In Wunsiedel entsteht eine der größten CO2-freien Wasserstoffproduktionen

Offizieller Spatenstich für grüne Wasserstofferzeugung von Siemens

Ministerpräsident Markus Söder gab das Startsignal für ein H2-Leuchtturmprojekt in Deutschland: Mit 8,75 Megawatt elektrischer Leistung entsteht in Wunsiedel eine der größten CO2-freien deutschen Wasserstofferzeugungsanlagen. Die Inbetriebnahme erfolgt im Sommer 2022 mit einer jährlichen Erzeugung bis 1.350 Tonnen Wasserstoff und CO2-Einsparungen bis 13.500 Tonnen. Die Investitionen tragen Siemens Financial Services, Rießner Gase GmbH und SWW Wunsiedel GmbH als Betreibergesellschaft WUN H2. WUN H2 soll den Raum Nordbayern, Thüringen und denangrenzenden Bereich in Tschechien mit Wasserstoff versorgen. (Grafik: Visualisierung der Wasserstoff-Produktion WUN H2 – © press.siemens.com) weiterlesen…

Starkregen und Hitze – neue Details zum Klimawandel

Mögliche Klimaänderungen auf Landkreisebene – neuer Klimaservice im GERICS

Die globale Erderwärmung schreitet voran. Längst ist die 1-Grad-Marke überschritten. Die Folgen sind auch in Deutschland spürbar: Die Zahl der Hitzetage etwa nimmt zu, Extremwetterereignisse werden häufiger. Doch wie sieht es konkret bis zum Ende des Jahrhunderts aus? Forschende des Climate Service Center Germany (GERICS), einer Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Hereon, haben hierzu „Klimaausblicke“ für Regionen und Landkreise entwickelt. Damit stellen sie mögliche Klimaänderungen für die kommenden Jahrzehnte anhand von 17 Kennwerten bereit. weiterlesen…

Welche Trends wir umkehren müssen, um die Erderhitzung zu stoppen

Signifikanter Fortschritt nicht in Sicht

Frachtdienste, Wohnfläche, Fleischkonsum: Eine am 29.06.2021 in den Environmental Research Letters (open access) publizierte, vom Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) geführte Untersuchung beschreibt so umfassend und präzise wie nie zuvor die zahlreichen Treiber der Klimagas-Emissionen. Die Quintessenz der in dieser Form beispiellosen Bestandsaufnahme: Auch wenn die Corona-Pandemie beim weltweiten Treibhausgas-Ausstoß zu einer „Delle“ führt: Er wird in den nächsten Jahren hoch bleiben, die Triebkräfte sind intakt und in einigen Sektoren und Regionen erschreckend stark. Trotz aller bisherigen politischen Ankündigungen ist signifikanter Fortschritt noch nicht in Sicht. weiterlesen…

Bauernverband fordert mehr Klimaschutz

Weniger Fleisch essen

„Selbst der Bauernverband stimmt nun Klimaschützern zu. Das zeigt der Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft“, schreibt die Berliner taz über den Abschlussbericht, den 30 große Verbände der Landwirte, Händler, Hersteller, Verbraucher, Natur- und Tierschützer sowie führende Wissenschaftler nun unterzeichnet und Bundeskanzlerin Merkel übergeben haben. Die Zukunftskommission Landwirtschaft, an der auch der Bauernverband beteiligt war, hat wichtige Forderungen von Umwelt- und TierschützerInnen übernommen. Das von der Bundesregierung eingesetzte ExpertInnengremium empfiehlt aus Klimaschutzgründen zum Beispiel, dass „der Konsum und damit einhergehend die Produktion tierischer Produkte zurückgehen“. weiterlesen…

WBGU: Über Klimaneutralität hinausdenken

Langfriststrategien für globale Klimastabilisierung notwendig

Anlässlich der 26. Vertragsstaatenkonferenz der UN-Klimarahmenkonvention in Glasgow (COP26) im November 2021 hat der WBGU am 06.07.2021 das Politikpapier „Über Klimaneutralität hinausdenken“ an Bundesforschungsministerin Anja Karliczek und Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth übergeben. Darin empfiehlt der WBGU, nationale Langfriststrategien zu einem Hauptthema der Glasgower Klimakonferenz zu machen, um der aktuellen Klimapolitik Orientierung zu bieten. Bislang sind die Staaten nur dazu verpflichtet, kurzfristige „national festgelegte Beiträge“ (NDCs) zum Klimaschutz vorzulegen. Diese müssen deutlich ambitionierter werden und schon heute einen Pfad einschlagen, mit dem die Ziele des Pariser Übereinkommens erreicht werden können. (Grafik: COP26 – Logo – © ukcop26.org (Open Government Licence (OGL)) weiterlesen…

