Energiepreisbremse: „Alle Kunden erhalten finanzielle Entlastung“

VKU zum aktuellen Stand der Energiepreisbremsen

Die Umsetzung der Energiepreisbremsen für Gas, Wärme und Strom läuft auf Hochtouren und ist für Energieversorger und Stadtwerke eine Mammutaufgabe. „Alle Unternehmen arbeiten seit Monaten gemeinsam mit ihren IT-Dienstleistern mit Hochdruck an einer fristgerechten Umsetzung. Selbst im Falle einer ungewollten Verzögerung ist unterm Strich klar: Alle Verbraucherinnen und Verbraucher werden ihre finanzielle Entlastung erhalten“, betont Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU) laut einer Medienmitteilung vom 16.02.2023 in Berlin. weiterlesen…

Energie- und Rohstoffsouveränität durch regionale Kreislauftechnologien sichern

Sächsische Initiative zur Erschließung regionaler CO2-Quellen für eine resiliente Chemie- und Kraftstoffindustrie

Der Ausbau regionaler Stoffkreisläufe ist ein zentrales Element, um die mitteldeutsche Industrie unabhängig von fossilen Rohstoffen zu machen. CO2 aus nachhaltigen Quellen, wie Biogas, kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Der darin enthaltene Kohlenstoff kann über katalytische und elektrochemische Verfahren sowie den nachfolgenden Stoffsynthesen in wesentliche Grundstoffe für die Chemieindustrie sowie in grünes Kerosin für die Luftfahrt umgewandelt werden. Ein schlagkräftiges Konsortium bestehend aus den Forschungseinrichtungen Fraunhofer IKTS, TU Bergakademie Freiberg und TU Dresden mit den sächsischen Unternehmen Ökotec-Anlagenbau GmbH, Sunfire GmbH und DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH hat in mehreren Projekten bereits erfolgreich nachgewiesen, wie dies im industrienahen Maßstab funktionieren kann. Gemeinsam mit der EDL Anlagenbau Gesellschaft mbH ist nun die Skalierung in den großindustriellen Maßstab geplant. Das Fraunhofer IKTS bringt dabei unter anderem seine langjährigen Kompetenzen bei keramischen Elektrolysezellen und der Entwicklung von Anlagenkonzepten ein, die seit 2019 in der Biogasanlage Thallwitz validiert werden. weiterlesen…

Das Politische Buch: Abrechnung mit „Fossilen“

Claudia Kemferts „Schockwellen“

Die Energie-Ökonomin Claudia Kemfert, Professorin für Energieökonomie und Leiterin der DIW-Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt, Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung und zudem noch – neben zahlreichen weiteren Ämtern – Buchautorin sowie ubiquitäre Kritikerin fossiler Energie und damit auch sogenannter Brückentechnologien wie Gas, hat mit „Schockwellen. Letzte Chance für sichere Energien und Frieden“ ein neues, lehrreiches und kämpferisches Buch zur Energiewende geschrieben, eine Abrechnung mit der deutschen Energiepolitik der vergangenen beiden Jahrzehnte. Sie nimmt den Angriff Russlands auf die Ukraine und dessen Folgen zum Anlass, mit „den Fossilen“ (und einigen ihrer Verfechter) abzurechnen und wendet sich vor allem gegen die „Kräfte der Vergangenheit“, den russischen Machthaber Putin und alle, die auf dessen billiges Erdgas und -öl hereinfielen. weiterlesen…

„Dach-Solar muss neues Normal werden“

LEE NRW fordert mehr Förderprogramme für Solartechnik – Essen verdreifacht Fördermittel

Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) begrüßt die Entscheidung des Essener Stadtrates, für dieses Jahr die Gelder für das kommunale Solarförderprogramm auf 2,4 Millionen Euro zu verdreifachen. „Das ist ein richtiges Signal“, kommentiert LEE NRW-Vorsitzender Reiner Priggen das Ratsvotum, „für die notwendige landesweite Solaroffensive brauchen wir jedes Dach.“ Die Städte und Gemeinden in NRW leisteten mit solchen Förderprogrammen nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Energieversorgungssicherheit. weiterlesen…

