Militär – tödlich auch für Umwelt und Klima – von Reiner Braun

Der Text von Reiner Braun ist zuerst erschienen im Debattemagazin zur Transformation MOVUM
– mit freundlicher Genehmigung des Autors –

Ein Bericht des US-Kongresses stellte 2012 fest, dass das US-Militär der größte Einzelkonsument von Erdölprodukten in den USA und damit auch weltweit ist. Das US-Militär ist damit der größte Klimakiller der Welt. Das Pentagon verantwortet den Verbrauch von 350.000 Barrel Öl pro Tag. Die entsprechenden Treibhausemissionen sind größer als die von ganz Schweden. Der größte Teil davon entfällt auf den Flugbetrieb der US Air Force. Seit Beginn des sogenannten Krieges gegen den Terror im Jahr 2001 hat das Pentagon laut einer Studie des Watson Institute for International and Public Affairs 1,2 Milliarden Tonnen Treibhausgase verursacht. weiterlesen…

„Biokraftstoffe gießen Öl ins Waldbrandfeuer“

Deutsche Umwelthilfe und Rainforest Foundation Norway warnen

Waldbrand - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyUntersuchung zeigt zwar „vermehrte Nachfrage nach Palm- und Sojaöl, aber deren Anbau gefährdet Ökosysteme und trägt zur Klimakrise bei“, so Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Rainforest Foundation Norway (RFN) in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Daher müsse die Verwendung von Anbau-Biokraftstoffen „so schnell wie möglich eingestellt werden“. Die beiden NGOs fordern daher die Bundesregierung auf, bei der Umsetzung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie die Nutzung von Anbau-Kraftstoffen zu beenden. weiterlesen…

Existenzbedrohende Risiken

von Ernst Ulrich von Weizsäcker

– zuerst erschienen im Debatten-Magazin MOVUM – mit freundlicher Genehmigung des Autors –

Die Kernfrage bei der Nutzung technischer Möglichkeiten ist, in welche Interessen, kulturellen Werte und Gefahrenbewertungen sie eingeordnet sind. Dies entscheidet darüber, ob die Technologien zum Vorteil oder zum Schaden von Mensch und Natur eingesetzt werden. Das gilt in besonderer Weise für militärisch einsetzbare Technologien und die Steuerung von Waffen. weiterlesen…

Deloitte: 2021 drohen Strafzahlungen bis 3,3 Mrd. Euro

EU-CO2-Grenzwerte für Autobauer: „Regelkonform u n d profitabel agieren“

VW produzierte im Dieselskandal auf Halde - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyNeue europäische Gesetzgebungen hinsichtlich der CO2-Grenzwerte von Fahrzeugen zwingen Kraftfahrzeughersteller (OEMs) zum Umdenken: Wie die Unternehmensberatung Deloitte in einer Medienmitteilung schreibt, reiche es nicht länger aus, möglichst viele Autos profitabel zu verkaufen – auch deren CO2-Emissionen müssen berücksichtigt werden“, um Strafzahlungen und vor allem weiteren Reputationsschäden vorzubeugen. weiterlesen…

Lesehinweis: „So wird Wasserstoff grün“

„Da wird praktisch die gesamte Öl- und Gasindustrie durch etwas Neues ersetzt“

Grüner Wasserstoff - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyBei der Energiewende setzt die Politik auf Wasserstoff, dessen Produktion allerdings klimaschädliches CO2 freisetzt. Die Herstellung dieses Energieträgers ist also (noch) nicht CO2-neutral. Wie sie das werden kann, erklärten die Chemieprofessoren Beatriz Roldan und Robert Schlögl, beide Direktoren am Berliner Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft. In einem Interview mit Norbert Lossau in der Welt entwerfen sie am 06.03.2020 einen Weg in die grüne Wasserstoffwirtschaft, und erklären, wie sich der Energieträger klimafreundlich herstellen und Wasserstoff eine zentrale Rolle in einer klimaneutralen Energieversorgung spielen kann. weiterlesen…

Die Gefahr eines doppelten Selbstmordes

Aufrüstung und Erderwärmung – von Michael Müller, in MOVUM
– mit freundlicher Genehmigung des Autors –

