Berlin: In Reuter West werden 350.000 Badewannen befüllt

Größter Wärmespeicher Deutschlands mit 56 Millionen Litern fertig

Im April 2023 wird laut einer Vattenfall-Medienmitteilung vom 30.06.2022 der größte Wärmespeicher Deutschlands mit einem Fassungsvermögen von 56 Millionen Litern den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Dies entspricht in etwa dem Volumen von 350.000 Badewannen. Er wird Fernheizwasser mit einer Temperatur von 98 Grad Celsius speichern und somit maßgeblich den Fortschritt der Wärme- und Energiewende sowie die Erhöhung der Energiesicherheit in Deutschland vorantreiben. weiterlesen…

1 Mio. für Arbeiten zur künstlichen Photosynthese

Marburger Max-Planck-Forscher erhält Merck Future Insight Preis

Tobias Erb, Direktor und Leiter der Abteilung „Biochemie und Synthetischer Metabolismus“ am Marburger Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, empfängt einer Mitteilung auf der MPI-Webseite vom 13.07.2022 zufolge den mit 1 Million Euro dotierten „Merck Future Insight Prize“ für seine Arbeiten, die den Weg zu einer nachhaltigeren Fixierung des Treibhausgases CO2 ebnen – hin zu einer künstlichen Photosynthese. Sie soll in Zukunft Einzug in Bioreaktoren halten, um CO2 nachhaltig als Wertstoff zu nutzen oder sogar der Außenluft entziehen zu können (negative Emissionen). (Foto: Tobias J. Erb – © Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie, Chris Kettner) weiterlesen…

„Auf frischer Tat ertappt“

Wichtige chemische Zwischenprodukte in Schadstoff-zu-Kraftstoff-Reaktion identifiziert

Die Verschmutzung durch Kohlendioxid verändert weiterhin das Weltklima. Forscher wissen aber, wie sie diese Verschmutzung sogar regional und nahezu in Echtzeit aufspüren können. Als Teil einer Lösung für die CO2-Verschmutzung konzentrieren sich viele Studien auf die Umwandlung dieses Schadstoffs in einen Kraftstoff, wie z. B. Methanol. Katalysatoren auf Kupferbasis sind ein Werkzeug für solche Umwandlungen. Um die Umwandlung des Klimagases in Methanol zu optimieren, müssen die entsprechenden chemischen Vorgänge Schritt für Schritt erforscht werden. Die Einzelheiten dieser Chemie sind jedoch nach wie vor unklar; es sind Experimente erforderlich, um Hypothesen zu testen, die derzeit auf Computersimulationen beruhen so die Webseite der japanischen Universität Tsukuba. weiterlesen…

Industrielle Massenproduktion ohne negative Einflüsse

Projekt „Life Cycle Impact Zero“ startet am Enapter Campus

Elektrolyseur-Hersteller Enapter will den gesamten Produktionsprozess ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt gestalten. Um diesem Ziel näher zu kommen, baut das Unternehmen einer Medienmitteilung vom 06.07.2022 zufolge derzeit den Enapter Campus, eine Produktionsstätte, die vollständig mit Erneuerbaren Energien vor Ort und aus dem angrenzenden Bioenergiepark im nordrhein-westfälischen Saerbeck betrieben wird. Der Standort bündelt auf 82.000 Quadratmetern die Elektrolyseur-Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltungs- und Besprechungsräume.(Bild: Enapter-Campus, Saerbeck – Render © enapter-press kit) weiterlesen…

Equinor und VNG erweitern Zusammenarbeit bei Wasserstoff, Ammoniak und CO2-Abscheidung

Milliardenprojekt für blauen Wasserstoff in Rostock geplant

Die zwei Energie-Unternehmen aus Deutschland und Norwegen haben vereinbart, ihre bestehende Zusammenarbeit im Gassektor auf die neuen Bereiche CO2-armer Wasserstoff, CO2-armer Ammoniak sowie die Abscheidung, Nutzung und Offshore-Speicherung von CO2 (CCU und CCS) auszuweiten. Sie wollen dafür in Rostock in großem Stil mittels Dampfreformierung Wasserstoff aus Erdgas herstellen. Die produzierte Menge soll einem Fünftel der aktuellen Wasserstoff-Produktion in der Bundesrepublik entsprechen. Hierzu sei eine Anlage mi 1,3 Gigawatt Leistung geplant, die bis 230.000 Tonnen blauen Wasserstoff jährlich erzeugen soll, teilten VNG und Equinor mit. weiterlesen…

