UN-Energiegipfel schiebt EE-Ausbau an

Mehr als 400 Mrd. neue Zusagen – aber weit mehr nötig, um Energiearmut und Dekarbonisierung anzugehen

Bei einem wichtigen UN-Energiegipfel wurden einer UN-Medienmitteilung zufolge am 23. und 24.09.2021 milliardenschwere Zusagen für den Ausbau erneuerbarer Energien und den Zugang zu Elektrizität und sauberen Kochtechnologien bekannt gegeben. Damit sollen die Anstrengungen verstärkt werden, um die Zahl der fast in Energiearmut lebenden 800 Millionen Menschen, die keinen Zugang zu Elektrizität haben, zu verringern und gleichzeitig die Welt auf einen Kurs zu bringen, der bis 2050 zu Netto-Null-Emission führt. (Foto: UN-Generalsekretär António Guterres -rechts am Tisch- eröffnet High-level Dialogue on Energy – © UN Photo, Manuel Elías) weiterlesen…

Mainzer Landtag beschließt Solarpflicht

Ab 2023 für Gewerbeneubauten

Als erstes Gesetz in der neuen Wahlperiode hat der rheinland-pfälzische Landtag am 24.09.2021 mit den Stimmen der rot-gelb-grünen Fraktionen ein Landessolargesetz verabschiedet. Mit dem Gesetz wird ab dem 01.01.2023 eine Pflicht zur Installation einer Photovoltaikanlage auf Dächern von Gewerbeneubauten und auf zu errichtenden Überdachungen von neuen gewerbezugehörigen Parkplätzen ab 50 Stellplätzen eingeführt, berichtet der Landtag auf seiner Webseite. SPD, Grüne und FDP brachten den Gesetzesvorschlag vor der Sommerpause ein, den der Landtag nun verabschiedete. Der Solarverband in Rheinland-Pfalz fordert derweil ein Förderprogramm für Stecker-Solar-Geräte, schreibt Sandra Enkhardt auf pv magazine. weiterlesen…

Forschungspolitische Empfehlungen zum chemischen Kunststoffrecycling

DECHEMA mit neuem Papier

Chemisches Recycling ist ein wichtiger Baustein beim Aufbau der Kreislaufwirtschaft und zur Erreichung von Treibhausgasneutralität. Doch damit die Verfahren industriell eingesetzt werden können, bleibt noch einiges zu tun. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI), DECHEMA und PlasticsEurope Deutschland (PED) skizzieren in einem gemeinsamen Papier Wege zur Umsetzung und sprechen sich für eine gezielte Forschungsförderung im Zusammenhang mit Wasserstofftechnologien aus. weiterlesen…

Hybridkraftwerk mit Wasserkraft und schwimmender PV

Plan eines norwegischen Konsortiums

Den Unternehmen zufolge ist das Projekt eine Weltpremiere: Der gleichzeitige Bau beider Anlagen soll helfen, eine Reihe von Parametern für die richtige Dimensionierung, Optimierung und Auslegung zu definieren und einen Maßstab für zukünftige Projekte dieser Art zu setzen, schreibt pv magazine International. Green Platform, ein von der norwegischen Regierung eingerichtetes Programm zur Beschleunigung des grünen Energiewandels, hat 79 Mio. NOK (7,7 Mio. €) für die Entwicklung des vom norwegischen Grünstromproduzenten Scatec zusammen mit Ocean Sun geleitete Forschungsprojekt mit umgerechnet rund 7,76 Millionen Euro bereitgestellt. (Foto: Patentierte schwimmende PV-Kraftwerke – © m.frdl. Genehmigung Ocean Sun) weiterlesen…

Mit Silber behandelte Bakterien verbessern Wirkungsgrad

Forscher machen großen Schritt in Entwicklung mikrobieller Brennstoffzellen

Ein Team von Ingenieuren und Chemikern unter Leitung der University of California Los Angeles (UCLA) hat einen großen Schritt in der Entwicklung von mikrobiellen Brennstoffzellen gemacht – eine Technologie, die natürliche Bakterien nutzt, um mithilfe von Elektronen aus Abwasser elektrischen Strom zu erzeugen.?Ein diesen Durchbruch beschreibender Artikel („Silver nanoparticles boost charge-extraction efficiency in Shewanella microbial fuel cells“) wurde kürzlich in Science veröffentlicht. (Bild: Shewanella oneidensis – © Ella Marushchenko, University of Minnesota, „licensed without restriction) weiterlesen…

