Kohleausstieg weltweit: Gerechtigkeit breit denken

Fachleute aus vier Kontinenten werben dafür, den Begriff von „Just Transition“ auf Industrie und Verbraucher auszuweiten

„Just Transition“, dieser Schlüsselbegriff inspirierte viele Transparente bei Klima-Demos – und steht in der Präambel des Weltklimaabkommens: Ein „gerechter Strukturwandel für die arbeitende Bevölkerung“, heißt es dort, sei „zwingende Notwendigkeit“ im Kampf gegen die Erderwärmung. Doch angesichts der bislang mäßigen Bilanz warnen jetzt Fachleute aus vier Kontinenten: Dieser Ansatz reiche nicht. Es sei an der Zeit, den Begriff „Just Transition“ auf Industrie und Verbraucher auszuweiten, argumentieren sie in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature Climate Change. Federführend bei dem Beitrag war das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). weiterlesen…

Energieautarkes Gewächshaus

Solares Grundlastkraftwerk

„Potenzial zum Weltmarktführer“ attestiert Frank Steinhart seinem Unternehmen Sun Orbit, für die Entwicklung eines neuartigen weil energieautarken Treibhauses. Es soll Strom, Kälte und Wärme erzeugen. Gewächshäuser benötigen in den kalten Monaten reichlich Energie – in der Regel Heizöl. Rund 90 % des Gesamtenergiebedarfs beim Unterglasanbau gehen aufs Konto der Ölheizung. Mit dem energieautarken Gewächshaus, einer Kombination von Sonnenenergie und Erdwärme, soll sich das ändern. (Foto: Energieautarkes Gewächshaus – © Sun Orbit) weiterlesen…

110 MW: größter PV-Park Bayerns

Umweltbank finanziert Anumar-Entwicklung

Sonne - Foto © SolarifyIn Berg im Gau zwischen Ingolstadt und Augsburg entsteht derzeit das größte Solarkraftwerk Bayerns. Die Anumar GmbH als Betreiber des Photovoltaik-Kraftwerks mit 110 MWp konnte sich bereits einen PPA mit Statkraft für 50 MW sichern, schreibt Sandra Enkhardt auf pv magazine. Zudem gibt es Zuschläge aus Ausschreibungen für 30 MW. Das Gesamtkonzept überzeugte die Umweltbank, die einen Kredit über 20 Jahre für das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 60 Millionen Euro gewährte. Das Kreditinstitut verzeichnet zudem ein reges Interesse an seinem PPA-Finanzierungsprogramm. weiterlesen…

Audi erforscht bidirektionale Ladetechnik

Elektroauto als Teil der Energiewende

E-Mobilität - Ladestation - Foto © SolarifyDie „intelligente Nutzung von Elektroautos bietet großes Potenzial für die Energiewende“, so Audi in einer Medienmitteilung am 23.07.2020, in der es vor allem um bidirektionales Laden geht, das Zwischenspeichern von eigenem PV-Strom möglich machen soll. Dabei, so Audi und die Hager Group, setzen vor allem Kostenoptimierung und Eigenstromversorgung finanzielle Anreize. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Restmüll in 35 Jahren fast halbiert

Noch zu viel Bioabfall und Wertstoffe im Hausmüll

Müllverbrennung Berlin-Ruhleben - Foto © Solarify Das Bundesumweltministerium hat am 28.07.2020 Daten zur getrennten Sammlung des Hausmülls in Deutschland herausgegeben. Demnach fällt in Deutschland derzeit nur noch rund halb so viel Restmüll an wie vor 35 Jahren, verglichen mit den alten Bundesländern. Das zeigt eine aktuelle Analyse von Siedlungsrestabfällen in Deutschland für das Umweltbundesamt. Die letzte Erhebung dieser Art ist 1985 erstellt worden. weiterlesen…

Ultradünne Solarpaneele, druckbar wie Zeitungen

Erstmals in öffentlicher Beleuchtung Sydneys

Eine australische Universität hat einen Durchbruch in der Entwicklung hauchdünner, billiger Solarpanels publiziert. Das Centre of Organic Electronics in Callaghan der University of Newcastle hat druckbare Photovoltaik-Solarzellen entwickelt, die, so heißt es von der Universität, die städtische Stromerzeugung revolutionieren könnten. Die Technologie, ultraleicht, ultraflexibel, recycelbar und kostengünstig in der Herstellung, wird die interaktive öffentliche Beleuchtung Sydneys speisen. weiterlesen…

EULE: Evaluierungssystem für umweltfreundliche und landschaftsverträgliche Energiewende

10.000. DBU-Projekt vereint Artenschutz und Energiewende

Flusslandschaft an der Dahme bei Berlin - Foto © SolarifySeit beinahe 30 Jahren fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) innovative und umweltentlastende Modellprojekte. Im Juni hat die Förderung einen weiteren Meilenstein erreicht: 10.000 geförderte Projekte: Nummer 10.000 ist das Evaluierungssystem für eine umweltfreundliche und landschaftsverträgliche Energiewende (EULE) – ein Projekt der regionalwerke, Bodenkirchen, in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising sowie Prof. Schaller UmweltConsult, München. weiterlesen…

BMU/UBA: Umweltschutz in Gesetz zu globalen Lieferketten integrieren

UBA-Studie zeigt Möglichkeiten für unternehmerische Sorgfaltspflichten für Menschenrechte und Umweltschutz

Container im Hafen von Barcelona - Foto © SolarifyUm nachhaltigere globale Wertschöpfungsketten zu erreichen, empfiehlt eine Studie einen gesetzlich verankerten systematischen Ansatz zur Risikofrüherkennung, Maßnahmenumsetzung und Berichterstattung durch die Unternehmen – so eine gemeinsame Medienmitteilung des Bundesumweltministeriums mit dem Umweltbundesamt vom 27.07.2020. weiterlesen…

Zusätzliches kommunales Klimaschutz-Konjunkturprogramm

Ab 1. August 100 Millionen zu beantragen

Fahrräder in Berlin - Foto © SolarifyIm Zuge des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung stellt das Bundesumweltministerium den Kommunen zusätzlich 100 Millionen Euro für Klimaschutz zur Verfügung. Diese können zum Beispiel für die Förderung des Radverkehrs und kommunale Klimaschutz-Modellprojekte beantragt werden. Für finanzschwache Kommunen ist unter bestimmten Bedingungen eine Vollfinanzierung ihrer Klimaschutzmaßnahmen möglich. Zudem wird der Kreis der Kommunen, die Gelder beantragen können, erweitert. Die zusätzlichen Fördergelder können ab dem 01.08.2020 abgerufen werden. weiterlesen…

Morgan Stanley: Billige Windkraft könnte grünen Wasserstoff ankurbeln

In zwei Jahren Kostenparität

Wasserstoff-Tanklastzug an Multi-Energie-Tankstelle - Foto © SolarifySinkende Kosten von Windenergie und Photovoltaik erweisen sich als Segen für die Produktion grünen Wasserstoffs, wie BNN Bloomberg meldet. Die Ansiedlung von Wasserstoffanlagen vor allem in Windparks, die in der Regel nachts mehr Strom erzeugen, als sie benötigen, könnte den Brennstoff aufholen lassen. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht grünen Wasserstoff, unter einer Voraussetzung, bereits in zwei Jahren die Wettbewerbsfähigkeit mit herkömmlichen Brennstoffen in puncto Kosten erreichen: Die Wasserstoffproduktion an Windstandorten. weiterlesen…