EU will mehr Offshore-Energie

Erneuerbare Offshore-Energie fördern – für ein klimaneutrales Europa

Mit Blick auf das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 hat die Europäische Kommission am 19.11.2020 ihre Strategie für erneuerbare Offshore-Energie vorgestellt. Darin schlägt sie vor, die Windenergiekapazität Europas auf See von derzeit 12 bis 2030 auf mindestens 60 und bis 2050 auf 300 GW auszubauen. Die Kommission strebt ferner an, dies bis 2050 noch durch 40 GW an Meeresenergie sowie durch Energie zu ergänzen, die mit anderen neuen Technologien wie schwimmenden Wind- und Solaranlagen erzeugt werde. weiterlesen…

„Mit Atomkraft produzierter Wasserstoff ist ‚CO2-arm’“

EU-Kommission: Violetter Wasserstoff umweltfreundlich

Die Europäische Kommission wird aus Atomkraft erzeugten Wasserstoff als „CO2-arm“ betrachten, erklärte eine hochrangige EU-Beamtin am 16.11.2020 vor dem EU-Parlament: „Die Elektrolyse kann mit erneuerbarer Elektrizität durchgeführt werden. Dann wird der Wasserstoff als erneuerbar eingestuft,“ so Paula Abreu Marques, Leiterin des Referats für erneuerbare Energien und CCS-Politik in der Direktion Energie der EU-Kommission einem Bericht von Kyra Taylor für euractiv folgend. Würden die Elektrolyseure allerdings mit Atomstrom betrieben, sei ihr Produkt als „CO2-armer Wasserstoff einzustufen“, belehrte Abreu die EU-Abgeordneten im Umweltausschuss. weiterlesen…

Wer ist schuld am Klimawandel?

Das ARD-Drama „Ökozid“ im Fakten-Check

Im Science-Fiction-Kammerspiel „Ökozid“am 18.11.2020 ist Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof angeklagt, die Klimakrise mitverschuldet zu haben. Wie realistisch ist das Gedankenspiel? Zwei Max-Planck-Wissenschaftler haben sich den Film angesehen und ihn einem Fakten-Check unterzogen: Hauke Schmidt vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und Tom Sparks vom Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg. Sein Institut hat im Vorfeld bereits die Drehbuchautoren mit juristischem Fachwissen unterstützt. weiterlesen…

13 Bundesverbände fordern, Hürden für Solaranlagen abzubauen

Mehr als 5 Mio. Mitglieder mit Verbändeappell zur EEG-Novelle

Zahlreiche – teils neue – Marktbarrieren behindern die Errichtung und den Weiterbetrieb von Solarstromanlagen und damit den Klimaschutz. Ihre Beseitigung fordern nun einer BSW-Medienmitteilung zufolge 13 führende Bundesverbände aus dem Mittelstand, der Landwirtschaft, der Energie- und Immobilienwirtschaft, dem Handwerk sowie dem Umwelt- und Verbraucherschutz in einem gemeinsamen Appell an Spitzenpolitiker aus Bund und Ländern. weiterlesen…

Wie Stahl-, Zement- und Chemieindustrie CO2-frei werden

Schlüsselindustrien bisher in europäischer Diskussion vernachlässigt

Die in der EU diskutierten technischen Lösungen zur Minderung von Treibhausgasemissionen in der europäischen Stahl-, Zement- und Chemieindustrie bis 2030 verfehlen das langfristige Ziel der Klimaneutralität, wie eine (vom Wuppertal Institut unterstützte) Studie von Agora Energiewende zeigt. So lässt die Europäische Kommission den Einsatz von klimaneutraler Technik in Stahl-, Zement- und Chemiefabriken bislang fast vollkommen außer Acht: Laut Climate Impact Assessment der EC-Kommission vom 17.09.2020, der Folgenabschätzung eines höheren Klimaziels bis 2030, sind Emissionsminderungen in europäischen Fabriken in der nächsten Dekade fast ausschließlich durch Investitionen in Effizienzsteigerungen konventioneller Anlagen vorgesehen. weiterlesen…

