Rund acht Millionen Haushalte…

… können schon heute durch Windkraftanlagen auf See mit Strom versorgt werden

Im Jahr 2019 erzeugten Windkraftanlagen auf See 24,4 Milliarden Kilowattstunden Strom (kWh) (netto). Damit kann der Strombedarf von rund acht Millionen Haushalten in Deutschland gedeckt werden – und das Potenzial der Windenergie auf See ist noch bei weitem nicht ausgeschöpft. Der BDEW begrüße daher, dass die Bundesregierung die Anhebung der Ausbauziele für Windenergie auf See beschlossen hat. Würde das Ziel von 20 Gigawatt bis 2030 erreicht, könnte dann bereits weit mehr als die Hälfte aller Haushalte in Deutschland mit der auf See erzeugten Strommenge versorgt werden, heißt es in einer Presseinformation des Verbandes vom 30.06.2020. weiterlesen…

Einwegplastik-Produkte ab Mitte 2021 verboten

Aus für Besteck oder Wattestäbchen

Bestimmte Einwegkunststoffprodukte wie Besteck oder Wattestäbchen sollen ab Mitte nächsten Jahres verboten werden – ebenso sämtliche Produkte aus oxo-abbaubarem*) Kunststoff – meldet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Mit einem entsprechenden Verordnungsentwurf (19/20349) will die Bundesregierung Artikel 5 einer EU-Richtlinie ((EU) 2019/904) zum Umgang mit Einwegkunststoffen umsetzen. Der Bundestag muss der Verordnung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz zustimmen. weiterlesen…

Mit 30 Millionen Erneuerbaren-Jobs aus der Corona-Krise

IRENA-Analyse: Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig das Klima schützen

Aufgrund der COVID-19-Pandemie befürchten Ökonomen eine Weltwirtschaftskrise, deren Wucht sogar die globale Finanzkrise aus dem Jahr 2009 übertreffen könnte. Einerseits versuchen Regierungen dem Coronavirus Herr zu werden, wodurch die wirtschaftlichen Folgen weiter verstärkt werden, andererseits werden in Windeseile Maßnahmen gegen die drohende Rezession getroffen. Ein Zustandsbericht von Joschua Katz – energiezukunft. weiterlesen…

Teurer Braunkohle-Ausstieg

„Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ und Vertrag beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 24.06.2020 die vom Bundesminister für Wirtschaft und Energie vorgelegte Formulierungshilfe für ein „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“ beschlossen. Damit können Bundestag und Bundesrat das Strukturstärkungsgesetz nun bis zur Sommerpause beschließen. Gleichzeitig hat das Kabinett den Entwurf eines öffentlich-rechtlichen Vertrags mit den Betreibern von Braunkohlekraftwerken gebilligt. Kritik kam von den Grünen und u.a. vom BUND. weiterlesen…

EU auf dem Holzweg

Übernutzung der Wälder stoppen, statt Bäume pflanzen

Ein schlechtes Zeugnis stellen Wald-Experten aus Spanien, Polen, Schweden und Deutschland der neuen Biodiversitätsstrategie der EU aus. Laut Pressemeldung der Deutschen Umweltstiftung üben sie in einem am 25.06.2020 im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichten Beitrag Kritik an den waldbezogenen Zielsetzungen. Ein Kritikpunkt betrifft Aktionismus und Symbolhandlungen wie das massenweise Anpflanzen von Baumsetzlingen. Sie fordern stattdessen, die nötige Klimawandelanpassung in der Forstwirtschaft auf Grundlage von anerkanntem ökologischem Wissen zu konzipieren. (Foto: Kahlschlag im Harz bei Harzgerode, Sachsen-Anhalt, 2020 – © Pierre L. Ibisch) weiterlesen…

Reiseführer durch die sozioökonomische Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Gastbeitrag von Franz Baumann

Karl Polanyis 1944 erschienener Klassiker Die große Transformation wird wiederentdeckt, weil sich herumspricht, dass ein schwacher Staat und eine marktradikale, nur auf oberflächliche Effizienz setzende Wirtschaft keine krisenfeste Formel ist – sondern ein ideologisches Konstrukt, in welchem Wissenschaftsfeindlichkeit ein verlässlicher Gradmesser von Regierungsinkompetenz ist, wie unser Gastautor in New York aus nächster Nähe beobachten kann. Das eben erschienene Buch Zukunftsfähiges Wirtschaften von Andreas Novy, Richard Bärnthaler und Veronika Heimerl ist eine von Polanyi inspirierte Einführung in die zentralen Fragen der Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Ökonomie unter dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit. „Zukunftsfähiges Wirtschaften“ bettet heutige Herausforderungen in historische Zusammenhänge ein. weiterlesen…

