Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 stoppen

Carbon Farming kein Patantrezept

Mitte Dezember 2022 einigten sich 196 Länder im Rahmen der COP15 in Montreal auf ein „Global Biodiversity Framework“ für die Zeit nach 2020. Mit dem Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt bis 2030 zu stoppen und umzukehren. Im Einklang mit dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Jahrzehnt der Wiederherstellung von Ökosystemen zielt der neue Rahmen darauf ab, bis zum Ende des Jahrzehnts weltweit 30 % der geschädigten Ökosysteme (an Land und im Meer) wiederherzustellen. Eine Medienmitteilung des Ecologic Institut. weiterlesen…

WWF: Mehrweg läuft nur schleppend an

Alles anders und niemand merkt’s

Bisher war bei to go in Gastronomie und Co. Einweg das Grundnahrungsmittel, der Mehrweganteil höchstens ein Spurenelement. Das soll sich jetzt ändern, per Gesetz. Alles geklärt? Sicher nicht. Der World Wide Fund For Nature (WWF) hat den Status quo untersucht, Unternehmen gesprochen und Anbieter:innen gefragt. Der Verpackungsabfall in Europa ist um mehr als 20 Prozent in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Bis 2030 könnten noch einmal 19 Prozent hinzukommen, wenn nicht gegengesteuert wird. Deshalb hat die EU-Kommission nun zum ersten Mal ein Vermeidungsziel in ihrer Verpackungsverordnung vorgeschlagen und im Mehrwegbereich klare – wenn auch zu wenig ambitionierte – Zielvorgaben benannt. Die Mehrwegangebotspflicht ist zwar da, aber keiner merkt’s. weiterlesen…

Begrenzung der Erderwärmung „nicht plausibel“

Hamburg Climate Futures Outlook: 1,5-Grad-Grenze wird überschritten

Das 1,5-Grad-Ziel (besser: 1,5-Grad-Grenze) einzuhalten, sei nicht plausibel, heißt es in einem neuen Bericht, der zweiten Ausgabe des Hamburg Climate Futures Outlook. „Wir werden mit einer größeren Erderwärmung rechnen müssen“, sagt Klimatologe Jochem Marotzke, einer von 63 daran beteiligten Forschenden aus unterschiedlichsten Disziplinen in der neuen zentralen Studie des Exzellenzclusters Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS) der Universität Hamburg. weiterlesen…

Gute Nachricht für Windenergie und Netzausbau

Umsetzung der EU-Notfall-Verordnung zündet Turbo bei Energiewende

Die Bundesregierung hat am 30.01.2023 eine Formulierungshilfe zur Umsetzung des Artikel 6 der EU-Notfallverordnung (EU-NotfallVO) in Deutschland vorgelegt. Diese erlaubt den EU-Mitgliedsstaaten unmittelbar Ausnahmen von der Artenschutzprüfung und der Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung für Erneuerbare Energien, Speicher und Netze vorzunehmen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. In Deutschland betrifft dies die Windkraft und Stromleitungen. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die zügige Umsetzung von Artikel 6 der EU-Verordnung ausdrücklich. weiterlesen…

BDE sieht Nichteinführung eines Batteriepfandes kritisch

Abstimmung im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments zur EU-Batterieverordnung

Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. bedauert, dass die am 24.01.2023 im Umweltausschuss einstimmig bestätigte politische Einigung zur Batterieverordnung keine Einführung eines Batteriepfandes vorsieht. Damit werde eine Chance vertan, die Kreislaufwirtschaft zu stärken und knappe Ressourcen zu sichern, heißt es in einer BDE-Pressemitteilung vom 30.01.2023. weiterlesen…

EU: Mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Gas

Kleiner Schritt nach oben, riesiger Fall für Gas

Noch nie war der Anteil von Wind- und Solarstrom in der EU so groß wie 2022. Der Anteil von Gas hingegen ist rückläufig, teilte der Londoner Thinktank Ember Climate am 31.01.2023 mit. Das spare Gas-Einkäufe in Milliardenhöhe, so eine Analyse. Das EU-Ziel von 45 % Erneuerbarer Energien bis 2030 würde die Einfuhren von fossilem Gas halbieren und allein 2030 Einsparungen von 43 Mrd. EUR bewirken; bleibt es bei diesem Verhältnis, könnten von  2025 bis 2030 schätzungsweise 200 Milliarden Euro eingespart werden. weiterlesen…

Nachfrage nach Solarheizungen steigt dank Energiekrise

Interesse an solaren Heizkraftwerken zur Fernwärmeerzeugung wächst ebenfalls

2022 wurden rd. 12 Prozent mehr Solaranlagen zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung installiert als im Vorjahr, so der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am 31.01.2023 auf Basis einer gemeinsam geführten Marktstatistik. Fast die Hälfte der Immobilienbesitzer liebäugle mit Solarwärmekollektoren, jeder Zehnte plane sie bereits 2023. Auch das Interesse an solaren Heizkraftwerken zur Fernwärmeerzeugung nehme zu. weiterlesen…

UBA mit Klimalotse-Leitfaden

Forschungsbasierte Methoden unterstützen kommunale Klimaanpassung

Gemeinsam mit kommunalen Akteuren entwickelt das Umweltbundesamt forschungsbasierte Methoden und Anwendertools zur Klimaanpassung. Dafür erprobten etwa regionale Netzwerke Peer-Learning-Ansätze. Die Hansestadt Stralsund entwickelte eine Zukunftsvision, in Halle (Saale) und Rostock fanden Ideen- und Kooperationsbörsen statt. Zudem unterstützt das UBA einer Mitteilung vom zufolge Kommunen mit dem „Klimalotse“-Leitfaden. weiterlesen…

Rinderurin auffangen für Klimaschutz

Forscher trainieren Toilettengang von Kühen

Wenn nur 10 oder 20 Prozent der Urinausscheidungen von Rindern aufgefangen werden, könnte der Ausstoß von Treibhausgasen und die Nitratauswaschung erheblich reduziert werden. Im Rahmen eines Forschungsprogramms zur Verringerung von Treibhausgasemissionen haben Wissenschaftler Kühen beigebracht, in einem dafür vorgesehenen Bereich zu urinieren. Die Möglichkeit, den Urin aufzufangen, könnte die Umweltbelastung durch Rinderhaltung erheblich reduzieren, erklärte ein Team neuseeländischer und deutscher Wissenschaftler in einem Artikel in der aktuellen Ausgabe von Current Biology (open access). weiterlesen…

Hitzewallungen

Explosionsartige Erwärmungen in der polaren Atmosphäre dauern immer länger

In der Stratosphäre, in über 20 Kilometern Höhe, steigen die polaren Temperaturen nördlich von Europa immer wieder einmal explosionsartig an. Von unter minus 60 Grad Celsius kann sich die Luft dort binnen Tagen auf bis über Null erwärmen, wie meteorologische Daten der internationalen Wetterdienste zeigen. Das passiert in den Wintermonaten durchschnittlich einmal pro Jahr und dauert etwa ein bis zwei Wochen. Klimaforschende der Universität Graz haben gemeinsam mit Partner:innen der Chinesischen Akademie der Wissenschaften untersucht, wie sich diese winterlichen „Hitzewallungen“ über die letzten Jahrzehnte entwickelt haben. (Foto: – © Arek Socha auf pixabay) weiterlesen…