Netto-Null gefährliche Falle

Die Klimawissenschaftler James Dyke, Robert Watson und Wolfgang Knorr warnen in The Conversation

Eine psychologische und emotionale Falle sabotiert die Klimawissenschaft: Im Prinzip ist es eine großartige Idee, fleißig an der Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu arbeiten. Leider trägt das aber in der Praxis dazu bei, den Glauben an die Rettung durch Technik aufrechtzuerhalten und das Gefühl der Dringlichkeit, die Emissionen jetzt einzudämmen, zu vermindern. weiterlesen…

Einsichten in Frühstadien der Strukturbildung von Perowskit-Solarzellen

Kolloidale Chemie von Perowskit-Vorläuferlösungen für Solarzellen untersucht

Mit der Methode der Kleinwinkelstreuung an der PTB-Röntgen-Beamline von BESSY II konnte ein HZB-Team experimentell die kolloidale Chemie von Perowskit-Vorläuferlösungen für Solarzellen untersuchen. Die Ergebnisse sind laut einer HZB-Medienmitteilung vom 18.06.2021 hilfreich, um Herstellungsverfahren und Qualität dieser spannenden Halbleitermaterialien gezielt und systematisch zu optimieren. weiterlesen…

„Ein Larifari-Gesetz“

Klimaforscher Latif kritisiert Klimaschutz-Novelle

Der Bundestag hat am Abend des 24.06.2021 das geänderte Klimaschutzgesetz beschlossen. Damit verpflichtet sich Deutschland, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Das hatte die Regierung zwar ursprünglich erst bis 2050 vorgesehen. Aber Ende April hatte das Bundesverfassungsgericht das bislang geltende Klimagesetz für teilweise verfassungswidrig erklärt und gefordert, die Freiheit künftiger Generationen dürfe nicht über Gebühr eingeschränkt werden. Klimaforscher Mojib Latif nannte die Novelle im Deutschlandfunk „ein Larifari-Gesetz“. weiterlesen…

ArcelorMittal will klimaneutralen Stahl mittels Solarenergie produzieren

Technologie des Start-ups Heliogen soll ökologischen Fußabdruck verringern helfen

Das weltgrößte Stahl und Bergbau-Unternehmen ArcelorMittal investiert in die Entwicklung klimafreundlicher Technologien. Am 08.06.2021 verkündete der Stahlkonzern in einer Pressemitteilung, dass er zehn Millionen US-Dollar in das kalifornische Start-up Heliogen steckt. Das Geld stammt aus dem XCarb-Innovationsfonds, den das Unternehmen im März ins Leben gerufen hat, um den ökologischen Fußabdruck des Stahlriesen verringern zu können. (Foto: Aufgerollter Stahl in brasilianischem ArcelorMittal-Werk – © Arcelormittalbrasil, Public Domain, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Schmackhafte Lösung für Plastikkrise

Bakterien erzeugen Vanillin

Wissenschaftler der Universität Edinburgh haben einen neuartigen Weg gefunden, um das wachsende Problem der Plastikverschmutzung anzugehen – indem sie Bakterien als nachhaltigen Weg einsetzen, um Plastikmüll in Vanillearoma zu verwandeln: Wie eine neue, in Green Chemistry open access publizierte Studie zeigt, kann das gewöhnliche Bakterium Escherichia coli (E.coli) Plastik in Vanillin umwandeln, Hauptbestandteil von extrahierten Vanilleschoten und für den charakteristischen Vanillegeschmack und -geruch verantwortlich. (Foto: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Escherichia Coli – © Rocky Mountain Laboratories, NIAID, NIH, Gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Regierungskarrossen: Von Null bis 249 Gramm CO2 pro Kilometer

