Wasserstoffbasierte Industrie in Deutschland und Europa

BEE lehnt enervis-Studie „strikt ab“

Die vertiefte Dekarbonisierung der Gesellschaft und Industrie erfordert einen verstärkten Ausbau von erneuerbaren Energien (EE) und den Aufbau von Wasserstoff-Elektrolyseur-Kapaziäten. In letzter Zeit wurden sowohl auf europäischer als auch nationaler Ebene H2-Strategien vorgestellt: In Deutschland ist ein Zubau von fünf beziehungsweise zehn GW Elektrolyseur-Kapazitäten bis 2030 beziehungsweise 2040 vorgesehen. Eine von enervis im Auftrag der Stiftung Arbeit und Umwelt (der IG Bergbau, Chemie, Energie) erarbeitete Untersuchung soll einen Beitrag zur Debatte über den notwendigen H2-Ausbau darstellen, indem sie die Bedarfe, Ausbaupotenziale und EE- beziehungsweise H2-Kosten für die Industrie in Deutschland und Europa abwägt. Da aber der Strom für so genannten „bunten, strommarktbasierten Wasserstoff explizit auch Strom aus Gas, Kohle und Atom mit einschließt, lehnt der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) ein solches Vorgehen strikt ab“. (Titelblatt der EE-Studie Wasserstoff © arbeit-umwelt.de) weiterlesen…

EuGH verweigert Grundrechtsschutz für Betroffene der Klimakrise

Gericht sieht keine „exklusive“ Betroffenheit der Klageseite und weist Berufung ab

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die Klimaklage von zehn Familien aus der EU, Kenia und Fidschi sowie eines samischen Jugendverbands auf den Schutz ihrer durch die Klimakrise bedrohten Grundrechte heute ohne inhaltliche Prüfung als unzulässig abgewiesen. Die Klägerinnen und Kläger hatten eine ausreichend ambitionierte Verschärfung der Klimaziele für 2030 und ein wissenschaftsbasiertes Vorgehen dabei gefordert, da sie ihre Grundrechte durch die unzureichenden Klimaziele der EU bedroht sehen. Zu den Kläger:innen des People‘s Climate Case zählte auch Familie Recktenwald von der ostfriesischen Insel Langeoog. weiterlesen…

Auch Niedersachsen will PV-Pflicht einführen

Ab 2022 auf großen Gewerbeneubauten – Bremen schon seit Mitte 2020 bei allen Neubauten

Künftig sollen auf allen größeren Dächern neuer Gewerbebauten Photovoltaikanlagen installiert werden. Dafür soll die Landesbauordnung geändert werden. Die Landesregierung hatte am 23.03.2021 dem entsprechenden zugestimmt. Das Kabinett in Hannover hat dem Gesetzentwurf zur Änderung der Niedersächsischen Bauordnung bereits zugestimmt. Der Entwurf befindet sich nun in der Verbandsanhörung. Für neue Wohngebäude ist zumindest eine „Vorsorgepflicht“ vorgesehen, welche die spätere Errichtung einer PV-Anlage ermöglicht. weiterlesen…

Agora Energiewende: Was nicht auf der Tagesordnung des EU-Gipfels steht

Mutige Entscheidungen für höhere Klimaziele 2030

Welche Rolle sollte die CO2-Bepreisung in der künftigen Klimapolitik spielen? Sind die Mitgliedsstaaten oder eine EU-weite Politik dafür verantwortlich, das 2030er-Klimaziel zu erreichen? Wohin fließen EU-Hilfen? Eine Untersuchung von Agora Energiewende zeigt Handlungsoptionen rund um das EU-Klimapaket „Fit for 55“ auf, die eigentlich auf dem EU-Ratstreffen am 25.03.2021 hätten diskutiert werden sollen. Entgegen der Ankündigung von Dezember 2020 steht die Diskussion über grundlegende politische Entscheidungen zur EU-Klimapolitik nicht auf der Tagesordnung des EU-Ratstreffens. weiterlesen…