Klimawandel bedroht zunehmend Frieden und Sicherheit

Im Juli will Deutschland Risiken des Klimawandels ganz oben auf Agenda des UN-Sicherheitsrates setzen

Es sei Außenminister Heiko Maas ein wichtiges Anliegen, den Klimawandel ins Zentrum sicherheitspolitischer Debatten zu rücken. Das sei bei seiner Rede dieser Woche auf der Berliner Konferenz zu Klima und Sicherheit deutlich. Zum zweiten Mal fand die Konferenz in Berlin statt, deren zentrales Thema die Auswirkungen des Klimawandels auf Frieden und Sicherheit in der Welt ist. Bei seiner Rede habe Maas angekündigt, das Thema am 29.06.2020 ins Zentrum der Debatte im UN-Sicherheitsrat zu stellen. Am ersten Juli übernimmt Deutschland für einen Monat den Vorsitz im Weltsicherheitsrat. Näheres von Manuel Först auf energiezukunft. weiterlesen…

Wie Menschen auf Nachrichten über den Klimawandel reagieren

80.000 Menschen in 40 Ländern befragt: Geringste Besorgnis in Westeuropa

Wie sehr liegt den Menschen auf der ganzen Welt der Klimawandel am Herzen? Die Wissenschaftler Simge And? und James Painter vom Reuters Institute for the Study of Journalism an der University of Oxford haben 80.000 Menschen in 40 Ländern befragt, um das herauszufinden. Neue Umfrageergebnisse aus 40 Ländern zeigen, dass der Klimawandel für die meisten Menschen von Bedeutung ist. Fast sieben von zehn denken, dass der Klimawandel „ein sehr oder extrem ernstes Problem“ sei. Vier der fünf Länder mit dem höchsten Grad an Besorgnis (85-90%) kamen aus dem globalen Süden, nämlich Chile, Kenia, Südafrika und die Philippinen. Überraschend liegen die fünf Länder mit den niedrigsten Besorgnisquoten alle in Westeuropa. In Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen und den Niederlanden ist nur etwa die Hälfte (oder weniger) der Ansicht, dass der Klimawandel ein ernstes Problem darstellt. weiterlesen…

EU-Ratspräsidentschaft entscheidet über Merkels Vermächtnis

Richtig gesetzte Schwerpunkte müssen zügig umgesetzt werden

Überwindung der Corona-Krise verknüpft mit Klimaschutz, mehr Verantwortungsübernahme von Unternehmen für die Zustände bei ihren Zulieferern weltweit und eine Bildungsoffensive: Aus Sicht der Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Germanwatch hat das Bundeskabinett am 24.06.2020 viele Schwerpunkte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft richtig gesetzt. Doch die angekündigte Ambition und Umsetzung der Ziele schwanke zwischen erfreulich ehrgeizig und viel zu vage. weiterlesen…

Internationale Klimapolitik kann zum grünen Aufschwung beitragen

Neues Diskussionspapier des Wuppertal Instituts empfiehlt Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch

Weltweit reagieren Regierungen mit umfangreichen Konjunkturpaketen auf die durch die COVID-19-Pandemie ausgelöste Krise. Die Gestaltung dieser Konjunkturpakete wird auch zentrale Rahmenbedingungen der künftigen Klimapolitik bestimmen: Die Konjunkturpakete können entweder einen starken Schub für eine klimaverträgliche Wirtschaft erzeugen oder aber nicht-nachhaltige Wirtschaftsweisen zementieren. Wie die internationale Klimapolitik zu einem grünen Aufschwung beitragen kann, erörtern Wolfgang Obergassel und Lukas Hermwille aus dem Forschungsbereich Internationale Klimapolitik am Wuppertal Institut sowie Sebastian Oberthür von der Freien Universität Brüssel in ihrem neuen Diskussionspapier „Harnessing International Climate Governance to Drive Green Post-Pandemic Recovery“. weiterlesen…