SOTEU: Mehr Klimaschutz und Emissionssenkung bis 2030 um 55%

Von der Leyens Rede zur Lage der Europäischen Union – Medienmitteilung auf der Webseite der Kommission – Solarify dokumentiert

Die Europäische Kommission hat am 16.09.2020 ihren Plan vorgestellt, wonach die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 gegenüber 1990 um mindestens 55 % gesenkt werden sollen. Dieses ehrgeizige Ziel für das nächste Jahrzehnt wird auf dem Weg der EU zur Klimaneutralität bis 2050 zu stetigen Fortschritten beitragen. Die neue Zielvorgabe beruht auf einer umfassenden Folgenabschätzung der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen. Wie die Folgenabschätzung zeigt, ist eine solche Vorgehensweise realistisch und machbar. Das ehrgeizigere Ziel zeugt auch von der weltweiten Führungsrolle der EU, die sie im Vorfeld der nächsten UN-Klimakonferenz (COP26) weiterhin wahrnimmt. weiterlesen…

Kohleausstiegsprojekte beschlossen

Bund-Länder-Koordinierungsgremium unterzeichnet Vereinbarung

Bei der konstituierenden Sitzung des sogenannten Bund-Länder-Koordinierungsgremiums im Bundeswirtschaftsministerium wurde am 27.08.2020 in Berlin einer BMWi-Medienmitteilung zufolge erste konkrete Projekte zur Gestaltung des Strukturwandels in den Kohleregionen auf den Weg gebracht. Das BMU wird sieben Projekte fördern. weiterlesen…

Wissenschaftler fordern strenge, kombinierte Maßnahmen zur CO2-Minderung im Straßenverkehr

Sonst wird Klimavorgabe verfehlt

Trotz neuer Technologien und Zielvorgaben steigen die weltweiten CO2-Emissionen im Straßengüterverkehr. In einer Studie für Nature Climate Change schreiben drei Autoren aus Deutschland und Kanada am 25.08.2020, dass die aktuellen und angekündigten Politikmaßnahmen nicht ausreichen, um die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen. Ihr Fazit: Es braucht deutlich strengere und integrierte Maßnahmen zur Reduktion sowie höhere Preise für Emissionen. weiterlesen…

Speicher für die Energiewende

Neue AEE-Animation

„Die Energiewende erfordert einen Ausbau der Speicherkapazitäten“, betont Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Sonnen- und Windenergie stehen zwar auch in Deutschland reichlich zur Verfügung, aber nicht jederzeit.“ Die Stromerzeugung richtet sich nach dem Wetter sowie den Tages- und Jahreszeiten. Damit bei bewölktem Himmel und Windflaute die Versorgung sicher ist, muss die Energie an sonnen- oder windreichen Tagen gespeichert werden. Dafür steht eine ganze Palette von Optionen zur Verfügung – vom Pumpspeicherkraftwerk, über flexible Biogasanlagen bis zur Batterie. Neue Speichertechnologien wie Wasserstoff und Großwärmespeicher ermöglichen zudem eine Verknüpfung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr, wie eine neue Animation der AEE aufzeigt. weiterlesen…

Klimaschutzziele nur Minimalziel

Hitze, Trockenheit und Unwetter: Dringlichkeit der Energiewende immer höher

Temperatur-Rekorde, ausbleibender Niederschlag in einigen Regionen und starke Unwetter in anderen führen uns deutlich vor Augen: Der Klimawandel ist real und auch bei uns längst angekommen. Und nur mit realen Handlungen lässt sich dieser abschwächen. „Die Regierung muss jetzt anpacken statt nur Versäumnisse einzugestehen. Es ist höchste Zeit, Maßnahmen gegen die Klimakrise zu ergreifen“, kommentiert Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) die aktuelle Hitze-Welle. weiterlesen…

Einblicke in Struktur eines rätselhaften Katalysators

Mit einzigartiger selbst gebauten Forschungsapparatur Cu/ZnO/Al2O3 aufgeklärt

Methanol ist eine der wichtigsten Basischemikalien, etwa um Kunststoffe oder Baumaterialien herzustellen. Um den Produktionsprozess noch effizienter gestalten zu können, wäre es hilfreich, mehr über den Kupfer/Zinkoxid/Aluminiumoxid-Katalysator (Cu/ZnO/Al2O3) zu wissen, der bei der Methanolherstellung im Einsatz ist. Bislang war es jedoch nicht möglich, seine Oberfläche unter Reaktionsbedingungen mit strukturaufklärenden Methoden zu untersuchen. Einem Team der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) ist es dennoch gelungen, Einblicke in den Aufbau seines aktiven Zentrums zu gewinnen. Diese beschreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift Nature Communications vom 04.08.2020.
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Anteil der Erneuerbaren stagniert auf niedrigem Niveau

Neues AEE-Hintergrundpapier zu Klimaschutz im Verkehr

Beim Einsatz Erneuerbarer Energien wurden im vergangenen Jahr keine Fortschritte erzielt. Deren Anteil stagnierte bei 5,6 Prozent. Das zeigt das neue Hintergrundpapier der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Der Verkehr ist und bleibt das Sorgenkind beim Klimaschutz. Der Trend zeigt seit Jahren in die falsche Richtung. Im Jahr 2019 stiegen die CO2-Emissionen in diesem Sektor um mehr als eine Million Tonnen“, sagt der Geschäftsführer der AEE, Robert Brandt. weiterlesen…

Rund acht Millionen Haushalte…

… können schon heute durch Windkraftanlagen auf See mit Strom versorgt werden

Im Jahr 2019 erzeugten Windkraftanlagen auf See 24,4 Milliarden Kilowattstunden Strom (kWh) (netto). Damit kann der Strombedarf von rund acht Millionen Haushalten in Deutschland gedeckt werden – und das Potenzial der Windenergie auf See ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Der BDEW begrüße daher, dass die Bundesregierung die Anhebung der Ausbauziele für Windenergie auf See beschlossen hat. Würde das Ziel von 20 Gigawatt bis 2030 erreicht, könnte dann bereits weit mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland mit der auf See erzeugten Strommenge versorgt werden, heißt es in einer Presseinformation des Verbandes vom 30.06.2020. weiterlesen…

Meilenstein für Wettbewerb und faire Preise

Netzagentur will freie Stromanbieterwahl an der Ladesäule

Die Bundesnetzagentur will den Fahrern von Elektroautos ermöglichen, an den rund 28.000 öffentlichen Ladepunkten in Deutschland den Strom ihres Wunschanbieters zu laden. Dies geht aus einer am 10.06.2020 eingeleiteten Konsultation der Regulierungsbehörde mit der Energiebranche hervor. Der Ökostromanbieter LichtBlick informierte am 21.06.2020 über das Vorhaben. weiterlesen…

Greenpeace: Verheerende Corona-Folgen

Verkehrsbedingte CO2-Emissionen können bis 3 Millionen Tonnen mehr verursachen

Die infolge der Corona-Pandemie einbrechenden Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen drohen die miserable CO2-Bilanz des Verkehrs weiter zu verschlechtern. Das zeigen Berechnungen einer am 19.05.2020 veröffentlichten und viel beachteten Greenpeace-Kurzstudie. Aus Sorge vor Ansteckungen wollen viele Menschen auch mittelfristig öffentliche Verkehrsmittel meiden. Dadurch könnten allein in den deutschen Metropolen die mit dem Auto zurückgelegten Personenkilometer um 20 Milliarden pro Jahr steigen. Die Folge wären zusätzliche 3 Mio.t CO2-Emissionen. weiterlesen…