Wasserstoff-Brennstoffzellen jetzt erschwinglich?

Neuer Eisenkatalysator könnte Durchbruch bedeuten

Seit Jahrzehnten sind Wissenschaftler auf der Suche nach einem Katalysator, der die Kosten für die Herstellung von Wasserstoffbrennstoffzellen drastisch senkt. Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass ein kostengünstiger Eisenkatalysator eine brauchbare Alternative zu Platin sein kann; das teure Edelmetall bremst die Kommerzialisierung des umweltfreundlichen Brennstoffs seit Jahrzehnten. „Wir haben jahrelang an diesem Projekt gearbeitet. Wir glauben, dass dies ein bedeutender Durchbruch ist, der letztendlich dazu beitragen wird, das enorme Potenzial von Wasserstoffbrennstoffzellen freizusetzen“, sagt Gang Wu, Professor für Chemie- und Bioingenieurwesen an der School of Engineering and Applied Sciences der University von Buffalo. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME, H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Adé, EEG-Umlage

Wirksames Instrument verabschiedet sich zur richtigen Zeit

Mit dem Wegfall der EEG-Umlage zum 01. Juli ging die Geschichte des Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Deutschland in eine neue Phase. Die Streichung der Abgabe von 3,7 ct/kWh Strom (inkl. Mehrwertsteuer sind es sogar 4,4 ct/kWh), von der natürlich auch naturstrom-Kunden profitieren, und die entsprechende Entlastung der Bürger ist in Zeiten turbulenter Energiepreise zweifellos zu begrüßen. Doch ihr vorgezogenes Ende sollte nicht darüber hinwegtäuschen, welche Bedeutung der Umlage in den Jahren seit ihrer Einführung zugewachsen ist. Zeit für einen kurzen Rückblick auf ein oft kritisiertes, aber doch wegweisendes Stück deutscher Energiegesetzgebung – schreibt am 04.07.2022 auf dem naturstrom-Blog. weiterlesen…

Industrielle Massenproduktion ohne negative Einflüsse

Projekt „Life Cycle Impact Zero“ startet am Enapter Campus

Elektrolyseur-Hersteller Enapter will den gesamten Produktionsprozess ohne negative Auswirkungen auf die Umwelt gestalten. Um diesem Ziel näher zu kommen, baut das Unternehmen einer Medienmitteilung vom 06.07.2022 zufolge derzeit den Enapter Campus, eine Produktionsstätte, die vollständig mit Erneuerbaren Energien vor Ort und aus dem angrenzenden Bioenergiepark im nordrhein-westfälischen Saerbeck betrieben wird. Der Standort bündelt auf 82.000 Quadratmetern die Elektrolyseur-Produktion, Forschung und Entwicklung sowie Verwaltungs- und Besprechungsräume.(Bild: Enapter-Campus, Saerbeck – Render © enapter-press kit) weiterlesen…

Umweltauswirkungen von Perowskit-Silizium-PV-Modulen geringer als bei reinem Silizium

Und mehr Output

Erstmals sind die Umweltauswirkungen von industriell hergestellten Perowskit-auf-Silizium-Tandem-Solarmodulen über den gesamten Lebenszyklus bewertet worden. Dabei stellte Oxford PV die Tandem-Solarmodule sowie Prozessdaten aus seiner Serienfertigung in Deutschland zur Verfügung. Das Ergebnis: Die innovativen Tandem-Solarmodule sind über ihre Lebensdauer sogar noch umweltfreundlicher als herkömmliche Silizium-Heterojunktion-Module. Die Studie wurde in Sustainable Energy & Fuels veröffentlicht. weiterlesen…

Biomethan-Potenziale dauerhaft und zukunftsgerichtet nutzen

BDEW schlägt 10-Punkte für beschleunigte Einspeisung vor

Bis 2030 könnten in Deutschland pro Jahr 100 Terawattstunden Biomethan erzeugt und ins Gasnetz eingespeist werden. Dies entspricht etwa einem Fünftel des in Deutschland im vergangenen Jahr verbrauchten russischen Erdgases. Dieses Potenzial wird aktuell jedoch bei weitem nicht ausgeschöpft. 2021 wurden in Deutschland gerade einmal 10 TWh Biomethan erzeugt. Der BDEW schlägt daher zehn Maßnahmen vor, um den Ausbau der Biomethan-Einspeisung zu beschleunigen und die bislang ungenutzten Potenziale zügig zu heben. weiterlesen…

