Shale-Gas aus der „Toten Kuh“

Argentinien könnte Schiefergas-Lieferant werden

Im Internet kursiert ein merkwürdiger „Aktientipp“: Dank der Erschließung gigantischer Vorkommen in den Schiefergesteinsformationen im Vaca-Muerta-(„Tote-Kuh“-)Becken im Nordwesten Patagoniens steigt die Gesamtproduktion des von der argentinischen Regierung kontrollierten Öl-Konzerns YPF. Die BASF-Tochter Wintershall Dea, Total, Shell und Chevron sitzen mit im Boot. Schiefergas zeitigt auch in Argentinien Proteste. (Foto: Bohrturm für Schiefergas – © Anita Starzycka, pixabay.com) weiterlesen…

„Statt Vertrauen in Regierungen – eigenes kritikbereites Nachdenken“

Kommentar von Christfried Lenz am 24.06.2022

Die letzte Merkel-Regierung behauptete, sie habe die Erneuerbaren-Richtlinie der EU vollständig in deutsches Recht umgesetzt. Das war schlicht gelogen. Wichtige Punkte wie das „Energy Sharing“ (Mitglieder etwa einer Genossenschaft können – unter Nutzung des vorhandenen Netzes in einem bestimmten Umkreis – den von ihnen erzeugten Erneuerbaren Strom vergünstigt beziehen) oder die gemeinsame Eigenversorgung (etwa einer Hausgemeinschaft) wurden nicht umgesetzt und sind somit in Deutschland weiterhin verboten. weiterlesen…

Autos mit E-Fuels weniger umweltfreundlich als E-Autos

Neue T&E-Analyse blickt in die Zukunft

Mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels) betriebene Autos sorgen während ihrer gesamten Lebensdauer im Vergleich zu herkömmlichen Benzin- oder Dieselfahrzeugen nur für minimale Einsparungen an CO2-Emissionen. Gleichzeitig benötigen sie weitaus mehr erneuerbaren Strom als Elektroautos. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Untersuchung, die von „Transport and Environment“ (T&E), einem Zusammenschluss von 53 Umweltverbänden mit Verkehrsschwerpunkt auf europäischer Ebene, darunter der Verkehrsclub Deutschland VCD, der eine sozial- und umweltverträgliche Mobilität aller Verkehrsteilnehmer als Ziel hat, bei einem Fossil-Öl-Zusammenschluss beauftragt und veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Wie der Welthandel dem Klima helfen kann

WTO müsste ökonomische Anreize zu klimaschädlichem Verhalten dringend eindämmen

Das klimapolitische Potenzial internationaler Handelsordnungen, die von der Welthandelsorganisation WTO vereinbart werden, ist noch ausbaufähig. Die Politik sollte einige Regeln ändern – und andere stärker nutzen, so das Ergebnis eines jetzt in der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift Science veröffentlichten Artikels von Fachleuten aus zwölf Ländern, darunter auch Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). (Bild: Hamburger Hafen – © von Julius Silver auf Pixabay) weiterlesen…

EU-Parlament billigt Auffüllung der Gasspeicher

Füllstand mindestens 80, bald 90 Prozent

Als Reaktion auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine sollen die strategischen Gasreserven der EU vor dem Winter schneller aufgefüllt werden, um die Energieversorgung zu sichern: Für den Fall, dass die russische Gasversorgung unterbrochen wird, sollen die deutschen Speicher zum Schutz von Bevölkerung und Unternehmen bis zum 01.11.2022 mindestens 80 % gefüllt sein. Gleichzeitig sind Maßnahmen zum Schutz der Reserven vor Einflussnahme von außen geplant. Gasspeicherkapazitäten sollen als kritische Infrastruktur gelten. Eine entsprechende EU-Verordnung, auf die sich die Ministerinnen und Minister der EU geeinigt hatten, hat das EU-Parlament am 23.06.2022 gebilligt. weiterlesen…

Fünf neue Ideen für klimafreundliche Kreislaufwirtschaft

BMUV fördert Kooperation zwischen Unternehmen für Ressourcen- und Klimaschutz

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat am 23.06.2022 innovative Projektideen zur Circular Economy gewürdigt. Unter dem Motto „Mit CEWI-Pilotprojekten zur Sektortransformation“ stellten verschiedene Unternehmen ihre Vorhaben bei einer Veranstaltung der Stiftung KlimaWirtschaft vor. Die Projekte sollen dazu beitragen, in den beiden besonders rohstoffintensiven Wirtschaftsbereichen Gebäude und Automobil Materialien stärker im Kreislauf zu führen und damit auch einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu erbringen. weiterlesen…

Kaum zu glauben: Union fordert „Turbo-Ausbau erneuerbarer Energien“

Erstaunlicher Antrag nach 16 Jahren Regierung

Die Unions-Fraktion kritisiert – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 22.06.2022 – das sogenannte „Osterpaket“ der Bundesregierung: Zu oft mache es den Ausbau der Erneuerbaren schwerer, es verpasse das Beseitigen bürokratischer Hürden und verhindere den „dringend nötigen Turbo bei den Erneuerbaren“. Die Erreichung der Klimaziele und eine Steigerung sicherer Energieversorgung vor Ort müssten oberste Priorität haben, fordern die Abgeordneten von CDU und CSU in einem Antrag (20/2345) mit dem Titel: „Beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien – Potenziale nutzen, Bürokratie abbauen, Anreize schaffen“. Unfreiwillige Selbstkritik. weiterlesen…

EU will „Natur wiederherstellen“ (bis 2050) und Pestizide halbieren (bis 2030)

Der Grüne Deal: Richtungsweisende Vorschläge

Die EU-Kommission hat am 22.06.2022 einer Medienmitteilung zufolge richtungsweisende Vorschläge zur Renaturierung und Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme in ganz Europa angenommen – von landwirtschaftlichen Flächen und Meeresgebieten bis hin zu Wäldern und städtischen Gebieten. Sie schlägt ferner vor, die Verwendung chemischer Pestizide und der von ihnen ausgehenden Risiken bis 2030 um 50 % zu verringern. Dies sind die wichtigsten Gesetzesvorschläge zur Umsetzung der Biodiversitätsstrategie und der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“, die dazu beitragen sollen, die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der Nahrungsmittelversorgung in der EU und weltweit zu gewährleisten. weiterlesen…

Energie- und Klimafonds soll weiterentwickelt werden

Bundestags-Haushaltsausschuss macht aus „Energie- und Klimafonds“ (EKF) „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF)

Der Haushaltsausschuss hat am 22.06.2022 eine Weiterentwicklung des Energie- und Klimafonds zu einem Klima- und Transformationsfonds (KTF) beschlossen, meldet der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung (20/1598) nahm der Ausschuss ohne Änderungen mit Stimmen der Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP bei Gegenstimmen der Fraktionen von CDU/CSU, AfD und Die Linke an. Der Bundestag soll das Gesetz am 23.06.2022 ohne Debatte verabschieden. weiterlesen…

Mehr Mehrweglösungen für Kunststoffverpackungen

Kreislaufwirtschaft

Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft, besonders, um Plastikabfall zu reduzieren, sind Mehrwegsysteme essenziell. Forschende des Fraunhofer UMSICHT und des Fraunhofer IML, die im Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE zusammenarbeiten, haben für die Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) drei kunststoffbasierte Mehrwegsysteme mit ihren Einwegalternativen verglichen. Das Ergebnis: Mehrweg ist Einweg in 14 der 17 untersuchten Kategorien überlegen und bietet großes Potenzial zum Gelingen einer Kreislaufwirtschaft. weiterlesen…