93% der Entrepreneurs For Future wollen höheren CO2-Preis

Klimastudie der Wirtschaft

Auch beim Klimastreik am 19.03.2021 stand die innovative Wirtschaft wieder an der Seite der FridaysForFuture – so eine Medienmitteilung der Entrepreneurs For Future. Anlässlich des globalen Klimastreiks veröffentlichen diese eine neue Klimastudie, die zeigt: Klimaschutz steht bei den Unternehmen trotz Corona ganz oben auf der Agenda. Nur – dazu gehen die politischen Instrumente der Bundesregierung den meisten Unternehmen nicht weit genug. weiterlesen…

Stadtentwicklung: Smart, aber kaum nachhaltig

von Dieter Geissbühler – aus: Luzerner Zeitung – mit freundlicher Genehmigung des Autors

„Keine Straßen, dafür ausgeklügelte Röhrensysteme: So sieht die Stadt der Zukunft aus“, dies war der Titel eines Artikels über zwei neue sogenannte Smart-Citys im St.Galler Tagblatt vom 27.02.2021. Der Artikel beschäftigt sich fundiert mit bestehenden Großprojekten für stark technisierte, CO2-freie Städte der Zukunft – Planstädte, die von Grund auf neu gebaut werden. Die durchgeplante Stadt ist kein neues Phänomen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Beispiel wurde 50 Kilometer nördlich von London die erste Gartenstadt, Letchworth Garden City, gebaut. Doch selbst hier, wo eigentlich der Mensch ins Zentrum gestellt werden sollte, zeigte sich: Letztlich geht es bei Planstädten immer um eine Effizienzsteigerung städtischer Strukturen, die fast ausschließlich auf technologischen Fortschritt ausgerichtet ist. weiterlesen…

„Fridays for Future“: Kunstaktion und Bootsdemo fürs Klima

Die Proteste in Berlin und Brandenburg

Erstmals seit einem halben Jahr traten die Klimaschützer von „Fridays for Future“ am wieder in einen Klimastreik mit weltweiten Events: Mit 1.000 Aktionen in 50 Ländern – allein in Deutschland wurde in mehr als 200 Städten demonstriert – in Berlin und Brandenburg fanden unter dem Motto „#AlleFür1Komma5“ zahlreiche Aktionen zu Wasser und auf der Straße statt – zum siebten Mal. Die Teilnehmerzahlen waren aufgrund von Corona vielerorts beschränkt. Ausschnitte aus einem Bericht des Senders rbb am gleichen Tag. (Foto © Fridays for Future, mit frdl. Genehmigung) weiterlesen…

Auf neuen Wegen zu mehr Klimaschutz

Ordnungspolitischer Rahmen muss regulatorischen Flickenteppich überwinden helfen

Statt des bisherigen Flickenteppichs aus Förderprogrammen und Verboten braucht die Europäische Union ein zusätzliches Emissionshandelssystem, analysiert Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Mercator Institute on Global Commons and Climate Change in Berlin. Er leitet zudem das vom Bundesforschungsministerium finanzierte Ariadne-Projekt, das die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende erkundet. Sein Gastkommentar ist am 19.03.2021 im Handelsblatt erschienen. weiterlesen…

Gigantischer Irrtum: LCOE auf falscher Basis errechnet

Studie hält Stromgestehungskosten der Fossilen durchgehend für unterschätzt

Stromgestehungskosten (LCOE) zeigen die Preise von Kohle- oder Solarstrom über einen längeren Zeitraum an und werden als Grundlage für Energiekostenvergleiche genommen. Energie-Experte Hans-Josef Fell hat nun eine amerikanische Untersuchung („Das große Scheitern: Wie ungenaue Mainstream-LCOE-Schätzungen eine Billionen-Dollar-Blase in konventionellen Energieanlagen erzeugen“ gelesen, mit dem Ergebnis, dass die LCOE von Strom aus konventionellen Kraftwerken in den vergangenen zehn Jahren durchweg auf falscher Basis berechnet worden seien. weiterlesen…

