Wasserstoff auf dem Vormarsch

Weg zur Wettbewerbsfähigkeit im Bereich Wasserstoff: Eine Kostenperspektive

Der jüngste Bericht des Hydrogen Council vom 20.01.2020 zeigt, dass die Kosten für Wasserstofflösungen innerhalb des nächsten Jahrzehnts stark sinken werden – und zwar früher als bisher erwartet. Mit dem weiteren Ausbau von Wasserstoffproduktion, -verteilung, -ausrüstung und -komponenten werden die Kosten bis 2030 für zahlreiche Anwendungen voraussichtlich bis 50 % sinken – so der Branchenzusammenschluss -, wodurch Wasserstoff gegenüber anderen kohlenstoffarmen Alternativen und in einigen Fällen sogar gegenüber konventionellen Optionen wettbewerbsfähig werden wird. weiterlesen…

Wie stark trifft der Klimawandel unsere Städte?

Digitalisierung eröffnet neue Chancen für Nachhaltigkeit

Besser und nachhaltig leben, arbeiten und wirtschaften: Neue digitale Technologien sind ein wichtiger Schlüssel, um Innovationen für die Nachhaltigkeit, den Klimaschutz und die Klimaanpassung zu schaffen. Diese Innovationen werden auch von Städten dringend benötigt. Denn gerade die Stadtbevölkerung wird zunehmend durch Folgen des Klimawandels wie Hitze oder Stürme belastet. Klimaforschung und Digitalisierung können hier Abhilfe schaffen. Wie das geht, zeigen Forschende der Leibniz Universität Hannover. Sie haben kürzlich die ersten Erfolge des Projekts „Modellbasierte Stadtplanung und Anwendung im Klimawandel“ (MOSAIK-2) vorgestellt. Eine Pressemitteilung des Bundesministeriums gibt Aufschluss darüber. weiterlesen…

Höhere Förderung macht serielle Gebäudesanierungen attraktiv

Fördersatz der KfW für hocheffiziente Sanierungen steigt auf 40 Prozent

Wohnungsunternehmen können für serielle Sanierungen nach dem Energiesprong-Prinzip ab dem 24.01.2020 mit mehr Förderung rechnen. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur (dena) hin, die die Marktentwicklung von Energiesprong in Deutschland koordiniert. Die KfW Bankengruppe erhöht den Tilgungszuschuss für eine Sanierung zum Effizienzhaus 55 auf 40 Prozent. Der energetische Standard des Effizienzhaus 55 wird durch den Energieprong-Ansatz erreicht. In einem digitalisierten und industrialisierten Bauprozess werden Gebäude in kurzer Zeit und zu bezahlbaren Kosten auf den NetZero-Standard gebracht. Sie erzeugen dann die gesamte übers Jahr benötigte Energie für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom selbst. weiterlesen…

Zwei Groß-Wärmespeicher in Mecklenburg-Vorpommern

Statt abschalten: Grünen Strom für gemeinsame Wärme nutzen

Die Stromnetze in Deutschland können nicht zu jeder Zeit im Jahr den kompletten Strom aus Windenergie transportieren, weil sonst das Netz überlastet wäre. Windräder stehen dann temporär still und die Energie bleibt ungenutzt. Der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz und die beiden Energieversorger und Neubrandenburger Stadtwerke (neu.sw) wollen das jetzt mit zwei Projekten ändern. weiterlesen…

Kabinett beschließt Kohleausstiegsgesetz

Dazu Löschung freiwerdender CO2-Zertifikate – kritische Stimmen

Das Bundeskabinett hat am 29.01.2020 einer Medienmitteilung des Bundespresseamtes zufolge den Gesetzesentwurf zum Kohleausstieg beschlossen. Genau heißt die Vorlage, die jetzt in den Bundestag geht: „Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der Kohleverstromung und zur Änderung weiterer Gesetze“. Frei werdende CO2-Zertifikate sollen aus dem Markt genommen und durch den Kohleausstieg eventuell verursachte Strompreiserhöhungen für Verbraucher ausgeglichen werden. Ältere Beschäftigte sollen ein Anpassungsgeld für den Übergang in den Ruhestand erhalten. Schließlich wird das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz verlängert und weiter einwickelt. weiterlesen…

