Rekordhoch für weltweite Investitionen in Energiewende

BNEF-Analyse: 2020 floß mehr Geld in Dekarbonisierung als je zuvor

Auf die Höhe der weltweiten Energiewende-Investitionen hatte die Corona-Pandemie im vergangenen Jahr keine negativen Auswirkungen. Im Gegenteil: Regierungen, Unternehmen und Haushalte haben so viel Geld in die Dekarbonisierung der Weltwirtschaft gesteckt wie nie zuvor. Mit Investitionen von 501,3 Milliarden US-Dollar in Erneuerbare Energien, Elektromobilität, Energiespeicher und erneuerbare Wärme floss sogar neun Prozent mehr Geld als im Jahr 2019. Das zeigt eine aktuelle BloombergNEF (BNEF)-Analyse, die sich Joschua Katz für energiezukunft näher angesehen hat. weiterlesen…

BMW erreicht CO2-Ziele – VW reißt – Daimler schafft es

Aber EU will Regeln weiter verschärfen

Anders als Volkswagen schaffen BMW und Daimler die europäischen Klima-Anforderungen. „Doch in den kommenden Jahren werden viele Sonderregeln wegfallen,“ so das Handelsblatt am 22.01.2021. Die Bayern haben die Klimaziele für 2020 erfüllt, kamen 2020 im Schnitt pro Neuwagen auf 99 g CO2/km und wollen bis 2025 gar ein Dutzend batterie-elektrische Modelle auf dem Markt haben. weiterlesen…

Auf dem Weg zur Wasserstoff-Luftfahrt

Pro­jekt BA­LIS – DLR: Megawatt-Brenn­stoff­zel­len für Luft­fahrt

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt im Projekt BALIS den weltweit ersten Brennstoffzellen-Antriebsstrang für Flugzeuge – mit einer Leistung im Megawattbereich. Damit geht das DLR einen weiteren Schritt, um emissionsfreies Fliegen mit Wasserstoff zu ermöglichen. Den Förderbescheid für das BALIS-Projekt in Höhe von 26 Millionen Euro überreichte BMVI-Staatssekretär Steffen Bilger am 21.01.2021 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung an das DLR-Institut für Technische Thermodynamik in Stuttgart. weiterlesen…

12.000 km2 Flächenpotenzial für gebäudeintegrierte Photovoltaik

Untersuchung „Die vertikale Stadt als solare Energiequelle?“

Einer Untersuchung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und des Fraunhofer ISE zufolge ist das Flächenpotenzial für Photovoltaik an Fassaden in Deutschland doppelt so groß wie das auf Dächern – vor allem in den Ballungsräumen. Auch Fassaden könnten bei Energiewende und Bodenschutz eine viel bedeutendere Rolle spielen als bisher. Das Dresdner IÖR hat gemeinsam mit dem Freiburger ISE das theoretische Flächenpotenzial für Photovoltaik an Fassaden für ganz Deutschland erhoben. Ihre Ergebnisse haben sie im Fachmagazin „Transforming Cities“ veröffentlicht. weiterlesen…

2021: Europäisches Jahr der Schiene

Umweltverbände fordern neuen Aufbruch für europäischen Bahnverkehr

Umweltorganisationen aus Deutschland, Polen, Spanien, Frankreich und auf EU-Ebene fordern die EU und die Bundesregierung auf, im diesjährigen Europäischen Jahr der Schiene den internationalen Bahnverkehr zu stärken. In einem am 20.01.2021 veröffentlichten Report „Spring auf den Zug auf! Für eine Renaissance der Bahn in Europa“ zeigen sie auf, wie neue internationale Direktverbindungen mit Tag- und Nachtzügen, bequeme Buchung von Auslands-Bahnverbindungen und Investitionen in grenzüberschreitende Infrastruktur einen großen Beitrag zum Klimaschutz in Europa leisten können. weiterlesen…

