10 Jahre Fukushima-GAU – Appelle und Fakten zum Atomausstieg

Einfach nicht wirtschaftlich – Renaissance der Atomenergie ausgeblieben

Am 10. Jahrestag des Fukushima-Gaus gedenken viele Medien des erschreckenden Ereignisses, das in Deutschland zum Atomausstieg geführt hat. Nahezu sämtliche einschlägige NGO melden sich einer Medienmitteilung des BUND zufolge am 10.03.2021 mit der Erklärung eines breiten Bündnisses zu Wort, in der sie fordern: „Konsequente Energiewende statt Atomkraft!“ Deutschland müsse endlich vollständig aus der Atomenergie aussteigen (inklusive der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und der Reaktorforschung). Außerdem müsse die EU-weite Förderung der Atomkraft durch EURATOM beendet werden. Eine Initiative weist darauf hin, dass die oft angekündigte Wiederbelebung der Kernkraft bislang ausgeblieben sei. weiterlesen…

Sicherheitenrahmen der Europäischen Zentralbank klimaschädlich

EZB immer noch zurückhaltend bis ignorant bei Klimaschutz-Kriterien

Die Europäische Zentralbank akzeptiert Anleihen von fossilen Energieunternehmen und stuft klimafreundlichere Sektoren als riskanter ein – immer noch. Sie akzeptiert von Kreditinstituten übermäßig viele eigentlich klimaschädliche Sicherheiten, so die am 10.03.2021 veröffentlichte Studie “Greening the Eurosystem Collateral Framework” von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich. Während Frankreichs Notenbank für Klimakriterien plädiert, bleibt die Bundesbank verhalten. Unabhängig von der Geldpolitik soll es in der Eurozone eine Klimaberichterstattung der Zentralbanken geben. (Foto: Protestflug am EZB-Gebäude in Frankfurt am 10.03.2021 – © Bernd Hartung, Greenpeace) weiterlesen…

Elektromobilität nimmt Fahrt auf

Deutschland rückt bei Neuzulassungen auf Platz 2 vor – Deutsche Hersteller holen auf

Im Jahr 2020 ist der weltweite Bestand an Elektroautos auf 10,9 Millionen gestiegen – ein Plus von mehr als drei Millionen gegenüber dem Vorjahr. China liegt mit gut fünf Millionen E-Autos im Bestand weiter unangefochten auf Platz eins, gefolgt von den USA mit 1,77 Millionen. Deutschland hat sich mit fast 570.000 Fahrzeugen um drei Plätze auf Rang drei vorgearbeitet. Bei den Pkw-Neuzulassungen liegt Deutschland nun sogar auf Platz zwei weltweit. Die neuen Zahlen stammen aus einer aktuellen Erhebung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). weiterlesen…

Corona-Effekt ist verpufft

CO2-Emissionen steigen wieder

Nach einem abrupten Rückgang Anfang 2020 sind die Kohlendioxidemissionen in den vergangenen Monaten wieder stark gestiegen. Der Corona-Effekt ist verpufft, die Auswirkungen fehlender internationaler Klimapolitik werden deutlich. Die IEA schlägt Alarm. Ein Bericht von Joschua Katz auf energiezukunft. weiterlesen…

Risiken von Wasserknappheit begrenzen

Bewässerungsmanagement für Bioenergie-Anbau entscheidend

Damit Wasser nicht noch knapper wird, als es ohnehin vielerorts ist, ist bei Biomasseplantagen nachhaltiges Wassermanagement nötig. Dies zeigt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Wenn der Anbau von Pflanzen für die Energiegewinnung in Kraftwerken mit unterirdischer Speicherung des CO2 aus den Abgasen kombiniert wird, gilt er oft als eine der Möglichkeiten, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Pariser Klimaziele zu erreichen. Doch Bioenergieplantagen großen Stils benötigen weltweit nicht nur viel Land, sondern auch erhebliche Mengen an Wasser – was im Widerspruch mit der Einhaltung der Planetaren Belastungsgrenzen stehen kann. weiterlesen…