Auf dem Weg zur klimaneutralen Gesellschaft

Nordisch-deutsche Gewerkschaftskooperation für den Gerechten Strukturwandel

Ein neues Projekt unter dem Titel „Auf dem Weg zur klimaneutralen Gesellschaft – Eine nordisch-deutsche Gewerkschaftskooperation für den gerechten Strukturwandel“ soll eine Kooperation zwischen dem Nordischen Gewerkschaftsrat (NFS), der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) starten. Insgesamt sind sechs Länderberichte über den Weg zu einem gerechten Strukturwandel von den teilnehmenden Ländern (Dänemark, Finnland, Deutschland, Island, Norwegen und Schweden) ausgearbeitet worden. (Foto: Nordische Gewerkschaftskooperation – die sechs Länder – © FES) weiterlesen…

Ein sozialverträglich ausgestalteter CO2-Preis als Wegbereiter für Klimaneutralität

von Brigitte Knopf – mit freundlicher Genehmigung

Klimaschutz als industriepolitische Chance: Das wird bei den Sozialdemokraten gerade als wichtiges Thema entdeckt. Und das ist auch gut so. Nur sollte man aufpassen, hier nicht auf Dauersubventionen zu setzen. Der Anschub beispielsweise für eine Wasserstoffwirtschaft muss finanziell unterstützt werden, keine Frage, aber das Ganze muss sich in eine breitere und langfristige Perspektive einbetten. Der Herausforderung der Klimaneutralität, die bis 2050 erreicht werden soll, werden wir nur begegnen können, wenn wir einen langfristig verlässlichen, sektorübergreifenden und kosteneffektiven Rahmen schaffen, der die Verteilungskonflikte der Klimapolitik auf einen handhabbaren Rahmen begrenzt. Ein sozialverträglich ausgestalteter CO2-Preis ist dafür eine entscheidende Voraussetzung. weiterlesen…

Berliner Konferenz bringt wichtigste Player der globalen Energiewende zusammen – und erntet scharfe Kritik

„Transatlantische Partnerschaft mit neuem Schwung zurück“ – Aufrüttelndes Statement: „Wir können keine Kohle essen und wir können kein Öl trinken“

Außenminister Heiko Maas, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, eröffneten am 16.03.2021 den 7. Berlin Energy Transition Dialogue (BETD). Unter dem Motto „Towards climate neutrality“ diskutieren Ministerinnen und Minister sowie hochrangige Delegationen aus mehr als 50 Ländern virtuell mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft über Strategien für den intelligenten Umbau der Energiesysteme weltweit, um die Energiewende weiter entschlossen auf den Weg zu bringen. Eine ugandische Klimaaktivistin überraschte mit Statement im Greta-Stil. weiterlesen…

Treibhausgasausstoß sank 2020 um 8,7 % – ein Drittel davon Corona-geschuldet

40,8 Prozent Rückgang seit 1990 – positiver Trend der Vorjahre setzt sich fort

In Deutschland wurden 2020 rund 739 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt – das sind rund 70 Mio. t oder 8,7 Prozent weniger als 2019. Das geht laute einer gemeinsamen Pressemitteilung von Umweltbundesamt (UBA) und Bundesumweltministerium (BMU) aus den UBA-Emissionsdaten hervor, die erstmals nach den Vorgaben des Bundesklimaschutzgesetzes vorgelegt wurden. Die Minderung 2020 ist der größte jährliche Rückgang seit dem Jahr der deutschen Einheit 1990. weiterlesen…

Stimmen zu sinkenden THG-Emissionen

Zusatzmaßnahmen noch 2021 gefordert – vor allem bei Gebäudesanierung

Die Veröffentlichung der Klimabilanz 2020 durch Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium am 16.03.2021 hat, wie zu erwarten war, ein gemischtes Echo hervorgerufen. Während 29 CDU-Bundestagsabgeordnete in einem gemeinsamen Papier mit dem Titel „Politik für eine grüne Null“ ein Ende der Subventionen auf Diesel und Kerosin sowie eine Erhöhung des CO2-Preises forderten, verlangten die Grünen im Bundestag und die Umweltschutzorganisation Greenpeace den massiven Ausbau von Ökostrom, eine klimaneutrale Industrie und mehr E-Autos. Solarify dokumentiert Stimmen von Verbänden und NGO zur Bilanz. weiterlesen…