CO2-frei fliegen wird teuer

Luftfahrt will weg vom Kerosin

Kraftstoffe aus Erneuerbaren Quellen könnten die kologische Bilanz des Flugverkehrs zwar verbessern, nicht aber die ökomomische, schreibt Ralf Nestler am 09.01.2023 in Tagesspiegel Plus. Denn nach wie vor bleibt Kerosin der Treibstoff mit der höchsten Energiedichte und dm relativ geringsten Gewicht. Das heißt, dass Bertrand Piccards „Solar Impulse“ (siehe solarify.eu/solar-impulse-wieder-zurueck) noch lange nicht kommerziell genutzt werden kann.Die meisten Flugzeuge werden also weiter mit Flüssigtreibstoff fliegen. Allerdings soll der fossile Sprit durch biobasierten oder synthetischen Treibstoffen) sogenannte E-Fuels) ersetzt werden. weiterlesen…

Mobilitätsgipfel im Kanzleramt: Verkehrswende ist mehr als E-Auto

Verbände kritisieren: Veraltetes Mobilitätsverständnis gefährdet Klimaziele

Der von Bundeskanzler Olaf Scholz einberufene „Mobilitätsgipfel“ ist aus Sicht mehrerer Fahrrad- und Verkehrsverbände ein Beleg dafür, dass die Verkehrswende noch nicht im Kanzleramt angekommen ist. Dass es bei dem Treffen zwar laut Ankündigung um die Transformation der Mobilitätswirtschaft gehen soll, aber fast ausschließlich Vertreterinnen und Vertreter der Automobilbranche eingeladen sind, kritisieren die Allianz pro Schiene, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) und Zukunft Fahrrad. Dies steht aus Sicht der Verbände für ein völlig veraltetes Mobilitätsverständnis. Sie fordern von Bundeskanzler Olaf Scholz, die Verkehrswende als Ganzes anzugehen und zur Chefsache zu machen. weiterlesen…

Intelligentes Stickstoffmanagement kann Umweltbelastung stark reduzieren

Forschende empfehlen Stickstoffüberschussabgabe

Um die Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln zu erhöhen, werden in der Landwirtschaft mehr und mehr industrielle Stickstoffdünger und Dung eingesetzt. Mehr als die Hälfte dieses Stickstoffeintrags in die Anbauflächen geht jedoch in die Umwelt verloren und trägt zur Luftverschmutzung und damit verbundenen Krankheiten, zur Eutrophierung von Gewässern, zur Versauerung der Böden, zum Klimawandel und zum Verlust der biologischen Vielfalt bei. Die Stickstoffverschmutzung ist so zu einer globalen Herausforderung und nächsten Krise geworden. Ein internationales Forschungsteam hat in einer gerade in der Nature veröffentlichten Studie kosteneffiziente Strategien zur Verringerung der Stickstoffbelastung auf den weltweiten Anbauflächen untersucht. (Bild: Stickstoffeintrag auf Feld – © von Toni Paul auf Pixabay) weiterlesen…

Bahnbrechende Technologie zur Abscheidung von 99 % des CO2 aus der Luft

Kurzschluss mit großer Wirkung

Ingenieure der University of Delaware haben einen Weg gefunden, mit einem neuartigen, mit Wasserstoff betriebenen elektrochemischen System 99 % des Kohlendioxids effektiv aus der Luft zu entfernen – ein bedeutender Fortschritt für die Kohlendioxidabscheidung; der Erfolg könnte umweltfreundlichere Brennstoffzellen der Marktreife näher bringen. Das neue Verfahren wurde (bereits im Februar 2022) in nature energy präsentiert. weiterlesen…

2023 stellt die Energiewende auf die Probe

Ist Deutschland auf dem richtigen Weg, um das Ziel von 80 Prozent erneuerbarer Energie im Jahr 2030 zu erreichen?

Deutschland war einmal Vorreiter bei der Entwicklung grüner Technologien. Nach dem anfänglichen Boom verlor die Energiewende Mitte der 2010er Jahre an Glanz. Die Ampel-Regierung versprach, dies zu ändern. Bis 2030 soll das Land 600 Terawattstunden Strom aus erneuerbaren Energien beziehen, also 80 Prozent seines Gesamtverbrauchs, so der Koalitionsvertrag. Die Gesetze, mit denen der notwendige Ausbau der erneuerbaren Energien erreicht werden sollte, wurden im Jahr 2022 in großer Eile ausgearbeitet. Eine Bestandsaufnahme, die Nikolaus J. Kurmayer am 03.01.2023 für EURACTIV.com verfasst hat. weiterlesen…