Integration der CO2-Entfernung in das EU-ETS

Lesehinweis auf Policy and Practice Reviews-Artikel

In einem der zentralen Szenarien zur Erreichung eines EU-weiten Netto-Null-Treibhausgas (THG)-Emissionsziels bis 2050 wird die Emissionsobergrenze im Emissionshandelssystem der Europäischen Union (EU-ETS) netto negativ. Trotz dieses ehrgeizigen Ziels gibt es bis heute keinen Mechanismus, der die Aufnahme von CO2-Entfernungsgutschriften (CRCs) in das EU-ETS ermöglicht. Eine Änderung der EU-ETS-Gesetzgebung ist erforderlich, um die Voraussetzungen für eine netto-negative Obergrenze zu schaffen, fordert ein ausführlicher Artikel auf Frontiers in Climate – Negative Emissions Technologies. weiterlesen…

Regierung unterstützt CCS-Entwicklung

Aber Beitrag zu CO2-Minderungszielen nicht quantifiziert

Die Bundesregierung hat mit dem Klimaschutzprogramm 2030 das Förderprogramm „CO2-Vermeidung und -Nutzung in Grundstoffindustrien“ angekündigt, mit dem die Entwicklung von Technologien zur CO2-Abscheidung und -Speicherung (Carbon Capture and Storage, CCS) für anderweitig nicht vermeidbare prozessbedingte Emissionen unterstützt werden soll. Dem Förderprogramm stehen bis 2025 circa 585 Millionen Euro zur Verfügung, schreibt die Bundesregierung laut dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag in der Antwort (19/3077724) auf eine Kleine Anfrage (19/30054) der FDP-Fraktion. Der Beitrag, den die CCS-Technologie zu den CO2-Minderungszielen leisten soll, sei nicht quantifiziert. weiterlesen…

Klimakrise in vollem Gange

Hitze und Trockenheit schaden der Gesundheit der Menschen in USA und Kanada

Der Klimawandel hat im Westen der USA und Kanada bereits fatale Auswirkungen. Zuerst war vor allem Kalifornien betroffen, inzwischen hat die Hitzewelle weite Teile des Westens im Griff. Es drohen Waldbrände, Ernteausfälle und weitere Hitzetote, wie Manuel Först am 30.06.2021 im Portal für Erneuerbare Energien und die bürgernahe Energiewende – energiezukunft – schrieb. weiterlesen…

Europas größter PEM-Elektrolyseur in Betrieb

1300 Tonnen grünen Wasserstoff: 10-MW-Elektrolyseur gestartet und 100-MW-Projekt in der Planung

Mit einer Leistung von 10 MW ist sie Europas größte PEM-Wasserstoff-Elektrolyse zur Herstellung von grünem Wasserstoff: Die REFHYNE steht im Shell Energy and Chemicals Park Rheinland in Wesseling und hat den Betrieb aufgenommen, wie Nicole Weinhold am 04.07.2021 für das Portal erneuerbare energien schreibt. (Grafik: Von erneuerbarem Strom zu grünem Wasserstoff – © Shell Deutschland GmbH) weiterlesen…

Jetzt Weichen für nachhaltige Prozesswärmeversorgung stellen

Klimaneutrale Industrie: Strategie für die industrielle Wärmewende

Ob Schmelzen, Schmieden, Brennen oder Trocknen – die Herstellung wichtiger Grundstoffe wie Metall, Glas, Papier oder Zement erfordert hohe Temperaturen. Damit macht Prozesswärme rund zwei Drittel des Energiebedarfs der deutschen Industrie aus. Wie die Umstellung auf eine klimaneutrale Versorgung mit Blick auf die Klimaziele möglichst zeitnah gelingen kann, zeigt das am 29.06.2021 von der Landesinitiative IN4climate.NRW veröffentlichte Diskussionspapier „Industriewärme klimaneutral: Strategien und Voraussetzungen für die Transformation“. Inhaltlich unterstützt wird das Strategiepapier von 17 Unternehmen und Verbänden der energieintensiven Branchen sowie Forschungspartnern des Think Tanks aus NRW. weiterlesen…