Virtueller Handelsblatt-Energiegipfel 2021

RWE-Chef kritisiert falsche Regulierungsanreize und will andere Prioritäten

Der virtuelle Handelsblatt-Energiegipfel 2021 vom 13. bis 15. Januar 2021 beschäftigte sich mit den Chancen von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Energiewirtschaft. Vor allem RWE-Boss Rolf Martin Schmitz missfällt so einiges am Energie-Regulierungsregime. Er diagnostizierte „falsche Anreize bei der Windenergie, unzureichende Maßnahmen bei der Versorgungssicherheit und unausgewogene Regulierung beim Wasserstoff“. Letzteres nimmt nicht wunder: Denn RWE will nach den Worten von Schmitz eine führende Rolle im Zukunftsmarkt Wasserstoff spielen: „Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, das können andere auch, aber wir glauben, dass wir es besser können.“ weiterlesen…

Größter US-Offshore-Windauftrag aller Zeiten

Equinor erhält Zuschlag für Bundesstaat New York

Im Rahmen des Auftrags werden die norwegische Equinor ASA und ihr neuer strategischer Partner bp eine Erzeugungskapazität von 1.260 MW Erneuerbarer Offshore-Windenergie aus Empire Wind 2 und weitere 1.230 MW aus Beacon Wind 1 bereitstellen – zusätzlich zu der bereits bestehenden Verpflichtung, New York mit 816 MW Erneuerbarer Energie aus Empire Wind 1 zu versorgen – insgesamt also 3,3 Gigawatt (GW) Energie für den Bundesstaat. Die rechtsgültige Ausführung des Zuschlags ist abhängig von der erfolgreichen Verhandlung eines Kauf- und Verkaufsvertrags, den die Partnerschaft zusammen mit der New York State Energy Research and Development Authority (NYSERDA) abschließen will. weiterlesen…

Erneuerbare Energien in Bürgerhand

Studie zeigt: Bürgerenergie bleibt zentrale Säule der Energiewende

Für eine erfolgreiche Energiewende in Deutschland spielen die Bürger eine Schlüsselrolle. Die Erneuerbaren Energien befinden sich immer noch zum größten Teil in der Hand von Privatpersonen, wie aus einer Studie des Instituts trend:research hervorgeht. Fast ein Drittel der installierten Leistung von Anlagen zur Stromerzeugung aus Wind-, Solar- und Bioenergie sowie aus Wasserkraft und Erdwärme befinden sich in deren Eigentum. Nimmt man die Landwirte hinzu, sind es sogar mehr als 40 Prozent. Doch der Anteil der Bürgerenergie sinke gegenüber den Vorjahren, heißt es in einer Pressemitteilung der Agentur für Erneuerbare Energien vom 15.11.2021. weiterlesen…

Projekt Sonnenwende

Grüne Industrie durch flüssiges Metall

Damit einer Industrienation wie Deutschland der Schritt zur regenerativen Energieversorgung gelingt, sind verlässliche und kostengünstige Speichersysteme für große Energiemengen nötig. Diese bis zur Anwendungsreife zu bringen, hat sich ein internationales Team um Tom Weier und Norbert Weber vom Institut für Fluiddynamik des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) vorgenommen. Im Projekt SOLSTICE – zu Deutsch Sonnenwende – wollen sie ab Januar 2021 Stromspeicher auf der Basis von flüssigem Natrium und flüssigem Zink entwickeln. (Grafik: Aufbau Flüssigmetall-Batterie – Projekt Solstice – © HZDR/Blaurock) weiterlesen…

Klimajournalismus

30 Sekunden für die Polarschmelze

Sachlich bleiben oder Alarm schlagen? Oder Alarm schlagen, gerade weil die Sachlage das gebietet? Journalisten ringen darum, wie und in welchem Umfang sie über den Klimawandel berichten sollen. Julian Rodemann hat Kommunikationswissenschaftler nach ihren Einschätzungen und Beurteilungen befragt. Sein Resüme war zu lesen in der Süddeutschen Zeitung vom 18.12.2020. weiterlesen…