EU einigt sich auf Verbrenner-Aus ab 2035

Synthetische Kraftstoffe noch offen

Die EU-Gesetzgeber haben sich am späten Donnerstagabend (27.10.2022 kurz vor 21 Uhr Brüsseler Zeit) auf eine Vereinbarung verständigt, die ab 2035 ein Ende des Verkaufs von Autos mit Verbrennungsmotoren vorsieht – „eine bedeutsame Entscheidung, mit der Europa in eine weitgehend abgasfreie, elektrische automobile Zukunft steuert“, so die EURACTIV-Autoren Jonathan Packroff und Sean Goulding Carroll. Obwohl ursprünglich als einer der umstrittensten Legislativvorschläge der EU im Rahmen des Green Deals angesehen, machte das Dossier über CO2-Normen rasche Fortschritte und wurde zum ersten der ersten Dossiers des Klimapakets „Fit for 55“, auf das sich die Mitgliedstaaten und das Parlament einigen konnten. weiterlesen…

Mehrheit meint, Krieg und Energiepreise beschleunigen grünen Wandel

EIB-Klima-Umfrage 2022-2023

Die EIB-Klimaumfrage 2022-2023 untersucht Ansichten und Meinungen zum Klimawandel in einer sich rasch verändernden Welt. Die Ergebnisse dieser Ausgabe konzentrieren sich auf die Ansichten der Bürger über die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und den jüngsten Anstieg der Energiepreise. weiterlesen…

Energiecharta: Wann steigt Deutschland aus Klimakiller-Vertrag aus?

Umweltinstitut München e.V. fordert Entscheidung – Millionenklagen drohen

Einem Bericht des Handelsblatts vom 25.10.2022 zufolge plante der französische Präsident Emmanuel Macron, gemeinsam mit Bundeskanzler Olaf Scholz den Ausstieg aus dem umstrittenen Energiecharta-Vertrag (ECT) zu erklären – so das Münchner Öko-Institut am 26.10.022. Das anhaltende Zaudern der Bundesregierung führte nach Angaben des Handelsblatts jedoch dazu, dass Frankreich den Ausstieg unilateral verkündete. Das Umweltinstitut München fordert daher: Deutschland muss endlich nachziehen und umgehend aus dem Energiecharta-Vertrag austreten. weiterlesen…

CO2 aus der Luft filtern

Audi und Krajete filtern CO2 aus der Luft

Die AUDI AG und das Linzer GreenTech-Unternehmen Krajete GmbH entwickeln gemeinsam neue Technologien zur Filterung von Emissionen aus der Umgebungsluft. Die Basis dieser sogenannten Direct Air Capturing-Technologien (DAC) sind neben robusten Adsorbermaterialien vor allem neuartige Prozesse. Sie ermöglichen weitreichende Energie- und Kostenreduktion. (Foto: Audi und Krajete filtern CO2 aus der Luft – © audi-mediacenter.com) weiterlesen…

Deutschland kauft Verschmutzungsrechte

Einkauf wegen verfehlter Klimaziele zwischen 2013 bis 2020 bei Bulgarien, Tschechien und Ungarn

Deutschland muss laut einer Medienmitteilung des BMWK vom 24.10.2022 mehr als elf Millionen Euro für Emissionsrechte (Annual Emission Allowances – AEA) zum Ausgleich verfehlter Klimaziele aus den Jahren 2013 bis 2020 zahlen. Konkret geht es um die Überschreitung klimaschädlicher CO2-Emissionen außerhalb des europäischen Emissionshandels zwischen 2013 und 2020, vor allem im Verkehrs- und Gebäudebereich. Europa-Staatssekretär Sven Giegold hat daher am 24.10.2022 am Rande des Treffens des europäischen Umweltrats Ankaufverträge über Emissionsberechtigungen mit Bulgarien, Ungarn und Tschechien unterzeichnet. weiterlesen…