„Klimaschutz stärken, Datenschätze heben, Wertschöpfung erhalten“

5. Sitzung der Konzertierten Aktion Mobilität

Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg sind keine Gegensätze; um beides zu erreichen, braucht es aber einen ganzheitlichen Ansatz – so der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert am 23.03.2021. Anlass war das 5. Spitzengespräch der Konzertierten Aktion Mobilität, zu dem die Bundesregierung Vertreter der Koalition, Ministerpräsidenten aus ausgewählten Bundesländern, Vertreter der Automobilwirtschaft, der Arbeitnehmer, der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) sowie der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech eingeladen hatte. weiterlesen…

PIK-Potsdam zum Zustand unseres Planeten

„Dieses Jahrzehnt muss die Trendwende zu weniger Emissionen und Biodiversitätsverlust bringen“

Die Menschheit ist heute die treibende Kraft auf unserer Erde – und menschliches Handeln bedroht die Widerstandsfähigkeit und Stabilität ihrer Biosphäre, dieses hauchdünnen Schleiers um die Erde, in dem das Leben gedeiht. Dies hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung von Zivilisationen, erklärt eine internationale Gruppe von Forschenden im Zuge eines Berichtes von Wissenschaftlern des PIK-Potsdam, der am 22.03.2021 für den ersten Nobelpreis-Gipfel veröffentlicht wurde. Der von 26. bis 28. April 2021 stattfindende digitale Gipfel wird den Zustand des Planeten im Zuge der COVID-19-Pandemie thematisieren. (Foto: Heutzutage machen wilde Tiere – wie hier afrikanische Buschelefanten – nur noch 4% der Säugetierpopulation der Erde aus. – Foto © kolibri5 auf Pixabay) weiterlesen…

Pandemie beeinträchtigt Energiewende

Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern vertieft

Die Covid-19-Krise vertieft die Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern der Energiewende. In einer neuen Publikation geben IASS-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen einen Überblick über die globalen Auswirkungen der Pandemie auf den Energiesektor. Ihre Ergebnisse zeigen: Länder mit mittlerem und niedrigem Einkommen brauchen mehr Unterstützung beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern. weiterlesen…

Medizinische Fachverbände und Patienten fordern strengere EU-Luft-Grenzwerte

DGIM, DGAM und KLUG schrieben Brief an EU-Parlamentarier

Ende März stimmt das EU-Parlament über die Umsetzung der EU-Luftqualitätsrichtlinien (2004/107/EG und 2008/50/EG) ab. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Luftverschmutzung weit schädlicher für die Gesundheit ist als bisher angenommen. Der Umweltausschuss des EU-Parlamentes hat sich deshalb für strengere Luftqualitätsstandards und deren Angleichung an die strengeren WHO-Grenzwerte ausgesprochen. Die bestehenden Grenzwerte müssten strikt eingehalten und weitere gesundheitsrelevante Luftschadstoffe (Ultrafeinstaub, Ruß, Quecksilber, Ammoniak) in die Regulierung einbezogen werden. Eine Medienmitteilung der der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) (Foto: Luftverschmutzung in Mainz © Franziska Vogt für Solarify). weiterlesen…

CO2-Bepreisung von Kunststoffen?

Vorschlag des VDMA

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) setzt sich für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft für Kunststoffprodukte ein. Voraussetzung dafür sind ihre Rezyklierbarkeit nach Gebrauch und die Wiederverwendbarkeit in neuen Produkten. Entscheidend für das Gelingen der Kreislaufwirtschaft ist ein funktionierender Markt für den Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten. Das betrifft sowohl die Menge, die Qualität als auch das Preisgefüge. Deshalb spricht sich der VDMA auch für produktspezifische Einsatzquoten für Rezyklate aus. weiterlesen…

Anthropogene Dürren in Europa

27.080 Holzstücke aus mehr als zweitausend Jahren untersucht

„Unsere Rekonstruktion zeigt, dass die Abfolge der jüngsten europäischen Sommerdürren seit 2015 n. Chr. in den letzten 2.110 Jahren beispiellos ist“, schreibt ein internationales Forscherteam in Nature Geoscience. „Chemische Fingerabdrücke von europäischen Eichen“ aus mehr als zweitausend Jahren belegen, besonders aber die untersuchten Baumproben von 2015 bis 2018, belegen eindeutig, „dass die Trockenheit in den vergangenen Sommern alle anderen Schwankungen übertrifft“. weiterlesen…