CO2-Ausstoß der Bundesverwaltung

Die Bundesregierung bekennt sich zum Ziel, die Bundesverwaltung bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu organisieren. Zu diesem Zweck sei im Februar 2020 eine Koordinierungsstelle „Klimaneutrale Bundesverwaltung“ im Bundesumweltministerium eingerichtet worden, schreibt die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in der Antwort (19/30686) auf eine Kleine Anfrage (19/29131) der FDP-Fraktion. Diese Stelle habe die Aufgabe, die Aktivitäten der Bundesverwaltung auf dem Weg zur Klimaneutralität zu koordinieren und ein entsprechendes Maßnahmenprogramm vorzulegen. weiterlesen…

PIK-Potsdam: ISIpedia-Portal startet

Klimafolgenforschung der Öffentlichkeit besser zugänglich machen

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) bietet im Verein mit 11 Partner-Einrichtungen Entscheidungsträgern auf allen Ebenen ein neues Werkzeug zur Bewältigung der Herausforderungen des Klimawandels an. Einer PIK-Medienmitteilung vom 15.06.2021 zufolge sollen Erklärungen und Daten über die Auswirkungen der Erderwärmung – von Überschwemmungen bis hin zu Dürren – von einem Team aus 12 internationalen Forschungsinstituten der Öffentlichkeit besser zugänglich gemacht werden. Die Informationen werden in einem neuen Portal aufbereitet: ISIpedia (Inter-Sectoral Impacts Encyclopedia). Die Forschenden erklären selbst ihre Studien. (Bild: ISIpedia – Header der Webseite – © isipedia.org) weiterlesen…

Neue Analyse zeigt Risiken der Erderhitzung für Deutschland

Mehr als 100 Wechselwirkungen des Klimawandels untersucht – bei rund 30 sehr dringender Handlungsbedarf

Bei einem ungebremsten Klimawandel würden die Risiken durch Hitze, Trockenheit und Starkregen im gesamten Bundesgebiet künftig stark ansteigen. Das zeigen die Ergebnisse der Klimawirkungs- und Risikoanalyse (KWRA) des Bundes, die am 14.06.2021 von BMU und UBA vorgestellt wurde. Die Schäden wirken sich dabei wie bei einem Dominoeffekt von bereits heute stark belasteten Ökosystemen wie Böden, Wäldern und Gewässern hin zum Menschen und seiner Gesundheit aus. (Foto: Rheinhochwasser am 05.02.2021 bei Wiesbaden – © Franziska Vogt) weiterlesen…

Innovation für die Digitalisierung der Energiewende

dena: Im Berliner KPM-Quartier entsteht bis Herbst „Future Energy Lab“

Die digitale Energiewende bekommt eine eigene Adresse: Auf dem Gelände des ältesten Industriedenkmals der Stadt Berlin, der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) Berlin, soll einer Medienmitteilung der Deutschen Energie-Agentur zufolge in den kommenden Monaten ein Innovationsort für die Energiewende entstehen – ein Ort der Vernetzung für die Energie- und Digitalwirtschaft. (KPM_Berlin alter Betriebshof – Foto © Manfred Brueckels – Eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Empa: biologisch abbaubare Batterie – ein ökologisches Wunder

Neuer Mini-Kondensator besteht lediglich aus Kohlenstoff, Zellulose, Glycerin und Kochsalz

Die Anzahl der Daten sendenden Mikrogeräte, etwa bei Verpackungen und Transportlogistik, nimmt stark zu. Alle diese Geräte brauchen Energie, die dafür notwendige Menge an Batterien würde die Umwelt enorm belasten. Xavier Aeby und Gustav Nyström von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben nun eine komplett gedruckte, biologisch abbaubare Batterie entwickelt, einen kompostierbaren Mini-Kondensator, der das Problem lösen kann. Er besteht lediglich aus Kohlenstoff, Zellulose, Glycerin und Kochsalz – und er funktioniert zuverlässig. (Foto: 3D-Drucker druckt Elekrolyt-Schicht auf – Screenshot © empa.ch (open access)) weiterlesen…