Mehr Akzeptanz für die Energiewende

Förderung der Bürgerenergie wird ausgebaut

Die Energiewende mit dem erforderlichen Ausbau der erneuerbaren Energien ist eine Mammutaufgabe, hier braucht es auch den Rückhalt der gesamten Gesellschaft. Daher startete zum 1. Januar 2023 eine Förderrichtlinie „Bürgerenergiegesellschaften bei Windenergie an Land“. Die Veröffentlichung im Bundesanzeiger sei erfolgt, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klima am 24.12.2022 mitteilte. weiterlesen…

acatech-Position „Holzbasierte Bioökonomie“

Nachhaltig, zirkulär, klimaresilient

Die holzbasierte Bioökonomie kann einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise leisten. Dies erfordert eine systemische Betrachtung, die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigt: Der Wald ist Rohstofflieferant, Erholungsraum und erbringt neben dem Klimaschutz weitere Ökosystemleistungen, ist jedoch vom Klimawandel selbst betroffen. Es gilt Ressourcen zu schonen und effizient zu verwenden, Produkte also möglichst lange, mit hoher Wertschöpfung wiederzuverwerten und mehrfach in Kaskaden zu nutzen. Das Ziel: Wirtschaftswachstum vom Rohstoffverbrauch entkoppeln und zu einer „Circular Economy“ beitragen. Das ist kurzgefasst der Inhalt der neuen acatech-Position „Holzbasierte Bioökonomie“. (Titel: acatech-POSITION Bioökonomie Holz – © acatech) weiterlesen…

Chance im Klimawandel: Sojaanbau in Europa künftig ausweiten

Langfristig immer mehr Ackerflächen geeignet

Der Klimawandel erfordert ein Umdenken hin zu besser an Hitze und Trockenheit angepasste Sorten und Kulturen in der Pflanzenproduktion. Etwa die Sojabohne – sie gedeiht nicht nur unter warmen Bedingungen gut, sondern versorgt sich auch selbst mit dem wichtigen Pflanzennährstoff Stickstoff. Eine am 04.01.2023 vom Müncheberger Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Global Change Biology veröffentlichte Untersuchung zeigt, dass sich langfristig immer mehr Ackerflächen in Europa für die Sojaproduktion eignen. Dieser Effekt übersteige dabei die Ertragseinbußen, die durch zunehmende Hitze und Trockenheit vor allem in Südeuropa zu erwarten seien. Damit könne die EU zukünftig auf einen großen Teil der Sojaimporte aus Brasilien und den USA verzichten, so die Autorinnen und Autoren der Studie. (Foto: Sojaanbau bei Hockenheim – © AnRo0002 – Eigenes Werk, CC0) weiterlesen…

Alarmierende Abgasmessungen der DUH

Fast jeder zweite Lkw zeigt überhöhte Stickoxidemissionen – immer noch Hinweise auf manipulierte Abgasreinigung

Noch immer überschreiten zahlreiche Lkw im Realbetrieb auf der Autobahn die gesetzlichen Grenzwerte für Stickoxid (NOx). Das zeigen Messungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Das Emissions-Kontroll-Institut (EKI) der DUH hat bei 235 Lkw-Modellen der Abgasstufen Euro V und VI Messungen im Realbetrieb durchgeführt und bei knapp der Hälfte Grenzwertüberschreitungen festgestellt. Bereits vor mehr als drei Jahren hatte die DUH teils massive Grenzwertüberschreitungen nachgewiesen und die Ergebnisse dem Bundesverkehrsministerium sowie dem Bundesamt für Güterverkehr zur Verfügung gestellt. Jetzt sei klar, dass die verantwort­lichen Behörden die damals geforderten Emissionskontrollen und Sanktionierungen nicht umgesetzt hätten, kritisiert die DUH. weiterlesen…

Erderwärmung bedrohlicher als befürchtet

Schmilzt jeder zweite Gletscher weg?

Eisberge, Grönland vor dem Schmelzen - Foto © Gerhard Hofmann für Solarify

Die weltweite Gletscherschmelze ist nicht mehr umzukehren: Mindestens die Hälfte der Gletscher auf der Welt verschwindet bis zum Ende des Jahrhunderts, befürchtet eine Untersuchung von ForscherInnen unter anderem der Universität Innsbruck. Doch noch es gebe Handlungsspielraum. Für die deutschen Gletscher sehen die Autoren jedoch keine Hoffnung. weiterlesen…