COP25: Fortschritte trotz fehlender Einigung über die Erhöhung der Klimaziele

Guterres enttäuscht

Die Verhandlungen der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid gingen am 15.12.2019 endgültig zu Ende, mit dem Schlussplenum, bei dem der Privatsektor sowie die nationalen, regionalen und lokalen Regierungen große Fortschritte erzielt haben – so eine Medienmitteilung der UN. Allerdings herrschte weit verbreitete Enttäuschung darüber, dass kein allgemeiner Konsens über erhöhte Klimaziele erzielt wurde. Interessanterweise wurde die offizielle Erklärung mit dem Bild einer Demonstration von Fridays for Future illustriert. weiterlesen…

COP25 endet enttäuschend

Nach zähem Ringen ein Kompromisslein

Noch nie hat eine Weltklimakonferenz ihre Beratungen so lange überzogen wie die COP25 in diesem Jahr: Am späten Vormittag des 15.12.2019, nach zwei Wochen und 40stündiger Verlängerung haben die fast 200 am UN-Klimagipfel teilnehmenden Länder in Madrid eine magere politische Abschlusserklärung erzielt. Darin erinnerte das Plenum alle rund 200 Staaten an ihre Zusage, im nächsten Jahr ihre Klimaschutzziele für 2030 möglichst zu verschärfen. Um den Emissionshandel wird weiter gestritten (nach tagesschau.de. (Bild: Totale der Schlussitzung der COP25 – Screenshot – © UNFCC, news.un.org) weiterlesen…

In zwei Jahren 50.000 Ladepunkte

Altmaier und Scheuer: „Gemeinsam bauen wir ein verlässliches und nutzerfreundliches Ladesäulennetz auf“

Am 13.12.2019 hat auf Einladung der Bundesminister Peter Altmaier und Andreas Scheuer ein Spitzengespräch mit der Energiewirtschaft zur Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge stattgefunden. Das BMWi, das BMVI und die Vertreter der Energiewirtschaft bekräftigten einer BMWi-Medienmitteilung zufolge, dass sie bei dem Aufbau einer bedarfsgerechten und wettbewerbsorientierten, verbraucherfreundlichen und verlässlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland eng zusammenarbeiten werden. weiterlesen…

Dänemark plant künstliche Energieinsel

Regierung unternimmt erste Schritte

Dänemark will seine klimaschädlichen Emissionen bis 2030 um 70 Prozent reduzieren. Daher hat die dänische Regierung laut einer Medienmitteilung des Kopenhagener Energieministeriums am 10.12.2019 für 8,7 Mio. Euro Untersuchungen begonnen, um Standorte für eine oder mehrere Energieinseln mit mindestens 10 GW Offshore-Wind zu finden. Dies entspricht 10 großen Offshore-Windparks, die den Strombedarf von mehr als 10 Mio. europäischer Haushalte decken könnten. Der Gesamtinvestitionsbedarf liegt zwischen 27 und 40 Mrd. Euro. weiterlesen…

„Fenster wird Kraftwerk“

Wieder einmal: Transparente Solarzelle

Schon vor sieben Jahren haben Forscher der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) haben eine transparente Solarzelle entwickelt (siehe solarify.eu/erste-durchsichtige-solarzelle), die in Zukunft in Fensterscheiben Strom erzeugen kann. Gleichzeitig entwickelte 3M Solar Fensterfolien. 2016 kamen aus den USA erneut Meldungen über transparente Solarzellen (solarify.eu/voellig-transparente-solarzellen), erstmals “völlig” transparent: Diesmal hatten Forscher der Michigan State University (MSU) in East Lancing ein weiteres Konzept für transparente Solarzellen vorgestellt, das Transparent Luminescent Solar Concentrator Module. Jetzt stanzten Forscher in Silizium-Wafer unzählige Löcher mit Durchmesser von rund 100 Mikrometern und erzeugten so aus opaken Zellen durchsichtige, ohne ihren Wirkungsgrad entscheidend zu schwächen. weiterlesen…