Auf dem Weg zum entwaldeten Planeten

Carlowitz zum Hohn

Als Ersatz für Beton beim Gebäudebau, für Plastik in Verpackungen und für Kohle und Gas beim Heizen: Holz gilt in vielen Bereichen als Allheilmittel für mehr Nachhaltigkeit. Eine Untersuchung von Universität Kassel und WWF belegt, dass der globale Holzverbrauch deutlich die nachhaltige Erntemenge übersteigt. Und: Die Deutschen verbrauchen doppelt so viel Holz wie der globale Durchschnitt. Die Nachfrage nach Holz steigt beständig, vor allem für Verpackungen, die Bauindustrie, Bioplastik und Bioenergie. weiterlesen…

EZB präsentiert Klimaschutz-Maßnahmen für geldpolitische Strategie

Europas Bank besinnt sich auf Ökologie

Die Bewältigung des Klimawandels ist eine globale Herausforderung und eine politische Priorität für die Europäische Union. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat sich auf einen umfassenden Maßnahmenplan verständigt, mit dem Klimaschutzaspekte stärker in den geldpolitischen Handlungsrahmen des EZB-Rats einbezogen werden sollen. Dadurch unterstreicht der EZB-Rat nach eigenem Bekunden vom 08.07.2022 sein Bestreben, „Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit systematischer in seine Geldpolitik einfließen zu lassen“, als das bisher der Fall war. Der Entscheidung sei der Abschluss der Strategieüberprüfung im Zeitraum 2020-21 vorausgegangen, bei der die Überlegungen zum Klimawandel und zur ökologischen Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle gespielt hätten. weiterlesen…

Meeresschutz alternativlos für Zukunft des Planeten

Ocean Care zieht Bilanz der zweiten UNO-Ozeankonferenz

In Lissabon ging am 01.07.2022 die zweite UNO-Konferenz zum Schutze der Ozeane (UNOC) zu Ende. Die internationale Meeresschutzorganisation OceanCare bilanziert in einer Medienmitteilung. Die Ergebnisse kursorisch: Unterwasserlärm – obligatorische Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung von Schiffen sind entscheidend, um Schifffahrtsunternehmen gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten; Plastikverschmutzung – die Gesetzgeber sind am Zug, um die Plastikproduktion deutlich zu reduzieren (SDG12) und den endlosen Fluss von Plastik in unsere Ozeane zu unterbinden (SDG14); Tiefseebergbau – Ermutigende Schritte in Richtung eines Moratoriums für den Tiefseebergbau. weiterlesen…

Jährlich 11 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen

Trauriger Rekord: Privathaushalte verschwenden am meisten

2020 wurden entlang der Lebensmittelversorgungskette insgesamt etwa 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle weggeworfen. Der überwiegende Anteil entstand in privaten Haushalten. Das geht laut einer gemeinsamen Medienmitteilung von BMUV und BMEL vom 01.07.2022 aus einem Bericht hervor, den die Bundesregierung gestern am 30.06.2022 der EU-Kommission übermitteltt hat. Der überwiegende Anteil an weggeworfenen essbaren Lebensmitteln sowie Schalen, Blätter, Knochen oder Kaffeesatz entstand in privaten Haushalten (rund 59 Prozent). weiterlesen…

Tauender Permafrost beeinflusst Weltklima

Neue Veröffentlichung und interaktive Karte fassen Wissen über Gefährdung zusammen – und mahnen zum Handeln

Im Fachjournal Frontiers in Environmental Science vom 29.06.2022 fasst ein Team von Fachleuten um Jens Strauss vom Alfred-Wegener-Institut in Potsdam und Benjamin Abbott von der Brigham Young University in den USA open access zusammen, wie der Klimawandel die dauerhaft gefrorenen Böden der Arktis verändert, mit welchen Folgen für das Weltklima, für Menschen und Ökosysteme – und was lässt sich dagegen tun. Zudem hat das AWI unter Leitung von Moritz Langer eine interaktive Karte zur Vergangenheit und Zukunft des Permafrosts entwickelt. Beide Veröffentlichungen kommen zum gleichen Ergebnis: Um gefährliche Entwicklungen in diesen Regionen zu stoppen, muss die Emission von Treibhausgasen in den nächsten Jahren massiv reduziert werden. (Foto: Tauender Permafrostboden – © Georg Schwamborn, AWI) weiterlesen…