Neue Software für Windkraftanlagen

Stabiles Netz für volatile Energie

Deutschland will in den nächsten Jahren viel mehr Strom vermehrt aus Wind und Sonne produzieren. Das stelle erhöhte Anforderungen an das Stromnetz, erklärt Holger Wrede von der Hochschule Düsseldorf: „Um die Stabilität des Netzes zu gewährleisten, ist es notwendig, dass Kraftwerke auf schwankenden Stromverbrauch reagieren.“ Für Windenergie und Photovoltaikanlagen sei das derzeit noch schwierig. Das Projekt in Zusammenarbeit mit W2E Wind to Energy (Rostock) will durch das Weiterentwickeln der Anlage im Zusammenspiel mit dem sogenannten Umrichter neue Lösungsansätze bieten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt fachlich und finanziell mit 395.000 Euro. weiterlesen…

Gebäude können zu einer globalen CO2-Senke werden

…mit dem Baustoff Holz statt Zement und Stahl

Eine Materialrevolution, die im Städtebau Zement und Stahl durch Holz ersetzt, kann doppelten Nutzen für die Klimastabilisierung haben. Das zeigt jetzt die Studie eines internationalen Teams von Wissenschaftlern u.a. des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Erstens könne sie Treibhausgasemissionen aus der Zement- und Stahlproduktion vermeiden. Zweitens könne sie Gebäude in eine Kohlenstoffsenke verwandeln, da im Bauholz das von den Bäumen zuvor aus der Luft aufgenommene und in ihren Stämmen eingelagerte CO2 gespeichert werde. Obwohl die erforderliche Menge an Holz theoretisch verfügbar sei, würde eine solche Ausweitung eine sehr sorgfältige nachhaltige Waldbewirtschaftung erfordern, wie die Autoren der Studie betonen. weiterlesen…

Energie künftiger Heizsysteme in Salz speichern

Solarthermische Kollektoren und Energiespeicherung in Salzbatterien können 71 Prozent des Heizbedarfs decken

Ein Behälter mit flüssigem Salz, unterkühltem Natriumacetat-Trihydrat, kann Energie aus erneuerbaren Energiequellen speichern, ohne Energie zu verlieren, schreibt Peter Aagaard Brixen auf der Webseite der Dänischen Technischen Universität (DTU). Neue Forschungsergebnisse der DTU zeigen, dass Salzbatterien die Herausforderung der kurz- und langfristigen Speicherung von Energie aus Sonnenkollektoren und Windenergie lösen können. Experimente haben gezeigt, dass ein Solarheizsystem mit 22 m² Sonnenkollektoren, einem Warmwasserspeicher und Salzbatterien bis zu 71 Prozent des Wärmebedarfs in einem energieeffizienten Drei-Personen-Haus im dänischen Klima decken kann. weiterlesen…

Geheimnis der Cyanobakterien entschlüsselt

Bald künstliche Photosynthese? Wie genau Cyanobakterien CO2 effizient umwandeln

Ein internationales Forschungsteam konnte das Geheimnis der Cyanobakterien lüften. Künftig wird es so möglich sein, bei ihnen „abzuschauen“, wie sie Luft-CO2 in wasserlösliche Kohlensäure umwandeln und vor dem Aufbau von Biomasse in der Zelle zwischenspeichern. Das hat jetzt ein Forscherteam unter Beteiligung der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift Nature Communications erläutert. (Foto: Jacqueline Thiemann und Marc Nowaczyk waren überrascht, dass die molekularen Details der biologischen CO2-Umwandlung bei Cyanobakterien doch anders sind als zuvor gedacht und wollen demnächst bei Cyanobakterien abgucken – © RUB, Marquard) weiterlesen…

Historischer Tiefstand für Wind-Onshore

BWE: Durch mehr Genehmigungen und Flächen schnellstmöglich überwinden

Der Brutto-Zubau der Windenergie an Land von 1.078 Megawatt (MW) bzw. 325 Anlagen im Gesamtjahr 2019 liegt auf dem niedrigsten Stand seit Einführung des EEG im Jahr 2000, meldete der Bundesverband WindEnergie am 28.01.2020. Der Zubau sei um 55 Prozent geringer als 2018 und 80 Prozent geringer als 2017 gewesen. Daher fordert der Branchenverband, Bund und Länder müssten das Ausbautief durch Sofortmaßnahmen für mehr Genehmigungen und Flächen überwinden helfen. Zudem müssten pauschale Abstandsregeln vor allem für bestehende Regional-, Flächen- und Bauplanungen sowie Repowering-Projekte vermieden werden. Nachdem der Bedarf an Erneuerbaren Energien für klimaneutrale Produktion, Sektorenkopplung und Wasserstofferzeugung steigt, müsse die Bundesregierung die Ausbaupfade anpassen. weiterlesen…