Ruhrgebiet als Pionierregion der Wasserstoffwirtschaft

Lebensraum mit CO2-freiem Wasserstoff

Das Ruhrgebiet als Pionierregion der Wasserstoffwirtschaft: Acht Unternehmen und Institutionen entwickeln einen sektorübergreifenden Bebauungsplan für Wasserstoffinfrastruktur und -produktion. Die Region soll – so eine gemeinsame Medienmitteilung vom 02.09.2021 – schneller, vernetzter und nachhaltiger die grüne Transformation vorantreiben. E.ON, Evonik, RWE, thyssenkrupp und Vonovia wollen zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion, dem RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung die grüne Transformation an Rhein und Ruhr beschleunigen. weiterlesen…

Hochschule Coburg: Präzision für die Energiewende

Forschungsgruppe PV unterstützt Erneuerbare Energien mit genauer Messtechnik

Die Hersteller würden gern exakt die Leistung eines PV-Moduls angeben, aber das ist nicht ganz einfach: Elektrische Parameter können zwar im Labor präzise gemessen werden, aber draußen verändern Wind und Wetter ständig die Bedingungen. Um solche Einflüsse wissenschaftlich zu untersuchen, betreibt die Hochschule Coburg ein Freiluftlabor auf dem Dach. Das BMBF fördert das Projekt PV-FeldLab unter anderem mit dem Ziel, eine neue Messtechnik zu entwickeln. weiterlesen…

Hochmoderner Nickelkatalysator mit Kalziumträger zur Ammoniakspaltung

Wasserstoffproduktion bei relativ niedrigen Temperaturen

Eine Forschergruppe des Tokyo Institute of Technology (Technische Hochschule, Tokyo Tech) hat einen Katalysator entwickelt, der Ammoniak bei 100 °C weniger als herkömmliche Katalysatoren zur Wasserstofferzeugung aufspalten kann. Ammoniak (NH3), entscheidende Ressource auf dem Weltmarkt für den Transport von Wasserstoff über weite Strecken, lässt sich leicht verflüssigen, lagern und transportieren und wieder in Wasserstoff umwandeln. Trotzdem ist das aufgrund des hohen Energiebedarfs zum Aufheizen des Prozesses oft teuer. Denn die Herstellung von Wasserstoff aus Ammoniak ist eine langsame Reaktion mit sehr hohem Energiebedarf. weiterlesen…

Mammut-Konferenz gegen Meeres- und Plastikmüll

Deutschland, Ecuador, Ghana und Vietnam werben in Resolutionsentwurf für weltweit verbindliches Abkommen

Immer mehr Staaten setzen sich für ein weltweit verbindliches Abkommen gegen Meeresmüll und die Verschmutzung der Umwelt mit Plastikabfällen ein. Regierungsvertreter Deutschlands, Ecuadors, Ghanas und Vietnams hatten einer Medienmitteilung aus dem BMU folgend am 02.09.2021 zu einer ersten internationalen Minister-Konferenz gegen Meeresmüll nach Genf eingeladen, um für ein solches Abkommen zu werben. Bereits jetzt sprachen sich über 30 Staaten in einer Erklärung für erste Inhalte eines solchen Abkommens aus: Demnach sollten Kunststoffprodukte im Sinne des Lebenszyklus- und des Kreislaufwirtschaftsprinzips weltweit so produziert, genutzt und wiederverwertet werden, dass möglichst keine Abfälle entstehen. weiterlesen…

Grenzen einer CO2-Bepreisung

Greenpeace-Studie: Wer sich allein auf den CO2-Preis verlässt, wird Klimaziele verpassen

Eine Bepreisung von CO2 kann nur gemeinsam mit anderen Maßnahmen die deutschen Klimaziele erreichen – für sich allein wirkt der Preis zu schwach. Das zeigt eine am 02.09.2021 veröffentlichte Untersuchung von DIW Econ, einer Tochter des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin im Auftrag von Greenpeace. Mit dem Fokus auf Energiewirtschaft und Verkehr weisen die Autoren um Prof. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr und Umwelt am DIW, eine Reihe von Hemmnissen nach, die einen CO2-Preis weitgehend wirkungslos machen und benennen flankierende Maßnahmen.(Titel: Greenpeace-Studie) weiterlesen…