Links zum europäischen Grünen Deal

Erster klimaneutraler Kontinent werden

„Als erster Kontinent bis 2050 klimaneutral zu werden, erscheint fast unmöglich und ist doch eine riesige Chance“, beginnt eine Mitteilung auf der Internetseite der Europäischen Kommission. Um dieses Ziel zu erreichen, habe die Europäische Kommission ihren europäischen Grünen Deal vorgestellt, ein äußerst ehrgeiziges Maßnahmenpaket für einen nachhaltigen ökologischen Wandel, der den Menschen und der Wirtschaft in Europa zugutekommen solle. Auf der Seite findet sich ein Liste von Links zum Thema. weiterlesen…

„Europas Mann-auf-den-Mond-Moment“

Von der Leyens europäischer Grüner Deal

Europa soll bis 2050 erster klimaneutraler Kontinent werden, „indem die Konjunktur angekurbelt, die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen verbessert, die Natur geschützt und niemand zurückgelassen wird“ – so eine Medienmitteilung aus Brüssel. Die Europäische Kommission hat am 11.12.2019 den europäischen Green New Deal vorgestellt – „einen Fahrplan, der die Wirtschaft in der EU nachhaltiger machen soll, indem die klima- und umweltpolitischen Herausforderungen in allen Politikbereichen in Chancen umgewandelt und der Übergang für alle gerecht und inklusiv gestaltet wird“. weiterlesen…

„Chance für ökologisches Wirtschaftswunder“ oder „viel Tamtam, wenig Substanz“

Reaktionen auf Green New Deal

„Was für ein Tag, was für ein Konzept! Mit dem Europäischen Green Deal hat die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schnell und konsequent erfüllt, was sie im Juli bei ihrer Antrittsrede versprach: Einen umfassenden Plan für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft in Europa vorzulegen. Das Vorhaben umweht der Nimbus des New Deal von Franklin D. Roosevelt. Mit seinen Wirtschafts- und Sozialreformen boten die USA der Wirtschaftskrise die Stirn, das Land schöpfte angesichts der „Großen Depression“ neue Hoffnung“, so der Tagesspiegel-Background zum Green New Deal der neuen EU-Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen. Solarify stellt Reaktionen zusammen. (Bild: Blühende Landschaften – © Tilgnerpictures auf Pixabay) weiterlesen…

„Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen“

Kongress der Unionsfraktion über „Wasserstoff als Energieträger“

Wasserstoff hat das Potenzial, der Treibstoff der Zukunft zu werden. In der Forschung und Entwicklung des Energieträgers Wasserstoff ist Deutschland weltweit Vorreiter. Im Rahmen eines Kongresses der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag debattierten Politiker mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über Chancen und Herausforderungen der neuen Technologie. Vor allem ging es darum, wie sie im Kampf gegen den Klimawandel nutzbar gemacht werden kann. weiterlesen…

Klimaneutral und CO2-frei ist ein Unterschied

Wer diesen Unterschied nicht macht, verwässert (un-)absichtlich die Begrifflichkeiten

Bis zum Jahr 2050 werden wir klimaneutral werden, verkündete die Bundeskanzlerin und wollte damit ihre Klimapolitik auf einen Nenner bringen. Als studierte Naturwissenschaftlerin dürfte ihr dabei klar gewesen sein, dass es einen Unterschied zwischen klimaneutral und CO2-frei gibt. Das thematisierte sie aber nicht. Seither wird der Begriff klimaneutral in den Medien wie auch im privaten Sprachgebrauch häufig verwendet und suggeriert eine klimafreundliche Wirtschaftsweise, sowohl in der Wirtschaft selbst wie auch im privaten Leben. Tatsächlich handelt es sich dabei aber nur um ein Kompensieren, einen bilanziellen Ausgleich und um ein Verschieben auf der Zeitachse. Man könnte es auch so formulieren: da nicht alle Emissionen vermieden werden oder vermieden werden sollen, musste ein Weg erfunden werden, der diese vermeidbaren Emissionen kompensiert. Eine zornige Klarstellung von Klaus Oberzig, die seit 06.12.2019 auf dem Internetportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenernergie e.V. zu lesen ist. weiterlesen…