Nanostrukturen verhalfen mehrfach zum Weltrekord

Tandemsolarzellen mit Perowskit

Ende 2021 hatten drei Teams am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) Perowskit-Silizium-Tandemsolarzellen mit einem Wirkungsgrad von knapp 30 Prozent vorgestellt. Dieser Wert hielt acht Monate lang den Weltrekord, eine sehr lange Zeit für dieses heiß umkämpfte Forschungsfeld. In Nature Nanotechnology beschreiben die Beteiligten nun (24.10.2022) open access, wie sie mit nanooptischen Strukturierungen und Reflexionsbeschichtungen diesen Rekordwert erreicht haben. (Bild: Rasterelektronen-Mikroskopie von Perowskit-Silizium-Tandemzellen im Querschnitt – Aufnahme © P. Tockhorn, HZB) weiterlesen…

Neues kontinuierliches und kostengünstiges Verfahren zur Lithium-Gewinnung aus Wasser

Weltmeere im Visier

Forschende des INM – Leibniz-Institut für Neue Materialien in Saarbrücken haben in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Shanghai ein neues elektrochemisches Verfahren zur Gewinnung von Lithium-Ionen aus Meerwasser entwickelt. In ACS Energy Letters stellte das deutsch-chinesische Team um Prof. Volker Presser am 23.09.2022 das Verfahren vor, das zum einen mit wenig Energie-Input auskommt und zum anderen eine kontinuierliche Abtrennung von Lithium gewährleistet. weiterlesen…

Methanemissionen bleiben großes Problem

…auch für Biogas

Biomethan und Biogas werden zunehmend als Alternative zu fossilem Gas genutzt. Ihre Produktion und Verteilung kann jedoch nach wie vor zu klimaschädlichen Methan (CH4)-Emissionen führen, deren Ausmaß unklar bleibt. Eine Untersuchung des Imperial College London kommt zu dem Ergebnis, dass die Emissionen entlang der Lieferkette zwar klimafreundlicher sind, aber bis zu doppelt so viel Methan freisetzen wie bisher angenommen, schrieb Lisa Tostado am 08.09.2022 im Heinrich-Böll-Portal energytransition.org. weiterlesen…

Weltweite CO2-Emissionen nehmen nur um 1 Prozent zu

Anstieg entgegen den Erwartungen 2022 nur um einen Bruchteil von 2022

„CO2-Emissionen: Ist der Gipfel erreicht?“ fragte die Frankfurter Rundschau etwas vorschnell bereits am 10.02.2020. Und heute? „Trotz der Besorgnis über die Auswirkungen der aktuellen Energiekrise werden die weltweiten CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe“ laut einer Analyse der Internationale Energieagentur „in diesem Jahr voraussichtlich um knapp 1 % zunehmen und damit nur einen Bruchteil des Anstiegs vom vergangenen Jahr ausmachen, da ein starker Ausbau der erneuerbaren Energien und der Elektrofahrzeuge einen wesentlich stärkeren Anstieg verhindert“. weiterlesen…

Neuartige Solardachpfannen liefern Strom und Wärme

Forschungs- und Optimierungsprojekt von TH Köln und paXos

Hausbesitzerinnen und -besitzer, die aus ästhetischen oder Denkmalschutz-Gründen keine Solaranlage auf ihrem Dach installieren wollen oder dürfen, haben bald eine Alternative: Optimierte Solardachpfannen erzeugen elektrische und/oder thermische Energie und ist optisch von einem herkömmlichen Dachziegel kaum zu unterscheiden. Entwickelt wurde sie von der Firma paXos Consulting & Engineering GmbH & Co. KG und zusammen mit der Technischen Hochschule Köln optimiert. Den finalen Schritt Richtung Marktreife gingen die beiden Partner in einem gemeinsamen Forschungsprojekt. weiterlesen…

