Heiße Elektronen schicken CO2 „zurück“ in die Zukunft

Direkte CO2-Hydrierung: Katalysator-Nanopartikel wandeln Kohlendioxid mit Licht in Methan um

Forscher der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) haben einen effizienten Katalysator entwickelt, der mittels Lichtenergie Kohlendioxid und Wasserstoff in Methan umwandelt, was der CO2-Emission bei der Verbrennung von Methan entgegenwirkt. Die Forschungsergebnisse haben sie in Advanced Functional Materials publiziert – Titel: „Efficient visible-light driven photothermal conversion of CO2 to methane by nickel nanoparticles supported on barium titanate“. weiterlesen…

VW, Daimler und BMW schönen Beitrag zum Klimaschutz

Greenpeace-Analyse: Die drei großen deutschen Autobauer haben CO2-Ausstoß seit 2006 viel zu wenig gesenkt

Eine Greenpeace-Analyse europäischer Zulassungszahlen zeigt: Abzüglich aller Schlupflöcher senkte Daimler den CO2-Ausstoß seiner Neuwagen in den vergangenen 14 Jahren lediglich um 9 Prozent, Volkswagen nur um 15 Prozent und BMW um 18 Prozent (act.gp/3exNVzZ). Durch Schlupflöcher und Rechentricks können die Hersteller sich auf dem Papier ein Vielfaches der CO2-Ersparnis gutschreiben, die ihre Autos auf der Straße erreichen. Das ist das Ergebnis der am 12.03.2021 vorgestellten Greenpeace-Analyse. weiterlesen…

Plastikschmutzfinken am Pranger

Fluch und Segen zugleich – Kunststoffverschmutzung

Der kürzlich erschienene achte DIRTY PROFITS Report widmet sich dem Thema „Plastikprofite von Banken und Konzernen und ihre Folgen für die Umwelt“. In der durch die Friedrich-Ebert-Stiftung mitgeförderte Ausgabe hat Herausgeberin Facing Finance die finanziellen Beteiligungen europäischer Banken an internationalen Konzernen untersucht, die an der globalen Plastikverschmutzung maßgeblichen Anteil haben. (Titel: Dirty Profits 8 – © facing-finance.org) weiterlesen…

Gegen das Spiel mit gezinkten Karten

Handbuch Klimaschutz – gelesen von Walter Tauber

Mit Statistiken kann man jede und jeden erschlagen. Das geht ganz einfach: Wähle einen Standpunkt, suche dazu passende Fakten und blende alles andere sorgsam aus. Tabellen und Grafiken werden Diskussionspartner, die sich nicht oder ungenügend vorbereitet haben, geschwind zum Schweigen bringen. Ob im Familienkreis, am Stammtisch oder im Rat der Gemeinde, sorgsam ausgewählte Fakten und ein selbstsicheres, ja forsches Auftreten plätten jeglichen Widerspruch. Wer hat das nicht schon erlebt? Wen haben noch nie Zweifel befallen am eigenen Standpunkt? Und wer hat Zeit und Energie, um dann immer wieder neu zu recherchieren? weiterlesen…

Auch im Ländle bald PV-Pflicht für Neubauten

Rückenwind von CDU für Politik des Umweltministeriums

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Die Grünen) freut sich über die Unterstützung für sein Vorhaben, landesweit eine Pflicht für Photovoltaik-Anlagen bei Neubauten einzuführen. „Es ist gut zu wissen, dass wir die CDU bei diesem Plan an unserer Seite haben“, sagte Untersteller. Die grün-schwarze Regierungskoalition in Baden-Württemberg hat sich im Jahr 2020 auf eine Solaranlagen-Pflicht im Land geeinigt. Im Rahmen der Novelle des Klimaschutzgesetzes wurde beschlossen, dass die Solaranlagen-Pflicht für alle Nicht-Wohngebäude im Jahr 2022 in Kraft tritt. weiterlesen…

