Bald fünf schwimmende LNG-Terminals

Habeck: Standortentscheidung gefallen

Die Bundesregierung hat laut einer Medienmitteilung vom 19.07.2022 insgesamt vier schwimmende Flüssigerdgasterminals (FSRU) gemietet. Zwei Schiffe stehen bereits in diesem Jahr zur Verfügung und sollen zum Jahreswechsel 2022/23 in Wilhelmshaven und Brunsbüttel eingesetzt werden. Für die anderen zwei Schiffe, die ab Mai 2023 verfügbar sind, sind die Standortentscheidungen jetzt ebenfalls gefallen. So wird das dritte FSRU nach Stade und das vierte nach Lubmin gehen. Dort entsteht zudem bis Ende 2022 ein weiteres, fünftes FSRU-Terminal durch ein privates Konsortium. weiterlesen…

Gigabatterie-Projekt für Erneuerbare Energien in Portugal

Eines der größten Speichersysteme Europas

Am 18.07.2022 wurde das Tâmega-Stromerzeugungssystem in Portugal durch Premierminister António Costa eingeweiht – es gilt als eines der größten Wasserkraftprojekte der letzten 25 Jahre in Europa und umfasst eine Gesamtinvestition von 1,5 Milliarden Euro, schreibt Paula Lima auf pv magazine. Costa sagte bei seinem Besuch des Iberdrola-Projekts, es gebe „keine Zeit zu verlieren“ im Kampf gegen den Klimawandel und für Investitionen in erneuerbare Energien wie die drei Dämme umfassende Tâmega-Gigabatterie. „Mit dieser Investition werden wir das Äquivalent von 1,2 Millionen Tonnen Kohlendioxid reduzieren“, sagte er. (Foto: Staudamm bei Daivões – Foto © Joseolgon – Own work, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…

Bayreuther Forscher entwickeln Testsystem für passive Kühlmaterialien

Energieverbrauch senken

Die passive Tageskühlung ist eine vielversprechende Technologie zur nachhaltigen Senkung des Energieverbrauchs. Sie vermeidet die Aufheizung von Gebäuden durch Sonneneinstrahlung und leitet vorhandene Wärme ohne externen Energieverbrauch ab. Forscher der Universität Bayreuth haben jetzt ein Testsystem geschaffen, mit dem die zur passiven Kühlung verwendeten Materialien zuverlässig charakterisiert und verglichen werden können – unabhängig von Wetterverhältnissen und Umweltbedingungen. Der am 18.07.2022 in Cell Reports Physical Science (open access) vorgestellte Messaufbau ist der erste Schritt zu einem standardisierten, weltweit anwendbaren Testsystem zur Vergleichbarkeit leistungsstarker Kühlmaterialien. (Grafik: Prinzip der passiven Kühlung – © Cell Reports Physical Science – open access) weiterlesen…

Analyse von Allianz Trade: Ukrainekrieg kann Energiewende antreiben

Analyse von Allianz Trade: Kriegsfolgen könnten Energiewandel befördern

Die Folgen des Krieges in der Ukraine können einer Studie zufolge die Energiewende in Deutschland beschleunigen. Die grüne Wende könne mitunter erfolgreicher gelingen als bisher erwartet, obwohl die deutsche Bundesregierung im Streben nach mehr Energieunabhängigkeit zunächst mehr auf Kohle setzen müsse, heißt es in einer viel beachteten Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade (früher Euler-Hermes) vom 17.07.2022. weiterlesen…

Mehr als 80 Mrd. Kosten durch Extremwetter

Schäden durch Folgen der Klimakrise wie Hitze, Dürre, Starkregen, Überschwemmungen

Extremwetter wie die außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer der vergangenen Jahre sowie die Hochwasserkatastrophe von 2021 haben in Deutschland Schäden von insgesamt mehr als 80 Milliarden Euro verursacht. Demnach entstand ein Großteil der Schäden durch Extremwetterereignisse, die durch die Klimakrise verursacht werden. In der Summe sind neben den direkt anfallenden Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen oder Ertragsverlusten in Forst- und Landwirtschaft auch Kosten indirekter Schäden, wie verringerte Arbeitsproduktivität, eingeflossen. Das geht aus einer Prognos-Studie hervor, die das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium (BMWK) in Auftrag gegeben hat und dem Bundesumweltministerium (BMU zur Weiterentwicklung der deutschen Anpassungsstrategie dient. (Foto: Hochwasser in Altenahr-Altenburg – © Martin Seifert (CnndrBrbr), commons.wikimedia.org, CC0) weiterlesen…