Nanostrukturen verhalfen mehrfach zum Weltrekord

Tandemsolarzellen mit Perowskit

Ende 2021 hatten drei Teams am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen mit einem Wirkungsgrad von knapp 30 Prozent vorgestellt. Dieser Wert hielt acht Monate lang den Weltrekord, eine sehr lange Zeit für dieses heiß umkämpfte Forschungsfeld. In Nature Nanotechnology beschreiben die Beteiligten nun (24.10.2022) open access, wie sie mit nanooptischen Strukturierungen und Reflexionsbeschichtungen diesen Rekordwert erreicht haben. (Bild: Rasterelektronen-Mikroskopie von Perowskit-Silizium-Tandemzellen im Querschnitt – Aufnahme © P. Tockhorn, HZB) weiterlesen…

Methanemissionen bleiben großes Problem

…auch für Biogas

Biomethan und Biogas werden zunehmend als Alternative zu fossilem Gas genutzt. Ihre Produktion und Verteilung kann jedoch nach wie vor zu klimaschädlichen Methan (CH4)-Emissionen führen, deren Ausmaß unklar bleibt. Eine Untersuchung des Imperial College London kommt zu dem Ergebnis, dass die Emissionen entlang der Lieferkette zwar klimafreundlicher sind, aber bis zu doppelt so viel Methan freisetzen wie bisher angenommen, schrieb Lisa Tostado am 08.09.2022 im Heinrich-Böll-Portal energytransition.org. weiterlesen…

CO2-Kompensationen „bei weitem“ nicht ausreichend

Untersuchung: Mitunter gar falsche Behauptungen

Ein Bericht des Öko-Instituts im Auftrag von Carbon Market Watch zeigt, dass die Entschädigungen für die Umweltverschmutzung bei weitem nicht ausreichen. Die Untersuchungen haben ergeben, dass es den Klimaschutzmaßnahmen der acht größten europäischen Fluggesellschaften an Transparenz und Integrität mangelt, wobei einige Fluggesellschaften sogar die falsche Behauptung aufstellen, dass Kunden klimaneutral fliegen könnten. In der Untersuchung wurden die Maßnahmen oder Investitionen analysiert, die acht große europäische Fluggesellschaften außerhalb ihrer Wertschöpfungsketten tätigen. weiterlesen…

Weltweite CO2-Emissionen nehmen nur um 1 Prozent zu

Anstieg entgegen den Erwartungen 2022 nur um einen Bruchteil von 2022

„CO2-Emissionen: Ist der Gipfel erreicht?“ fragte die Frankfurter Rundschau etwas vorschnell bereits am 10.02.2020. Und heute? „Trotz der Besorgnis über die Auswirkungen der aktuellen Energiekrise werden die weltweiten CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe“ laut einer Analyse der Internationale Energieagentur „in diesem Jahr voraussichtlich um knapp 1 % zunehmen und damit nur einen Bruchteil des Anstiegs vom vergangenen Jahr ausmachen, da ein starker Ausbau der erneuerbaren Energien und der Elektrofahrzeuge einen wesentlich stärkeren Anstieg verhindert“. weiterlesen…

Schwimmende Barriere zum Schutz der Meere

Industriedesigner der Bergischen Uni gewinnt James Dyson Award 

Schwimmende Einkaufstüten und Dosen im Meer, Tiere, die sich im Plastik verfangen. Diese Bilder kennt jeder. Trashboom ist eine schwimmende Barriere, die Plastikmüll in Flüssen stoppt und verhindert, dass er in die Ozeane gelangt. Entwickelt hat diesen Mechanismus der Industrie- und Grafikdesigner Moritz Schulz von der Bergischen Universität Wuppertal. Mit seiner Erfindung hat er jetzt den James Dyson Award 2022 in Deutschland gewonnen. (Foto: Das Projekt Trashboom dient dem Schutz der Meere – © Plastic Fischer) weiterlesen…