EuGH: Mehr Unabhängigkeit für Bundesnetzagentur

BNetzA soll Leitungskosten selbständig festlegen

Kommentatoren nennen es einen „Paukenschlag“ (FAZ, 03.09.2021) : Der Europäische Gerichtshof hat am 02.09.2021 eine weitgehende Entscheidung zur Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur getroffen (Medienmitteilung siehe bundesnetzagentur.de), indem er die bisherige Einmischung der Politik in die Entscheidungen der Bundesnetzagentur über Leitungskosten gestoppt hat. Die Entscheidung liege allein bei der Bundesnetzagentur. Der EuGH hat damit einer von der EU-Kommission gegen Deutschland erhobenen Vertragsverletzungsklage in vollem Umfang stattgegeben. Gerügt wird eine unzureichende Umsetzung von EU-Richtlinien im Energiewirtschaftsgesetz. weiterlesen…

Zehnmal höhere Energie-Speicherkapazität

„Janus“-Graphen öffnet Türen zu nachhaltigen Natrium-Ionen-Batterien

Auf der Suche nach nachhaltigen Energiespeichern stellten Forscher der Chalmers University of Technology am 25.08.2021 in Science Advances (CC BY-NC) und am 27.08. auf der Chalmers-Internetseite ein neues Konzept zur Herstellung von Hochleistungselektrodenmaterialien für Natriumbatterien vor. Es basiert auf einer neuartigen Spezies von Graphen zur Speicherung der häufigsten und billigsten Metallionen der Welt – Natrium. Die Ergebnisse zeigen, dass die Kapazität mit der heutiger Lithium-Ionen-Batterien mithalten kann. (Bild: Energieeffiziente Speicherung von Natrium-Ionen (grün) mit aus neuartigem Graphen geschichteteten, speziell entwickelten Graphenblättern mit dazwischen liegenden Molekülen – © Marcus Folino und Yen Strandqvist, Chalmers University of Technology (CC BY-NC) weiterlesen…

Einzelne Atome verankern

Neuer Ansatz für die Katalyse

Unter Führung der TU Wien hat ein internationales Forschungsteam eine Möglichkeit gefunden, wie man einzelne Atome kontrolliert und stabil auf einer Oberfläche verankern kann – ein wichtiger Schritt zur Katalyse mit Einzelatomen. Die neue Methode präsentierten die Forschenden um Bernhard C. Bayer am 19.08.2021 open access in ACS Nano der American Chemical Society und am 31.08.2021 auf der Internetseite der TU Wien. (Grafik: Atomares Modell: Indium-Einzelatom (blau), das mittels Silizium-Atom (rot) in einem Graphen Kohlenstoff-Kristallgitter (schwarz) verankert ist – © tu-wien.at) weiterlesen…

RWE: zwei Zuschläge für PV-Speicher-Kraftwerke am Tagebau Garzweiler

31,5 MW PV und 10,1 MW Speicher

RWE goes Renewables: Insgesamt plant der Energiekonzern auf Betriebsflächen des Tagebaus 31,5 Megawatt Photovoltaik und 10,1 MW Batteriespeicher. Beide Projekte sollen laut einer Medienmitteilung vom 31.08.2021 Anfang 2023 ans Netz gehen. 16 Zuschläge für Photovoltaik-Speicher-Kombinationen mit insgesamt 156 Megawatt hatte die Bundesnetzagentur im August als Ergebnis ihrer Innovationsausschreibung erteilt. (Foto: Aussichtspunkt Skywalk am Tagebau Garzweiler – bald soll sich der Blick ändern – Foto © RWE Power) weiterlesen…

Berlin auf Platz 1 im Städteranking „Klimaschutz und Klimaanpassung“

Einwohnerzahl hat starken Einfluss auf Aktivität

Forschende des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner und der Universität Potsdam haben erstmals ein vergleichendes Ranking für die Aktivität von Städten in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung erarbeitet. Sie betrachteten 104 Groß- und Mittelstädte in Deutschland. Dabei zeigte sich, dass größere Städte klimapolitisch aktiver sind als kleinere. Städtisches Engagement für den Klimaschutz zieht außerdem tendenziell Engagement für die Anpassung der Stadt an die Klimawandelfolgen nach sich. weiterlesen…