„Subventionen für CO2-Abscheidung sind verschwendetes Geld“

Lesehinweis auf Handelsblatt-Querdenker-Kolumne

„Die beiden Verfahren, die am meisten gefördert werden, setzen bei richtiger Rechnung mehr Kohlendioxid frei, als sie entnehmen. Das ist ein Problem“, schreibt June Sekera, Gastwissenschaftlerin an der New School for Social Research und Senior Research Fellow am University College London in der Handelsblatt-Querdenker-Kolumne (und Ende Juni in einer ausführlichen Untersuchung, siehe unten).
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„…begonnen, Studien zum Stand der Technik beauftragen zu lassen“

Expertenkommission legt zweiten Fracking-Bericht vor

Die Expertenkommission Fracking hat am 11.08.2020 den zweiten Bericht über ihre Tätigkeit als Unterrichtung (19/21536) vorgelegt – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib 829/2020) Darin heißt es, die Kommission habe begonnen, Studien zum Stand der Technik beauftragen zu lassen, „um die Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Kohlenwasserstoffen aus unkonventionellen Lagerstätten erfassen zu können“. Für den Abschlussbericht 2021 sollen die Erkenntnisse der Studien zusammengefasst und eingeordnet werden. weiterlesen…

Milliarden-Subventionen gegen Klimaziele

Allein 11,5 Mrd. für Dieselprivileg

Mit einem ambitionierten Plan wollte die EU in diesem Jahr die Klima-Krise lösen. Doch Mitgliedsstaaten unterwandern diese Bemühungen, wie eine „Investigate Europe„-Recherche zeigt. Denn die EU-Regierungen sowie die Großbritanniens, Norwegens und der Schweiz subventionieren fossile Brennstoffe jährlich mit mindestens 137 Milliarden Euro. Allein die Bundesregierung unterstützt fossile Brennstoffe jährlich mit mindestens 37 Milliarden Euro und ist damit EU-weit Spitzenreiter. Dazu gehören 12,5 Milliarden Euro Steuervergünstigungen für Flugbenzin, 11,5 Milliarden Euro für das Dieselprivileg (siehe: solarify.eu/dieselprivileg) sowie 5,4 Milliarden Euro für die energieintensive Industrie. weiterlesen…

Bundeskabinett beschließt Klimaschutzbericht 2019

Treibhausgasemissionen seit 1990 um 35,7 Prozent gesunken – teils kritische Stellungnahmen

Das Bundeskabinett hat einer Medienmitteilung aus dem BMU folgend am 19.08.2020 den Klimaschutzbericht 2019 beschlossen. Nach den vorliegenden Schätzungen hat Deutschland im Jahr 2019 rund 35,7 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen als 1990. Zum Vergleich: 2018 lag die Minderung bei rund 32 Prozent, 2017 bei 27,5 Prozent. Die Gesamtemissionen 2019 sanken demnach gegenüber dem Vorjahr 2018 um fast 54 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (-6,3 Prozent) auf rund 805 Mio. t. VKU-Hauptgeschäftsführer Liebing: „Licht und Schatten – die Richtung stimmt“. Kritisch der Verein CO2-Abgabe, Greenpeace und die DUH: „Politikversagen“. weiterlesen…

Speicher für die Energiewende

Neue AEE-Animation

„Die Energiewende erfordert einen Ausbau der Speicherkapazitäten“, betont Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). „Sonnen- und Windenergie stehen zwar auch in Deutschland reichlich zur Verfügung, aber nicht jederzeit.“ Die Stromerzeugung richtet sich nach dem Wetter sowie den Tages- und Jahreszeiten. Damit bei bewölktem Himmel und Windflaute die Versorgung sicher ist, muss die Energie an sonnen- oder windreichen Tagen gespeichert werden. Dafür steht eine ganze Palette von Optionen zur Verfügung – vom Pumpspeicherkraftwerk, über flexible Biogasanlagen bis zur Batterie. Neue Speichertechnologien wie Wasserstoff und Großwärmespeicher ermöglichen zudem eine Verknüpfung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr, wie eine neue Animation der AEE aufzeigt. weiterlesen…