Wichtiger als Förderung: Regulatorischer Rahmen

DIW über Chancen des Green Deal für Industrie

Der Europäische Green Deal biete Chancen für regulierende Investitionen in die emissionsintensive Grundstoffindustrie, aber ein klarer politischer Rahmen müsse sicherstellen, dass Investitionen auch wirtschaftlich sind und angestoßen werden. Dazu seien die Einführung wirksamer CO2-Preise, von CO2-Differenzverträgen und eine Reform des EU-Emissionshandels unerlässlich, so das DIW-Berlin am 11.03.2021. Erwogen werden sollte ein Verkaufsverbot CO2-intensiv hergestellter Grundstoffe wie Stahl, Zement oder Plastik. weiterlesen…

EU-CO2-Grenzsteuer kommt

EU-Parlament: CO2-Abgabe auf bestimmte EU-Importe für ehrgeizigere Klimaschutzziele weltweit

Mit einer CO2-Abgabe auf bestimmte Importe aus wenig klimafreundlichen Staaten sollen ehrgeizigere globale Klimaschutzziele erreicht und die Verlagerung von CO2-Emissionen verhindert werden. Am 10.03.2021 verabschiedete das EU-Parlament mit 444 Stimmen bei 70 Nein-Stimmen und 181 Enthaltungen eine Entschließung zu einem WTO-konformen EU-CO2-Grenzausgleichssystem. weiterlesen…

Der Standard: „Kann Atomenergie das Klima retten?“

Dennoch Hoffen auf Minireaktoren

Der Wiener Standard fragte am 10.03.2021 rhetorisch, ob Kernenergie das Klima „retten“ könne, und beantwortete die Frage gleich selbst: „Es sieht nicht danach aus.“ Andreas Schnauder glaubte allerdings in seinem Text, „CO2-freie Atomenergie könnte einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, aber er schätze die „Realität vorerst anders“ ein. Nur „vorerst“, denn Atomkraft-Anhänger setzten ihre Hoffnungen auf Minireaktoren (Foto: AKW Isar 2 Ohu – © Dieter Fichtner für Solarify). weiterlesen…

10 Jahre Fukushima-GAU – Appelle und Fakten zum Atomausstieg

Einfach nicht wirtschaftlich – Renaissance der Atomenergie ausgeblieben

Am 10. Jahrestag des Fukushima-Gaus gedenken viele Medien des erschreckenden Ereignisses, das in Deutschland zum Atomausstieg geführt hat. Nahezu sämtliche einschlägige NGO melden sich einer Medienmitteilung des BUND zufolge am 10.03.2021 mit der Erklärung eines breiten Bündnisses zu Wort, in der sie fordern: „Konsequente Energiewende statt Atomkraft!“ Deutschland müsse endlich vollständig aus der Atomenergie aussteigen (inklusive der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen und der Reaktorforschung). Außerdem müsse die EU-weite Förderung der Atomkraft durch EURATOM beendet werden. Eine Initiative weist darauf hin, dass die oft angekündigte Wiederbelebung der Kernkraft bislang ausgeblieben sei. weiterlesen…

Sicherheitenrahmen der Europäischen Zentralbank klimaschädlich

EZB immer noch zurückhaltend bis ignorant bei Klimaschutz-Kriterien

Die Europäische Zentralbank akzeptiert Anleihen von fossilen Energieunternehmen und stuft klimafreundlichere Sektoren als riskanter ein – immer noch. Sie akzeptiert von Kreditinstituten übermäßig viele eigentlich klimaschädliche Sicherheiten, so die am 10.03.2021 veröffentlichte Studie “Greening the Eurosystem Collateral Framework” von Greenpeace, der New Economics Foundation (NEF), der SOAS University of London, der University of the West of England und der University of Greenwich. Während Frankreichs Notenbank für Klimakriterien plädiert, bleibt die Bundesbank verhalten. Unabhängig von der Geldpolitik soll es in der Eurozone eine Klimaberichterstattung der Zentralbanken geben. (Foto: Protestflug am EZB-Gebäude in Frankfurt am 10.03.2021 – © Bernd Hartung, Greenpeace) weiterlesen…