Viskos und elastisch: Gletscher verhalten sich „fester“ als gedacht

AWI-Forscher zeigen: Elastische Verformung spielt viel wichtigere Rolle als bislang bekannt

Schmelzende Gletscher tragen erheblich zum globalen Meeresspiegelanstieg bei. Um diesen möglichst exakt vorhersagen zu können, müssen alle relevanten Prozesse in den großen Gletschern der Welt in Computermodellen realitätsnah nachgebildet werden. In den meisten Simulationen wird das Eis dabei ausschließlich als fließender Körper betrachtet. Wie eine Modellierungsstudie unter Leitung des Alfred-Wegener-Instituts nun nachweist, wurden dabei die Festkörpereigenschaften des Eises zu stark vernachlässigt. So konnten die Forschenden am Beispiel eines Gletschers an der Küste Grönlands zeigen, dass etwa die Gezeiten des Meeres das Eis noch in mehreren Kilometern Entfernung landeinwärts elastisch verformen. Die Untersuchung ist in Nature Communications: Earth & Environment open access erschienen. weiterlesen…

EU muss bei RED III nachlegen

Ökostromversorger fordern mehr Ehrgeiz bei Novelle der europäischen EE-Richtlinie

Damit die EU ihr selbstgestecktes Ziel einer Klimaneutralität bis spätestens 2050 tatsächlich erreichen kann, muss die EU-Kommission ihren aktuellen Entwurf der Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED IIII, topagrar.com/eu-plant-mit-der-red-iii-einschraenkungen-bei-der-bioenergie) deutlich nachbessern. Das fordern die Ökostromanbieter Naturstrom AG, Green Planet Energy eG und EWS Elektrizitätswerke Schönau in einer gemeinsamen Stellungnahme. Drei Punkte werden hervorgehoben. weiterlesen…

Biodiversität als Chance. Handeln. Jetzt.

„Konferenz der Arten III“ will Artensterben stoppen

Am 21.11.2021 endete im Bonner Museum König die zweitätgige digitale „Konferenz der Arten III“ im Rahmen der „Bonner Thementage der Biodiversität“ mit einem großen Anliegen der mehr als 300 Teilnehmenden: Es sei jetzt nötig, zu handeln, um die abstürzende Kurve des Biodiversitätsverlustes wieder nach oben zu biegen – und zwar auf allen Ebenen. Im Privaten, an den Schule, in der Politik und in der Verwaltung. Es ist dringend notwendig, aktiv zu werden und das Artensterben zu stoppen. Die Energiewende darf nicht auf Kosten der Biodiversität gehen und die Klimakrise kann nicht ohne die Biodiversitätskrise gedacht werden. Mit mehr Vernetzung und mehr Austausch durch gemeinsames Handeln können nachhaltige Lösungen entstehen, die die Welt lebenswerter machen. weiterlesen…

Fossilfreie Handelsschifffahrt

Pioniere nachhaltigen Verkehrs pro Klimaschutz

Eine (nach eigenen Angaben) „bahnbrechende Partnerschaft“ von 18 Unternehmen aus der ganzen Welt schließt sich dem Nachhaltigkeits-Carreer GoodShipping an, um durch klimaneutrales Bunkern 4.000 Tonnen CO2 auf mehreren Schiffsreisen zwischen Rotterdam und Großbritannien zu reduzieren. Im Rahmen des COP26-Klimagipfels hat die Initiative für nachhaltige Fracht eine neue Partnerschaft angekündigt, welche die Emissionen der Schifffahrt erheblich reduzieren soll. Am 10.11.2021 haben diese Frachteigner und andere Partner die erste einer Reihe von Bunkerungen mit nachhaltigem Biokraftstoff für die Schifffahrt im Rahmen dieser Dekarbonisierungskampagne im Zusammenhang mit der COP26 abgeschlossen, die rund 4.000 Tonnen emittiertes CO2 reduzieren wird. weiterlesen…

Pkw-Bestand entscheidet über Einhaltung der Klimagrenze

FVV mit sechs Thesen zur Klimaneutralität des europäischen Verkehrssektors – dringend E-Fuels einführen

Strom, Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe: Welche Energieträger im Straßenverkehr der Zukunft eingesetzt werden sollen, ist eine viel diskutierte Frage. Eine am 11.11.2021 veröffentlichte Untersuchung der Forschungsvereinigung Verbrennungskraft­maschinen e.V. (FVV) zeigt nun: Wie schnell der Verkehr in Europa klimaneutral wird, hängt nicht entscheidend vom Antrieb ab, sondern davon, wie rasch klimaneutrale Energieträger für nachhaltige Mobilität zur Verfügung stehen. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Breakthrough: „Nach Glasgow ist es Zeit für einen Realitätscheck des Klimas.“