Rendezvous mit dem Schicksal, das waren für US-Präsident Franklin D. Roosevelt die seltenen historischen Momente, in denen das frühzeitige Erkennen eines gesellschaftlichen Umbruchs, ein breites Bündnis entschlossen handelnder Akteure und die konkrete Vision für eine gute Zukunft zusammenkommen. Heute erleben wir erneut eine solche Schlüsselsituation, denn die Welt befindet sich am Rande des Friedens. Sie braucht neue Initiativen für eine soziale und ökologische Weltinnenpolitik. Sie braucht die Suche nach Gemeinsamkeit, statt die Konfrontation zu verschärfen. Doch dies wird zu wenig erkannt. Noch immer gibt es, vor allem in der Politik, aber auch in der alltäglichen Berichterstattung, einen eklatanten Widerspruch zwischen dem Wissen über die Zukunftsgefahren und dem alltäglichen Handeln. Die Lücke wird sogar größer. weiterlesen…

Greenpeace-Vorschlag: CO2-Ausstoß durch Zulassungssteuer senken

Reform der Kfz-Steuer kann Klima schützen und Einnahmen sichern

Eine Zulassungssteuer für Neuwagen mit hohem Spritverbrauch kann die CO2-Emissionen im Straßenverkehr deutlich senken. Wie eine solche Ergänzung der Kfz-Steuer aussehen muss, zeigt ein am 08.03.2020 in einer Medienmitteilung veröffentlichter Reformvorschlag des . Mit einer Zulassungssteuer ist es etwa der niederländischen Regierung gelungen, den durchschnittlichen CO2-Ausstoß von Neuwagen innerhalb von zehn Jahren von einem mit Deutschland vergleichbaren Niveau auf einen europäischen Spitzenwert zu senken. weiterlesen…

Die Ökostromlücke, ihre Effekte und wie sie gestopft werden kann

Effekte der Windenergiekrise auf Strompreise und CO?-Emissionen sowie Optionen, um das 65-Prozent-Erneuerbare-Ziel 2030 noch zu erreichen

Strommasten, Windenergie und Autobahn im Thüringer Wald - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyFalls der Zubau von Windkraftanlagen an Land weiterhin stockt, wird Deutschland seine Ausbauziele für Erneuerbare Energien bis 2030 deutlich verfehlen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Stromnachfrage durch den zusätzlichen Strombedarf der Industrie ansteigt. Ein erheblich stärkerer Ausbau von Photovoltaik und Windenergie auf See kann die Ökostromlücke aber nur zum Teil schließen, eine Stärkung von Wind an Land bleibt notwendig – so eine am 04.03.2020 veröffentlichte Untersuchung von Agora Energiewende. weiterlesen…

BMVI zu CO2-Ausstoß des Schiffsverkehrs

Treibhausgas-Emissionen: ETS-Ausweitung auf Seeverkehr zuerst analysieren

Containerhafen Barcelona - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyIm internationalen Warenverkehr verursachen See- und Schienenverkehr geringere Treibhausgas-Emissionen als andere Verkehrsträger. Eine Ausweitung des ETS auf den Schiffsverkehr bedarf einer Analyse. Mit solcherlei Erkenntnissen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag (hib 239/2020) am 03.03.2020 – beantwortet die Bundesregierung (19/17169) eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/16904). Solarify dokumentiert Fragen und Antworten; letztere fallen mitunter sehr zurückhaltend aus weiterlesen…

„EEG-Umlage senken, ohne Beihilfefreiheit zu gefährden“

BEE: „Kostenvorteil der Erneuerbaren endlich an Verbraucher weitergeben!“

Am BMWi: "Hier wird an der Energiewende gearbeitet" - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDer Bundesverband Erneuerbare Energien bewertet es einer Medienmitteilung zufolge kritisch, dass die Senkung der EEG-Umlage – wie im Klimapakt der Bundesregierung vorgesehen – durch Einnahmen aus der CO2-Bepreisung erreicht werden soll. BEE-Präsidentin Simone Peter: „Wir finanzieren über das EEG eine Erfolgsgeschichte: Erneuerbare Energien werden immer günstiger und sind damit ein wichtiger Standortfaktor für unsere Wirtschaft. Der Kostenvorteil der Erneuerbaren Energien muss jetzt endlich auch an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben werden“. weiterlesen…