DIW: Kernenergie weltweit Auslaufmodell

Atomkraft international: Ausbaupläne von Newcomer-Ländern vernachlässigbar


Eine im DIW Wochenbericht 11/2020 publizierte Analyse aktueller AKW-Rückbau- und Neubauprojekte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) offenbart weltweit einen rückläufigen Trend bei der Nutzung der Atomenergie. Einen Einstieg verzeichnet die Analyse lediglich in vier Ländern, dort aber mit finanziellen Schwierigkeiten und erheblichen Verzögerungen. Eine ökonometrische Analyse legt ferner nahe, dass Länder, die als potenzielle Neueinsteiger klassifiziert sind, ein tendenziell geringes Ausmaß an demokratischen Freiheiten haben. Vielmehr seien auf der Angebotsseite geopolitische Interessen der Atomkraft-Exportländer treibende Kraft. Fazit der DIW-Autoren Lars Sorge, Claudia Kemfert, Christian von Hirschhausen und Ben Wealer: „Deutschland sollte im Rahmen internationaler Organisationen darauf hinwirken, dass ein Neueinstieg in die Atomkraft nicht unterstützt wird“. weiterlesen…

Zweites Klimaschutzgutachten, diesmal fürs BMWi

Beurteilungen für zwei Ministerien senken Daumen

„Ungenügend“ (in Schulnoten „sechs – Versetzung gefährdet“) wäre die Benotung des mit großem Buhei im September vergangenen Jahres von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten (und gleich heftig kritisierten – siehe: solarify.eu/vernichtend) Klimapakets. Denn auch nach den „Klimaschutzmaßnahmen“ würden immer noch 46 Millionen Tonnen CO2 mehr ausgestoßen als nötig, angestrebt und verkündet. Das prophezeien gleich zwei regierungsamtliche Gutachten – eines für das Umwelt- (schon am 05.03.2020 besprochen – siehe: solarify.eu/klimapaket-der-bundesregierung-verfehlt-ziele-frage-wie-weit) und eines fürs Wirtschaftsministerium. weiterlesen…

Bundesrat: Kohleausstieg muss sozialverträglich sein

Länderkammer sieht Änderungsbedarf

Der Bundesrat sieht Änderungsbedarf am Gesetzentwurf zum Kohleausstieg, der das Ende der Kohleverstromung in Deutschland bis zum Jahr 2038 regeln soll. Ausdrücklich betont er – unter anderem – in seiner am 13. 03.2020 beschlossenen Stellungnahme, dass die Stilllegung der Kohlewerke sozialverträglich sein muss. weiterlesen…

Unnötige Emissionen durch Geisterflüge

Coronavirus sorgt in Europa für Flüge ohne Passagiere

Immer weniger Menschen wollen fliegen. Für die Klimakrise eigentlich ein positives Signal – so Manuel Först am 13.03.2020 in energiezukunft. Doch zugleich heben Flüge ohne Passagiere ab, damit Luftfahrunternehmen nicht ihre Startberechtigungen verlieren. Die EU-Kommission nimmt sich der Sache an. Die größte deutsche Fluggesellschaft Lufthansa reagiert bereits auf den dramatischen Einbruch an Fluggästen. Sie will in den kommenden Wochen ihre Kapazität um bis zu 50 Prozent reduzieren, um negative Folgen des Nachfragerückgangs aufzufangen. weiterlesen…

Elektroautos speichern überschüssige Windenergie und sparen CO2

TenneT, Nissan und The Mobility House beenden Vehicle-to-Grid (V2G) Pilotprojekt zur Einsparung erneuerbarer Energien

E-Mobilität im Berliner Westend Renault Twizy - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyIm Rahmen eines vom BMWi geförderten SINTEG-(Förderprogramm „Schaufenster intelligente Energie – Digitale Agenda für die Energiewende“)-Schaufensterprojektes wurde einer Medienmitteilung folgend das Potenzial von Elektrofahrzeug-Batterien untersucht: lokal produzierten Strom zu speichern und wieder einzuspeisen, um das Stromnetz zu stabilisieren und gleichzeitig die Nutzung erneuerbarer Energien zu steigern und CO2 einzusparen.  Das Projekt bietet einen bedeutenden Lösungsansatz für eine immer häufiger auftretende zentrale Herausforderung im Energiemarkt. weiterlesen…

Nachfrageboom für Windenergie in Brandenburg

Vorsichtiger Optimismus beim Zubau

Bau eines Windgenerators in der Lausitz - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyNach schwachem Zubau 2019 hofft der Landesverband Berlin/Brandenburg des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) 2020 wieder auf mehr Neuinstallationen. Ab 2021 droht jedoch der Rückbau von vielen Altanlagen. Mit Unternehmensansiedlungen wie von Tesla oder BASF steigt insgesamt die Nachfrage nach erneuerbarem Strom aus Brandenburg. weiterlesen…

„Europas Unternehmen zukunftsfähig machen“

EU-Medienmitteilung zur „neuen Industriestrategie für ein weltweit wettbewerbsfähiges, grünes und digitales Europa“

Rauchabzug Fabrik bei Iphofen - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die EU-Kommission legte am 10.03.2020 eine neue Strategie vor, mit der die europäische Industrie dabei unterstützt werden soll, sich beim doppelten Übergang zu Klimaneutralität und digitaler Führungsrolle an die Spitze zu setzen. Die Strategie zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der EU und ihre strategische Autonomie in einer Zeit voranzutreiben, in der sich die geopolitische Landschaft verändert und der globale Wettbewerb zunimmt.“ weiterlesen…

Chance zur Defossilisierung der deutschen Wirtschaft?

Die neue EU-Industriestrategie

Fossile Energie - Foto © Agentur Zukunft für Solarify„Die EU-Kommission möchte mit ihrer Industriestrategie klimafreundliche Innovationen fördern. Für das Industrieland Deutschland bedeutet das milliardenschwere Investitionen“, schreibt Florence Schulz auf EURACTIV.de. Die Zeit dränge zwar, aber noch bleibe unklar, wie den Unternehmen unter die Arme gegriffen werden soll. Wirtschaftsminister Peter Altmaier müsse aber Wege finden, um die Dekarbonisierung der deutschen Industrie voranzutreiben. Kann die neue EU-Industriestrategie darauf Antworten liefern?
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Eine neue Industriestrategie für Europa

Mitteilung der Kommission an das Europäische Parlament, den Europäischen Rat, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen

Die EU-Kommission hat am 10.03.2020 ihre seit vergangenen Mai erwartete neue Industriestrategie vorgelegt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen vor allem europäische Unternehmen im Wettbewerb mit China und den USA stärken. Seit Mai 2019 haben EU-Experten für das Vorhaben gesammelt und daran gefeilt. Herausgekommen ist „ein ganzes Paket von Strategiepapieren, von denen ein Teil schon länger in Brüssel zirkuliert. Die gezielte Förderung von weiblich geführten Unternehmen gehört genauso dazu wie strengere Regeln für den Schutz geistigen Eigentums, die Sicherung der Versorgung mit Rohstoffen und eine europäische Pharma-Strategie“ (Die Welt). Aber auch das Streben nach Kreislaufwirtschaft und „wettbewerbsfähige Nachhaltigkeit“. Solarify dokumentiert die neue Industriestrategie. weiterlesen…