Nationales Zentrum für die Wiederherstellung des Klimas zu COP26

Das Breakthrough National Centre for Climate Restoration übt in seinem Klima-Realitäts-Check, Ausgabe 2021, scharfe Kritik an den Beschlüssen der COP26 von Glasgow. Breakthrough, eine 2014 gegründete unabhängige Denkfabrik mit Sitz in Melbourne, Australien, beschreibt auf seiner Website seinen Auftrag als die Entwicklung und Förderung von Strategien, Innovationen und Analysen, die erforderlich sind, um das Klima wieder in einen sicheren Zustand zu versetzen. Die in Glasgow gemachten Zusagen würden den 1,5° C-Anstieg nicht aufrechterhalten oder gar den 2° C-Anstieg verhindern. Das Maß an Klimaschutzmaßnahmen, das erforderlich sei, um den Temperaturanstieg auf 1,5° C zu begrenzen, geschweige denn ein sicheres Klimaziel zu erreichen, übersteige bei weitem die bei der COP26 gemachten Zusagen, weil sie noch für viele weitere Jahrzehnte eine Rolle von Kohle, Öl und Gas vorsähen. weiterlesen…

EU-Projekt für vollständiges PV-Recycling

Kreislauf von Solarmodulen

Ein europäisches Konsortium hat einen Plan für eine emissionsarme Pilotanlage zur Rückgewinnung von kritischen und wertvollen Metallen wie Silizium, Indium, Gallium und Silber aus Solarmodulen entwickelt, schrieb Emiliano Bellini am 17.11.2021 auf pv magazine. Die Anlage soll dazu dienen, neue Materialien und neue Produkte in den Produktionskreislauf zurückzuführen. Das soll das EU-Projekt PHOTORAMA (PHOtovoltaic waste management – advanced Technologies for recOvery & recycling of secondary RAw MAterials from end of life modules), das im Rahmen des Programms Horizon2020 mit 8,4 Mio. EUR finanziert wird und an dem 13 Forschungsinstitute und Unternehmen beteiligt sind. weiterlesen…

Gas geben bei der Energiewende senkt Klimarisiken

Empa beschreibt „besten Weg“

Die Weltklimakonferenz in Glasgow hat keine Antwort auf die Frage gefunden, ob die Erderwärmung noch auf 1,5°C begrenzt werden kann. In einer Modellrechnung zeigen Harald Desing und Rolf Widmer, Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa), auf, wie die Energiewende mit den geringstmöglichen kumulierten Emissionen gelingen könnte: Statt die Emissionen langsam zurückzufahren, sollten wir den Umbau auf Solarenergie rasch vorantreiben und dafür die fossilen Kraftwerke ein letztes Mal voll auslasten, schreibt Rainer Klose auf der Empa-Webseite. weiterlesen…

The Conversation: Stimmen zu COP26

Experten reagieren auf den UN-Klimagipfel

Das Open-Access-Magazin The Conversation hat Experten aus der ganzen Welt nach ihren Reaktionen auf die Ergebnisse des diesjährigen UN-Klimagipfels COP26 gefragt, einschließlich des Klimapakts von Glasgow, auf den sich die 197 teilnehmenden Länder geeinigt haben. Hier ist, was sie über die getroffenen Vereinbarungen zu sagen hatten. (Foto: COP26-Plenum Schlusssitzung – © UNFCCC-Team_Kiara Worth, unfccc.int, CC BY-NC-SA 2.0) weiterlesen…

Neues Konzept für effizienteren Kohleausstieg

Mehr Tempo, konkrete Abschalttermine und klare Preissignale steigern Klimaschutzwirkung

Im Kontext der Koalitionsverhandlungen über das Ende der Kohleverstromung legt der Ökoenergieanbieter Green Planet Energy konkrete Vorschläge für einen klimawirksameren Kohleausstieg vor. Danach muss die künftige Koalition ein deutlich früheres Ausstiegsdatum (bis spätestens 2030) sowie eine auf Klimaschutzwirkung hin optimierte Abschaltreihenfolge der Kohlekraftwerke festlegen. Zudem sei ein wirkungsvoller nationaler CO2-Mindestpreis dringend erforderlich. „Ein verbindliches Enddatum und klare Preissignale wegen der hohen CO2-Emissionen aus der Kohleverbrennung schaffen Planungssicherheit für Investitionen in den nötigen Erneuerbaren-Zubau“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy. „Zugleich ist höheres Tempo beim Kohleausstieg eine sehr effiziente Klimaschutzmaßnahme.“ weiterlesen…