Deutscher Konzern investiert 200 Mio. Euro in Standort Legnica, Polen

Viessmann legt Grundstein für beschleunigten Hochlauf von Wärmepumpenproduktion

Die Viessmann Group hat am 14.07.2022 den Grundstein für ein neues Wärmepumpen-Werk in Legnica (Polen) gelegt. Mehr als 200 Millionen Euro wolle das Allendorfer Unternehmen in den neuen Standort investieren, der ein zentraler Baustein der eigenen grünen Klimalösungsoffensive sein werde. Viessmann hatte bereits im Frühjahr angekündigt, man wolle in den kommenden drei Jahren insgesamt eine Milliarde Euro in den Ausbau von Wärmepumpen und grüne Klimalösungen investieren, schreibt Sandra Enkhardt am gleichen Tag auf pv magazine. (Foto: Wärmepumpe © Yellowfish – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia).org weiterlesen…

Beschäftigte vor Auswirkungen des Klimawandels schützen

BAuA gibt Überblick über mögliche Herausforderungen für Arbeitsschutz

Der Klimawandel wirkt sich auch auf die Arbeitswelt aus und stellt besondere Anforderungen an den Arbeitsschutz. Das wärmere Klima führt zu erhöhter Hitze-Belastung und und solarer UV-Einstrahlung vor allem für Beschäftigte im Freien. Infektionskrankheiten (insbesondere Vektor-übertragbare Krankheiten) und invasive Arten mit Allergenen pflanzlicher und tierischer Herkunft können neu oder vermehrt auftreten. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat mit einer umfassenden Analyse wissenschaftlicher Studien und laufender Aktivitäten verschiedener Akteure den aktuellen Wissensstand zum Thema „Klimawandel und Arbeitsschutz“ recherchiert und dokumentiert. Die Ergebnisse sind am 15.07.2022 in dem BAuA-Bericht „Klimawandel und Arbeitsschutz“ veröffentlicht worden. (Titel: BAuA-Untersuchung ‚Klimawandel und Arbeitsschutz‘ – © baua.de) weiterlesen…

Vertikale PV-Anlagen stabilisieren System

Untersuchung von Leipziger Forschern

Wissenschaftler der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) haben die Auswirkungen des massiven Einsatzes von vertikalen, west-östlich ausgerichteten Photovoltaik-Anlagen auf das Energiesystem untersucht und in Smart Energy (open success) veröffentlicht. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass sich solche Anlagen positiv auf die Stabilisierung des Stromnetzes auswirken. Zugleich ermöglichen sie mehr landwirtschaftliche Aktivitäten als herkömmliche Photovoltaik-Freiflächenanlagen – schreibt am 11.07. auf pv magazine.. weiterlesen…

Bayern und Hessen wollen Solarpflicht einführen

Gewerbe und Industrie, landeseigene Bauten und Parkplätze

Insgesamt 1.300 Dächer von staatlicher Gebäude Bayerns sind schon als geeignet identifiziert worden und sollen laut Kabinettsbeschluss ab 2023 mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden; 10H wird gelockert. In Hessen sollen auf einem Prozent der Landesfläche Solaranlagen Strom erzeugen, landeseigene Gebäude müssen künftig mit Photovoltaik ausgestattet werden, und wer Landesförderung für Gebäude bekommt und bei der Wärmedämmung von Gebäuden über gesetzliche Mindeststandards hinausgeht, wird mit besonders hohen Förderquoten belohnt. Auch für neue Parkplätze mit mehr als 50 Stellplätzen sollen Photovoltaikanlagen vorgeschrieben werden – so am 28.04.2022 beschlossen) – berichtet Sandra Enkhardt am 12. und 14.07.2022 auf pv magazine. weiterlesen…

Grünes Licht für grünen Stahl

Produktionsstart bei Salzgitter ab Ende 2025 mit 723 Mio. € Eigenmittel

In seiner am 13.07.2022 Sitzung hat der Aufsichtsrat der Salzgitter AG einer Medienmitteilung vom 13.07.2022 folgend der vom Vorstand beantragten Freigabe von Eigenmitteln in Höhe von 723 Mio. € für die erste Ausbaustufe des SALCOS®-Programms (SAlzgitter Low CO2-Steelmaking) zugestimmt. Der damit realisierbare vorzeitige Maßnahmenbeginn ermögliche es, am ehrgeizigen Zeitplan für eine dekarbonisierte Stahlproduktion festzuhalten. Neben diesem Eigenanteil setze die Salzgitter AG auf eine substanzielle öffentliche Anschubfinanzierung, deren Prüfungs- und Genehmigungsprozess noch nicht vollständig abgeschlossen ist. (Foto: Salzgitter – Hochofen B bei Nacht – © Frank H. aus B. eigenes Werk, wikimedia.commons, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…