellere und präzisere Messung als bisher. Das Forscherteam unter Leitung von Prof. Tim Rödiger von der Fakultät Maschinenbau will damit die Stahlverarbeitung effizienter gestalten, die Materialqualität verbessern sowie Energie- und Produktionskosten senken. (Foto: Geschmolzener Stahl – © Erdenebayar Bayansan auf pixabay) weiterlesen…

EEG-Umlage sinkt 2022 auf 3,72 Cent pro kWh

Umlage im kommenden Jahr auf 10 Jahres-Tief

Im kommenden Jahr beträgt die Umlage zur Deckung der Kosten des nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüteten Stroms 3,723 ct/kWh – so eine Medienmitteilung der Bundesnetzagentur. Die EEG-Umlage wird jährlich Mitte Oktober für das folgende Kalenderjahr von den Übertragungsnetzbetreibern auf Basis von gutachterlichen Prognosen bekannt gegeben. Die Bundesnetzagentur überwacht die ordnungsgemäße Ermittlung. 2021 lag die Umlage bei 6,500 ct/kWh. Die Umlage sinkt damit um fast 43 Prozent. Eine Umlage von unter 4 ct/kWh wurde zuletzt 2012 mit 3,592 ct/kWh erreicht. weiterlesen…

„Maßnahmen zum Aufbau einer klimaneutralen Infrastruktur vernachlässigt“

Klimaschutzgesetz muss ergänzt werden, damit Klimaneutralität erreicht werden kann

Die Wirksamkeit des Klimaschutzgesetzes reicht laut einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und der Stiftung Umweltenergierecht noch nicht aus. Exakte Emissionsminderungsdaten kämen zu verzögert, um bei Zielverfehlung wirkungsvoll gegenzusteuern; externe Faktoren wie die Pandemie überlagerten klimapolitische Fortschritte; ergänzende Frühindikatoren seien erforderlich. Mit letzteren könnten auch politische Ziele in Koalitionsverhandlungen verankert werden. weiterlesen…

Neue Governance-Instrumente könnten Glaubwürdigkeit von Energieeffizienz-Zielen erhöhen

Höhere CO2-Bepreisung machen mehr Energiesparpotenziale wirtschaftlich

Anfang 2021 stellte die Europäische Kommission ihr Klima- und Energiepaket „Fit for 55“ vor. Der Vorschlag enthält neue Instrumente zur Erreichung der EU-Energieeffizienz-Ziele und zielt gleichzeitig darauf ab, die Mitgliedstaaten an die erhöhten Klimaziele zu binden. Eine neue Studie von Stefan Scheuer Consulting und Fraunhofer ISI untersucht die vorgeschlagenen Governance-Instrumente innerhalb der aktualisierten Energieeffizienz-Richtlinie (Energy Efficiency Directive, kurz: EED) und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Wirkung des Pakets. weiterlesen…

27 Mio. für Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr

Fraunhofer ISI und IAO, VDA und BMVI befeuern die Verkehrswende hin zu elektrischen Nutzfahrzeugen

Um den Einsatz batterieelektrischer Antriebe und speziell das sogenannte Megawattladen bei schweren Nutzfahrzeugen voranzutreiben, sind Hochleistungsladeparks unerlässlich. Deshalb untersuchen die beiden Fraunhofer-Institute ISI und IAO gemeinsam mit zwölf Partnern aus Industrie und Forschung unter der Schirmherrschaft des VDA und gefördert vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zwei Hochleistungsladepunkte im realen Logistikbetrieb an vier Standorten. weiterlesen…

Österreichs Strom-Overshoot-Day

Rechnerisch: Bis Silvester nur mehr Kohle, Erdgas und Atomstrom

Mit dem 01.10.2021 ist – einer Medienmitteilung der IG Windkraft zufolge – der in Österreich erzeugte Strom aus Erneuerbaren rein rechnerisch aufgebraucht. Ab da werden tonnenweise Kohle und Erdgas verbrannt und Atomstrom aus den Nachbarländern importiert, um die Stromversorgung sicherzustellen. „Mit dem Beschluss des EAG (Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz) vor der Sommerpause sind jetzt die Bundesländer gefordert, den Bau der Ökostromkraftwerke auch zu ermöglichen“, fordert Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: „Dafür müssen neue Zonen für den Windkraftausbau ausgewiesen, die Genehmigungsbehörden ordentlich ausgestattet und die Verfahren vereinfacht werden.“ weiterlesen…

Deutsche Solarbranche boomt wieder

Franz Alt über die Intersolar

Stromspeicher, Bio-Solarzellen, grüner Wasserstoff, Ladeboxen für E-Autos: Wer in München durch die Messehallen der etwas verkleinerten „Intersolar“-Messe flanierte, erlebte so etwas wie einen zweiten Frühling der deutschen Solarbranche – einen Aufbruch in die neue Energiewelt. Der messbare Erfolg der kleinen Intersolar vom 6.-8 Oktober: 26.000 Besucher aus 93 Ländern, 450 Aussteller aus aller Welt und 45.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. weiterlesen…

„Klimaschutz braucht Rückenwind“

SRU-Impulspapier zu Koalitionsverhandlungen – u.a. Ausbau der Windenergie an Land

Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Windenergie schnellstmöglich weiter ausgebaut wird. In den vergangenen Jahren ist der Ausbau aber dramatisch eingebrochen. Wie die Probleme der Windenergie an Land überwunden werden können, analysiert der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) in einer ausführlichen Stellungnahme, die Anfang 2022 veröffentlicht wird. Am 08.10.2021 legte er mit Blick auf die anstehende Regierungsbildung ein Impulspapier vor, das die zentralen Empfehlungen zusammenfasst. weiterlesen…

IEA Global Hydrogen Review 2021

„Entschlossenes Handeln der Regierungen entscheidend für Wachstum kohlenstoffarmen Wasserstoffs“

Die Regierungen müssen bei einer Vielzahl von politischen Maßnahmen schneller und entschlossener handeln, damit kohlenstoffarmer Wasserstoff sein Potenzial entfalten kann, um der Welt zu helfen, Netto-Null-Emissionen zu erreichen und gleichzeitig die Energiesicherheit zu unterstützen, so der IEA Global Hydrogen Review 2021. EA-Exekutivdirektor Fatih Birol: „Es ist wichtig, die Entwicklung von kohlenstoffarmem Wasserstoff zu unterstützen, wenn die Regierungen ihre Klima- und Energieziele erreichen wollen“. Birol stellte den 224-seitigen Bericht am 04.10.2021 beim Treffen der Energieminister in Tokio vor. Solarify dokumentiert Ausschnitte aus Medienmitteilung und Kurzfassung. (Titel: © iea.org) weiterlesen…

Internationale Wasserstoffkongresse malen rosiges Bild

Aber Kurse tauchen ab

Das Hydrogen Energy Ministrial Meeting am 04.10.2021 in Tokio hat laut Sven Geitmann (HZwei) „die Bestätigung gebracht, dass der Themenkomplex Wasserstoff keine Eintagsfliege ist, sondern der Beginn eines neuen weltweiten Megatrends“. Da waren die Wirtschaftsminister von Ländern wie Chile, Deutschland, Norwegen, Polen, Japan, Neuseeland, Australien, UAE, Saudi-Arabien, Brunei u.a. dabei sowie Vertreter großer Energiekonzerne. Auch Weltorganisationen wie die Internationale Energieagentur (IEA) und der Hydrogen Council waren vertreten. Organisator war die Japan Hydrogen Association. Sie alle bekräftigten ihre Ambitionen und Pläne in Sachen Wasserstoff. weiterlesen…