Plastikabfall durch neu entwickelte Biokatalysatoren abbaubar

Enzyme statt hoher Temperaturen und Druck

Die Kunststoffe Polyurethan (PUR) und Polyvinylalkohol (PVA) machen immerhin acht Prozent der Kunststoffproduktion in Europa aus, können aber inzwischen mit Hilfe von Enzymen als Biokatalysatoren unter milden Bedingungen abgebaut werden. Ein Team der Universität Greifswald hat zusammen mit dem deutschen Unternehmen Covestro und Teams aus Leipzig und Irland zwei neue Verfahren dafür entwickelt. Dies wurde jetzt in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie in zwei Publikationen (DOI: 10.1002/anie.202216220 und DOI: 10.1002/anie.202216962) veröffentlicht. Somit wurde die Voraussetzung geschaffen, beide Kunststoffe ressourcenschonend zu verwerten und umweltfreundliche Verfahren zu deren Recycling zu entwickeln, um das weltweite Problem des Plastikmülls für diese beiden industriell in großen Mengen hergestellten synthetischen Polymere zu verringern. weiterlesen…

Atomausstieg gilt nicht für Forschungsreaktoren

Regierung zur nuklearen Sicherheit

„Forschungsreaktoren sind vom Atomausstiegsbeschluss nicht betroffen“, stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort (20/5488) auf eine Kleine Anfrage (20/5325) der Unionsfraktion klar: Auch nach dem Abschalten der letzten Atomkraftwerke zur kommerziellen Stromerzeugung spätestens zum 15.04.2023 werde die nukleare Sicherheit „über sehr lange Zeiträume“ weiterhin gewährleistet werden müssen, erklärt die Bundesregierung zum Hintergrund der vom Bundesamt für Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) herausgegebenen Publikation mit dem Titel „Atomausstieg in Deutschland – Viele Aufgaben der nuklearen Sicherheit bleiben“. weiterlesen…

Importierter grüner Wasserstoff bis 2030 konkurrenzfähig

Studie von Aurora Energy Research: Bald billiger als heimischer H2

Grüner Wasserstoff ist unverzichtbar für die Energiewende. Daher sieht der REPowerEU-Plan der Europäischen Kommission in ihm den Schlüssel zum Ersatz von Erdgas, Kohle und Öl, um die Treibhausgasemissionen in anderweitig schwer zu dekarbonisierenden Industrien und im Transportbereich zu senken. Daher sollen bis 2030 jährlich 10 Millionen Tonnen Wasserstoff aus Erneuerbaren Quellen in die EU importiert werden, das entspricht der Hälfte des erwarteten jährlichen Wasserstoffverbrauchs der EU. Modellrechnungen, die Aurora Energy Research anhand einer Fallstudie für Deutschland durchgeführt hat, zeigen, dass Importe von grünem Wasserstoff aus bestimmten Ländern im Jahr 2030 preislich mit Wasserstoff aus heimischer Produktion konkurrieren könnten. weiterlesen…

„Hohe Energieeffizienz und hohe Kohlenstoffeffizienz“

Neues Katalysatordesign könnte Kohlenstoff besser ausnutzen

Ein neues, von Forschern der Fakultät für Angewandte Natur- und Ingenieurwissenschaften der Universität Toronto entwickeltes Katalysatordesign könnte die Praxistauglichkeit eines elektrochemischen Prozesses erheblich verbessern, der abgeschiedenes Kohlendioxid in Multikohlenstoffmoleküle umwandelt – einige der wichtigsten Bausteine der chemischen Industrie. „Wir brauchen alternative Wege zu Alltagsprodukten, die nicht auf fossile Brennstoffe angewiesen sind“, sagt David Sinton, Professor für Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen und Hauptautor eines in Nature Energy veröffentlichten einschlägigen Artikels. weiterlesen…

Regierung will TenneT übernehmen

Bund könnte deutsches Stromnetz kaufen

Zum Ausbau des deutschen Hochspannungs-Stromnetzes braucht der niederländische Stromnetzbetreiber Tennet rund 15 Milliarden Euro. Zu viel für den  niederländischen Staat als Eigentümer der Tennet-Muttergesellschaft. In Deutschland ist das Unternehmen einer der vier Übertragungsnetzbetreiber. Als Betreiber vieler Nord-Süd-Stromtrassen spielt TenneT eine wichtige Rolle bei der Energiewende. Das deutsche Tennet-Gebiet ist das flächenmäßig größte der vier Betreiber und reicht von der Nordsee bis zur österreichischen Grenze. In beiden Ländern zusammen betreibt Tennet nach Firmenangaben 24.500 Kilometer Hoch- und Höchstspannungsleitungen. Deshalb verhandelt TenneT nach Medienberichten mit der Bundesregierung über einen Verkauf seiner deutschen Tochtergesellschaft und damit seiner Stromtrassen in Deutschland. weiterlesen…