LichtBlick fordert bundesweite Solarpflicht für Neubauten

Darum geht’s…

…wie der ÖkostromerzeugerLichtblick in einer Pressemeldung vom 08.03.2021 schreibt: „Auch wenn es nicht alle glauben: Deutschland ist ein Sonnenland. Gebietsweise scheint sie über 1.000 Stunden im Jahr. Das merken wir auch bei der Stromerzeugung. Die 2 Millionen PHotovoltaikanlagen (PV) lieferten im letzten Jahr gut 50 Milliarden Kilowattstunden Strom. Doch es könnten weit mehr sein. Allein auf unseren Dächern wäre Platz für fünfmal mehr Solarstromerzeugung“. weiterlesen…

CO2-Grenzsteuereinnahmen der EU könnten an ärmere Länder gehen

„Keine protektionistische Maßnahme“

Die Europäische Kommission plant, eine CO2-Grenzsteuer in ihren neuen Konjunkturplan aufzunehmen. Die Initiative irritiert Handelspartner wie China, Russland oder die USA irritieren. Brüssel weiß, dass die neue Abgabe Umweltziele verfolgen muss, aber auch mit den WTO-Regeln vereinbar ist. Der künftige Mechanismus für die Grenzsteuer müsse Teil der „neuen Eigenmittel“ für den EU-Haushalt sein, aber gleichzeitig auch zur „Bekämpfung der Erderwärmung“ in der ganzen Welt eingesetzt werden, forderte der Europaabgeordnete Yannick Jadot – wie EURACTIV Frankreich berichtet. weiterlesen…

„Klimaresilientes Europa aufbauen“

Neue EU-Strategie zur Anpassung an den Klimawandel

Am 24.02.2021 hat die Europäische Kommission ihre Mitteilung „Ein klimaresilientes Europa aufbauen – die neue EU-Strategie für die Anpassung an den Klimawandel“ veröffentlicht. die Strategie war in der Mitteilung über den europäischen Grünen Deal angekündigt worden. Die Kommission legt den Nachdruck mit dieser Strategie auf die Anpassung an diejenigen Folgen des Klimawandels, die sich nicht mehr abwenden lassen bzw. bereits eingetreten sind. Ziel der Strategie ist die Schaffung einer klimaresilienten Europäischen Union bis 2050 (Foto: Wochensitzung der EU-Kommission – © Etienne Ansotte, Europäische Union, 2021, P-048673~2F00-10, audiovisual.ec.europa.euCC BY-4.0). weiterlesen…

Lockdown(s) ohne großen Effekt

Längerfristige Entscheidungen maßgeblich

Obwohl Corona den Treibhausgas-Ausstoß kurzfristig deutlich zu senken geholfen hat, wird der Pandemie-Effekt auf den Klimawandel auf lange Frist verschwindend gering ausfallen. Zwei in Science Advances und Nature Climate Change publizierte Untersuchungen besagen, dass weder die Lockdowns inklusive heruntergefahrener Industrieproduktion noch der Rückgang der Flugreisen einen nachweisbaren Effekt auf das Klima haben werden. Wichtiger seien dagegen längerfristige Reaktionen der Staaten, wenn sie ihre Wirtschaften langsam wieder hochfahren. weiterlesen…

60-Prozent-Ziel als Wirtschaftsmotor

Weniger Treibhausgase

Die EU-Kommission will die Treibhausgase bis 2030 um 55 Prozent senken, das EU-Parlament fordert 60 Prozent. Eine neue Studie zeigt nun wie eine höhere Treibhausgaseinsparung möglich ist und welche Vorteile das nicht nur für das Klima hat, schreibt Manuel Först am 06.03.2021 auf energiezukunft. Für ambitionierteren Klimaschutze habe das EU-Parlament bereits im Oktober eine Reduktion der Treibhausgase um 60 Prozent bis 2030 im Vergleich zum Referenzwert 1990 gefordert. Dies sei mindestens nötig, damit die Europäische Union ihren Beitrag zur Einhaltung der Pariser Klimaziele leiste. weiterlesen…