Potenziale der deutschen Kreislaufwirtschaft nicht nur für Klimaschutz

Statusbericht 2020

Der am 17.11.2020 von 15 Verbänden, Vereinen und Unternehmen herausgegebene „Statusbericht der deutschen Kreislaufwirtschaft 2020“ informiert zum zweiten Mal Medien, Politik und Wirtschaft und die interessierte Fachöffentlichkeit über die Leistungen, Strukturen, Ziele sowie die künftigen Perspektiven der deutschen Kreislaufwirtschaft. Das gesamte Themenspektrum reicht dabei von „A“ wie Abfallaufkommen bis „Z“ wie Zirkuläre Wirtschaft. weiterlesen…

Wasserstoffimporte schaffen neue Abhängigkeiten

Forscher warnen

Weil die deutsche Kapazität nicht ausreicht, soll der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung zufolge ein Großteil des für die Energiewende nötigen grünen Wasserstoffs im Ausland produziert und importiert werden. Im Rahmen einer vom Landesverband Erneuerbare Energien NRW in Auftrag gegebenen Untersuchung hinterfragen Forscher vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (WI) und von DIW-Econ die Expansionsziele und Importpläne der Bundesregierung und kommen zu dem Schluss, dass eigentlich eine größere Wasserstoffproduktion im eigenen Land erforderlich wäre – sie warnen vor neuen Abhängigkeiten. weiterlesen…

Wie gelingt nachhaltiger Import von Wasserstoff?

Öko-Institut erforscht Nachhaltigkeitskriterien für globalen Wasserstoffmarkt

Nach Willen von Wirtschaft und Bundesregierung soll Wasserstoff eine tragende Säule für die Energiewende werden. Doch die künftig in Deutschland benötigten Mengen können aufgrund von hohen Kosten und begrenzten Flächen nicht innerhalb Deutschlands hergestellt werden. Damit Wasserstoff tatsächlich klimaneutral und nachhaltig sein kann, müssen an einen globalen Wasserstoffmarkt anspruchsvolle Forderungen gestellt werden. Wie solche Nachhaltigkeitskriterien aussehen können, erforscht das Öko-Institut in einem neu gestarteten Spendenprojekt. weiterlesen…

CO2-Bepreisung kann soziales Gefälle verringern

Metastudie wertet Forschung zur Verteilungswirkung aus

Gängige Meinungen gehen eher vom Gegenteil aus: Aber ein Preis für CO2 kann günstige Voraussetzungen für entsprechende Reformen vor allem in ärmeren Ländern und generell im Verkehrssektor schaffen, die ungerechte Verteilung von Vermögen zu lindern, belegt eine Metastudie unter Führung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Sie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Environmental and Resource Economics veröffentlicht. weiterlesen…

Verbrenner werden unbeliebter

Elektromobilität: 50 Prozent Absatz in Deutschland erst nach 2030

Der Ausbau der Elektromobilität ist zentrales Element des deutschen Klimaschutzprogramms 2030 und hat in Wirtschaft und Politik sowie bei Verbrauchern massiv an Bedeutung gewonnen. Das stellt die Automobilindustrie vor die Herausforderung, bisher profitable Verbrennungsmotoren durch derzeit noch nicht profitable Elektrotechnologie zu ersetzen. Dabei steigt der Druck auf die Branche: Neuzulassungen – insbesondere von Verbrennungsmotoren – werden in den nächsten zehn Jahren deutlich rückläufig sein. Dieser Negativ-Trend wird durch die Coronakrise verstärkt: Bis zu drei Millionen weniger Verbrenner werden bis 2030 am Markt nachgefragt werden als noch vor der Pandemie. Trotzdem steht schon jetzt fest: Das erklärte Ziel der Bundesregierung, zehn Millionen Fahrzeuge mit alternativen Antrieben bis 2030 auf die Straße zu bringen, kann nicht erreicht werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Deloitte zur Elektromobilität in Deutschland, die die Marktlage bis 2030 analysiert. weiterlesen…