Den grünen Aufschwung liefern

Aufruf der Solarthermie-Industrie

Die kommenden 10 Jahre werden entscheidend sein, um den Wärmemarkt zu zu dekarbonisieren. Bis 2030 benötigt man solarunterstützte Heizsysteme für Privathaushalte, Gewerbe und Industrie, da alle danach installierten Systeme höchstwahrscheinlich auch 2050 noch in Betrieb sein werden und den Klimazielen im Weg stehen werden. Die europäische Solarwärmeindustrie rief jetzt politische Entscheidungsträger in den EU-Mitgliedsstaaten auf, rasch konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Der Aufruf wurde von 181 Unternehmen und Organisationen aus 20 Ländern unterzeichnet. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Die Entdeckung der Erderwärmung 

Eine Chronologie von 2008 – heute noch aktuell

2001 gab ein internationales Gremium namhafter Klimawissenschaftler bekannt, dass sich die Welt – mit zumindest in den letzten zehn Jahrtausenden beispielloser Geschwindigkeit – erwärmt hat, und dass die Erwärmung durch die Anhäufung von Treibhausgasen infolge menschlicher Aktivitäten verursacht wurde. Die Geschichte, wie Wissenschaftler durch unerwartete Wendungen zu dieser Schlussfolgerung kamen, ist die Geschichte, die Spencer Weart vom American Institute of Physics, Maryland, in The Discovery of Global Warming erzählt hat. 2008 brachte er seinen preisgekrönten Bericht durchgehend überarbeitet auf den neuesten Stand, mit einer neuen Schlussfolgerung, die zeigte, wie sich der wissenschaftliche Konsens in der Weltöffentlichkeit ausgebreitet und wie ein neues Verständnis der menschlichen Verantwortung für den Klimawandel Einzelpersonen und Regierungen zum Handeln angeregt hatte. weiterlesen…

BMWi unterstützt Finanzierung einer Batteriezellenfabrik in Schweden mit staatlicher Garantie

443 Millionen Euro

Die Bundesregierung wird die Finanzierung einer Batteriezellenfabrik in Schweden mit einer staatlichen Garantie von 443 Millionen Euro unterstützen. An dem Vorhaben sind laut einer BMWi-Medienmitteilung vom 17.08.2020 mit Volkswagen und der BMW Group Unternehmen der deutschen Automobilindustrie maßgeblich beteiligt. Die Unternehmen gehen mit Northvolt eine strategische Kooperation für die gemeinsame Forschung und Entwicklung ein. weiterlesen…

Ölmultis heizen Klima mit Nordsee-Methan-Lecks an

Greenpeace untersucht Methan-Leck am Meeresboden

Ein durch die Öl- und Gasindustrie verschuldetes Methan-Leck im britischen Sektor der Nordsee haben Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten von Bord des Schiffes Esperanza dokumentiert. Mit einem ferngesteuerten Unterwasserroboter filmten sie einer Medienmitteilung vom 14.08.2020 zufolge zwei der Gas emittierende Krater (Durchmesser: 50 bzw. 15 Meter) am Meeresboden in etwa 100 Metern Wassertiefe (Positionen: 57°55.30’N, 001°37.87’E und 57°54.81’N, 001°38.72’E). weiterlesen…

Grönlands Eisschmelze bereits unumkehrbar – Widerspruch

Klima-Kippschalter doch noch nicht umgekippt? Keineswegs alles gut

Das sich erwärmende grönländische Eisschild hat bereits den Point of no return überschritten: Selbst wenn das Klima abkühlt, so ein am 13.08.2020 open access in Communications Earth and Environment veröffentlichtes Forschungsergebnis, werden die Gletscher weiter schrumpfen, schreibt Laura Arenschield in den Ohio State News. Nahezu 40 Jahre Satellitendaten aus Grönland zeigten, dass die Gletscher auf der Insel sschon so stark geschrumpft seien, dass die Eisdecke weiter schrumpfen würde, selbst wenn die Erderwärmung heute gestoppt werden könnte. Auf Twitter weisen allerdings Wissenschaftler wie Stefan Rahmstorf oder Michael Mann darauf hin, dass die Studie diese Aussagen nicht decke. (Foto: Eisberge in der Nähe von Grönland entstehen aus Eis, das von den Gletschern der Insel abgebrochen ist. Diese verlieren einer neuen Untersuchung zufolge so schnell Eis, dass die Gletscher Grönlands selbst bei einem völligen Stopp der globalen Erwärmung weiter schrumpfen würden – © mit freundlicher Genehmigung von Michalea King) weiterlesen…