GM bietet Autobatterie als Backup-Speicher an

SunPower und General Motors verkaufen Elektrofahrzeuge für bidirektionales Laden

General Motors (GM) will mit dem Solarunternehmen Sunpower Corp. als „exklusivem Solaranbieter und bevorzugtem Installateur von Elektroauto-Ladestationen“ in der Stromversorgung kooperieren, mit dem Ziel einer Lösung, bei der die Batterie des Autos für einen entsprechend ausgerüsteten Haushalt als Backup-Speicher dient. Die Zusammenarbeit ermöglicht bidirektionales Laden ab der Markteinführung des Chevrolet Silverado EV im Jahr 2024 und hilft Hausbesitzern, ihren Energiebedarf besser zu steuern. SunPower wird soeben zum exklusiven Solaranbieter von GM und zum bevorzugten Installateur von EV-Ladegeräten ernannt. weiterlesen…

EEG-Konto steigt trotz auf null abgesenkter EEG-Umlage

Netzbetreiber erwarten Milliardenüberschuss aus EEG-Förderung

Die Übertragungsnetzbetreiber rechnen für 2023 mit einem Überschuss auf dem EEG-Konto von 3,6 Milliarden Euro. Das teilte die Bundesnetzagentur mit. Demnach rechnen die Netzbetreiber mit Einnahmen für den von ihnen vermarkteten Strom der festvergüteten Anlagen in Höhe von 13,1 Milliarden Euro. Demgegenüber stehen Auszahlungen an die Anlagenbetreiber und sonstige Vermarktungskosten in Höhe von 9,4 Mrd. Euro. Das eigens für diese Transaktionen eingerichtete EEG-Konto wies bereits in diesem Jahr deutliche Überschüsse auf: So lagen laut den auf netztransparenz.org  veröffentlichten Daten am 30.09.2022 fast 17 Milliarden Euro auf dem Konto. weiterlesen…

BMWK: Erste Wasserstofflieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten

Habeck übernimmt Testladung blauen Ammoniaks – BUND: nicht klimafreundlich!

Die erste Wasserstoff-Lieferung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) für Deutschland, wurde am 21.10.2022 im Hafen Hamburg von Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck empfangen. Die Lieferung war während der Delegations-Reise von Habeck am 21.03.2022 in Abu Dhabi vereinbart worden und ist ein wichtiger Schritt für den angestrebten Aufbau einer umfassenden Wasserstoffwertschöpfungskette zwischen Deutschland und den VAE. (Foto: Flüssiges Ammoniak in Druckflasche –  © Nadina Wiórkiewicz, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Aufdach-Solaranlagen auf allen Dächern in der EU

18 Organisationen fordern ehrgeiziges Mandat

Der Branchenverband Solar Power Europe (SPE) hat in einem gemeinsamen Brief am 21.10.2022 zusammen mit 17 anderen Organisationen die EU aufgefordert, ein ehrgeiziges und mutiges Mandat für die Nutzung von Solarenergie auf Gebäuden zu erteilen: Solarenergie auf Dächern sollte für alle neuen und renovierten Gebäude sowie für bestehende Nichtwohngebäude vorgeschrieben werden. Dafür sollten KMU mit angemessener finanzieller und technischer Hilfe versorgt und lokale Regierungen unterstützt werden. Eine solche Maßnahme werde für effiziente, kohlenstofffreie Solargebäude sorgen und Energie-Eigenverbrauchsmodelle fördern. weiterlesen…

84 % halten Strommarktdesign für ungeeignet, Weg ins klimaneutrale Stromsystem zu ebnen

Expertenumfrage der Reiner Lemoine Stiftung

Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, das Stromsystem in wenigen Jahren klimaneutral zu machen. Was das „Klimaneutrale Stromsystem“ ist und wie es gestaltet werden kann, das hat das Team des EnergieSystemWende-Kollegs der Reiner Lemoine Stiftung untersucht. Die Ergebnisse einer diesbezüglichen Experten-Umfrage mit über 130 Teilnehmern wurden am 19.10.2022 in einem Impulspapier veröffentlicht. weiterlesen…