Perowskit-Solarzellen grüner herstellen

ZSW entwickelt Verfahren mit umweltfreundlichem Lösungsmittel für industrielle Fertigung

Perowskit-Solarzellen, Hoffnungsträger der Photovoltaik, können einfach und kostengünstig aus Tintenlösungen hergestellt werden und haben unlängst Rekord-Wirkungsgrade im Labor bis 25,7 Prozent erzielt. Dabei kommen jedoch fast immer gesundheits- und umweltschädliche Lösungsmittel wie Dimethylformamid (DMF) zum Einsatz. Für eine industrielle großflächige Beschichtung von Perowskit-Solarzellen ist daher die Entwicklung von Verfahren mit weniger kritischen Lösungsmitteln dringend erforderlich. Einen entscheidenden Erfolg auf diesem Weg hat nun laut einer Medienmitteilung vom 07.07.2022 das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erzielt. weiterlesen…

Equinor und VNG erweitern Zusammenarbeit bei Wasserstoff, Ammoniak und CO2-Abscheidung

Milliardenprojekt für blauen Wasserstoff in Rostock geplant

Die zwei Energie-Unternehmen aus Deutschland und Norwegen haben vereinbart, ihre bestehende Zusammenarbeit im Gassektor auf die neuen Bereiche CO2-armer Wasserstoff, CO2-armer Ammoniak sowie die Abscheidung, Nutzung und Offshore-Speicherung von CO2 (CCU und CCS) auszuweiten. Sie wollen dafür in Rostock in großem Stil mittels Dampfreformierung Wasserstoff aus Erdgas herstellen. Die produzierte Menge soll einem Fünftel der aktuellen Wasserstoff-Produktion in der Bundesrepublik entsprechen. Hierzu sei eine Anlage mi 1,3 Gigawatt Leistung geplant, die bis 230.000 Tonnen blauen Wasserstoff jährlich erzeugen soll, teilten VNG und Equinor mit. weiterlesen…

IEA: Regierungen sollten gegen Chinas solare Dominanz vorgehen

„Special Report“ der IEA

„Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am 07.07.2022 ihren Bericht zur weltweiten Versorgung mit Solarmodulen und deren Vorprodukten – erstellt. Der Special Report on Solar PV Global Supply Chains kommt zu dem Schluss, dass sich die globalen Klimaziele nur mit einer ‚diverseren‘ Versorgungskette erreichen lassen und dass die Konzentration der Produktionskapazitäten in China dem entgegen steht. Dabei richtet sich die Kritik weniger gegen die chinesische Industrie oder Regierung, sondern gegen die übrigen Länder.“ (nach photon.info/iea-regierungen-mussen-gegen-chinas-dominanz-der-solarindustrie-aktiv-werden). Denn die Welt brauche vielfältigere Lieferketten für Solarmodule, um einen sicheren Übergang zu Netto-Null-Emissionen zu gewährleisten. weiterlesen…

Teurer Spass

Teurer Spass

„Gehört dem Solarauto die Zukunft?“ fragte die ADAC-Motorwelt am 27.06.2022. Eine Testfahrt im „Lightyear Zero“ (vormals Lightyear One) im spanischen Tudela, nordwestlich von Saragoaasa, sei zwar vielversprechend verlaufen, denn mit Sonnenenergie lasse sich seine Reichweite von 600 auf 1.000 Kilometer verlängern. „Doch die serienreife Flunder hat einen Haken: ihr Preis.“ Gebaut hat den Lightyear Zero – mit EU-Unterstützung – Lex Hoefsloot und seine inzwischen 500 Mitarbeiter. weiterlesen…

Umfangreiches Paket mit Potenzialflächen für Wind und PV

RLI veröffentlicht bisher nur in Agora-Anwendung verfügbare Daten für Ausbau

Geodaten können beim Ausbau von Erneuerbaren Energien und somit bei der Beschleunigung der Energiewende helfen. Das Reiner Lemoine Institut (RLI) veröffentlichte dafür am 05.07.2022 ein umfangreiches Datenpaket mit Potenzialflächen für Deutschland. das hilft, geeignete Flächen für Photovoltaik (PV)- und Windkraftanlagen zu finden. Die Daten werden erstmals zur freien Verwendung unter einer offenen Lizenz auf dem Speicherdienst Zenodo bereitgestellt. RLI-Wissenschaftler:innen haben die Geoinformationen für die digitale Anwendung PV- und Windflächenrechner des Thinktanks Agora Energiewende zusammengestellt und aufbereitet. Das Instrument wurde im Oktober 2021 veröffentlicht. weiterlesen…