Bei Energiewende nur Mittelmaß

Britische Untersuchung: Deutschland muss zulegen

Deutschland muss einer Studie der Association for Renewable Energy and Clean Technology (REA) und des Energiemanagement-Unternehmens Eaton zufolge bei der Energiewende deutlich zulegen – wenn es die Klimagrenzen einhalten will. Die vergleichende Untersuchung von zwölf europäischen Ländern durch den größten britischen Fachverband für erneuerbare Energien unter dem Titel „Energy Transition Readiness Index 2021“ hält vor allem die Flexibilität des Strommarkts und die Beteiligung der Bürger für stark ausbaufähig. Während Finnland, Norwegen und Schweden Spitzenwerte erzielten, schaffte Deutschland nur drei von fünf möglichen Punkten. (Länderranking – © REA-Energy Transition Readiness Index report 2021) weiterlesen…

Elektrosynthese: Korrosion an der Kathode vermeiden

JGU-Forscher publizieren in umfangreiche Literaturstudie und starten Projekt zur Gewinnung von Kunststoff-Vorprodukten aus landwirtschaftlichen Reststoffen

Nachhaltigkeit ist heutzutage ein Topthema für die Wirtschaft. Viele Unternehmen möchten ihre Produkte möglichst klimaneutral und ohne Entstehung von Umweltgiften und deshalb ohne Verwendung fossiler Rohstoffe herstellen. Großes Potenzial bietet hierfür die Elektrosynthese, die Umwandlung von chemischen Stoffen durch elektrischen Strom in einer Elektrolysezelle, so eine Medienmitteilung der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz vom 10.09.2021. Forscher um Prof. Siegfried Waldvogel, Sprecher des Spitzenforschungsbereichs „SusInnoScience“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), haben bereits gezeigt, wie sich mithilfe dieser Technologie zum Beispiel der Aromastoff Vanillin aus Holzabfällen gewinnen lässt. Interessant ist die Elektrosynthese unter anderem auch für die Herstellung von Kunststoff-Vorprodukten. weiterlesen…

Breite Einbindung der Bürger beschleunigt Windausbau

IASS Policy Brief mit Empfehlungen, wie die Windflaute wieder an Fahrt gewinnen kann

Um den steigenden Strombedarf zu decken und die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, muss die Windenergie beschleunigt ausgebaut werden. In der deutschen Bevölkerung findet der geplante Aus- und Neubau von Windkraftanlagen an Land zwar hohe generelle Zustimmung. Geht es jedoch um die Errichtung von Anlagen im eigenen Wohnumfeld, nimmt die Ablehnung unter den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu. Damit der Ausbau der Windenergie gelingt, bedarf es einem neuen Policy Brief des IASS zufolge der breiten Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Die Politik sollte deshalb die Identifikation mit den Zielen der Energiewende stärken, Kommunen bei der Öffentlichkeitsbeteiligung unterstützen und Teilhabemöglichkeiten sozial gerechter gestalten. weiterlesen…

Klimaschutz als Nullsummenspiel

McKinsey: Einsparungen können Dekarbonisierungskosten bis 2045 ausgleichen

In einem neuen Report hat das Beratungsunternehmen die wichtigsten Herausforderungen und Maßnahmen bis 2045 in den fünf emissionsintensivsten Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft sowie im Bankensektor dargestellt. Die kommenden zehn Jahre sind demnach erfolgskritisch, um die Energiewende langfristig als echte Chance für Deutschland zu gestalten, schreibt . Die Einsparungen durch den Klimaschutz im Gesamtzeitraum bis 2045 könnten der McKinsey-Studie „Net-Zero Deutschland“ zufolge die Kosten der Dekarbonisierung ausgleichen. Voraussetzungen dafür seien der konsequente Umstieg auf grüne Technologien in allen Wirtschaftssektoren und Lebensbereichen sowie eine erheblich höhere Veränderungsgeschwindigkeit beim Klimaschutz. (Bild: Titel der 103-Seiten-Studie „Net Zero Deutschland“ – © McKinsey) weiterlesen…

Gentechnisch veränderte E. Coli könnten E-Fuels aus CO2 produzieren

Durch Austausch von Molybdän gegen Wolfram

Forscher der Universität Newcastle (Großbritannien) haben Escherichia coli-Bakterien so konstruiert, dass sie CO2 abfangen und mit Wasserstoff in Ameisensäure umwandeln können. Die am 08.09.2021in Applied and Environmental Microbiology veröffentlichte Forschungsarbeit eröffnet die Möglichkeit, atmosphärisches CO2 in chemische Grundstoffe umzuwandeln. Normalerweise katalysiert ein Enzym in E. coli den umgekehrten Weg dieser Reaktion – die Produktion von H2 und CO2 aus Ameisensäure. Letztere ist in der Natur vor allem als eine Art Essigverbindung bekannt, mit der sich Ameisen gegen Fressfeinde wehren (Ameisensäure kommt vom lateinischen „formica“, Ameise). (Foto: Elektronenmikroskopische Aufnahme von Escherichia Coli – © pxhere CC BY 0) weiterlesen…