Kleine Wasserkraftwerke schaden mehr als sie nützen

Beispiel Rumänien zeigt Zielkonflikte und Fehlentwicklungen europäischer Umwelt- und Energiepolitik

Wasserkraft liefert zwar Erneuerbare Energie, aber meist nicht umweltfreundlich; das wissen wir nicht erst seit Itaipú (Südamerika), einem der weltgrößten Wasserkraftwerke, dem Tausende Ureinwohner weichen mussten, riesige Regenwaldflächen wurden abgeholzt oder verschwanden in den Fluten. Eine am 31.05.2021 in den Renewable and Sustainable Energy Reviews veröffentlichte Studie unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB-Berlin) zeigt am Beispiel Rumäniens, wie auch der Ausbau kleiner Wasserkraft oft den Zielen der EU-Umweltpolitik zuwiderläuft. weiterlesen…

Nanomaterialien mit Laserdruck herstellen

Fotoelektroden zur Erzeugung grünen Wasserstoffs

Ein interdisziplinäres Team vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam-Golm stellt in Nature Communications (open access) erstmals eine Lasertechnologie vor, die es ermöglicht, Nanopartikel wie Kupfer-, Kobalt- und Nickeloxid herzustellen. Mit der üblichen Druckgeschwindigkeit entstehen auf diese Weise zum Beispiel Fotoelektroden für viele Anwendungsbereiche wie zur Erzeugung von grünem Wasserstoff. (Grafik: Neue Methode – Laserdruck für grünen Wasserstoff – © mpikg.mpg.deCC-BY-4.0) weiterlesen…

Redox–Flow–Batterie mit langer Lebensdauer

Mangan als Aktivmaterial

Redox-Flow-Batterien, auch als Flüssigbatterien bekannt, speichern elektrische Energie in gelösten chemischen Verbindungen. Sie gelten besonders für stationäre Energiespeicher als Alternative zu Lithium-Ionen-Batterien. Einem Team um Prof. Ingo Krossing vom Institut für Anorga­nische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, eine nicht-wässrige All-Mangan-Flow-Batterie (All-MFB) zu ent­wickeln, deren aktive Komponenten nachhaltig verfügbares Mangan nutzen und eine lange Lebensdauer aufweisen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen die Forschenden in Advanced Energy Materials (CC BY-NC 4.0) vor. (Grafik: a) Aufbau für Messungen in Flüssigbatterie, b) Elektrolytbehälter, c) Schematische Darstellung des Aufbaus – Bild © Advanced Energy MaterialsCC BY-NC 4.0) weiterlesen…

World Energy Transitions Outlook

Weltweiter Ausblick auf die Energiewenden: 1,5°C-Pfad

Der World Energy Transitions Outlook skizziert einen Weg für die Welt, die Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen und das Tempo des Klimawandels durch eine Umgestaltung der globalen Energielandschaft aufzuhalten. Dieser Bericht stellt Optionen vor, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5°C zu begrenzen und die CO2-Emissionen bis 2050 auf Null zu bringen. Er bietet einen umfassenden Einblick in die technologischen Möglichkeiten, den Investitionsbedarf, den politischen Rahmen und die sozioökonomischen Auswirkungen einer nachhaltigen, widerstandsfähigen und integrativen Energiezukunft. weiterlesen…

Mehr als 600 Millionen Euro für Klimaschutz

Bundesumweltministerium investierte 2020 in Entwicklungs- und Schwellenländern

Das BMU investiert in internationale Klimaschutzprojekte auf Rekordniveau, meldet das Schulze-Ministerium nicht ohne Stolz am 28.05.2021. 2020 hat das BMU insgesamt 385 laufende und neue Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern mit 601,2 Millionen Euro aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert. 2019 waren es noch 467 Millionen Euro, 2018 etwa 410 Millionen. Der notwendige Neustart nach der Pandemie wird so mit ambitioniertem Klimaschutz und dem Schutz der Biodiversität verbunden. weiterlesen…

BDEW veröffentlicht PV-Strategie

PV-Ausbauziel soll auf mindestens 150 Gigawatt bis 2030 angehoben werden.

Der BDEW hat eine PV-Strategie vorgelegt. Er stellt darin Maßnahmen und Instrumente dar, um den PV-Zubau zu beschleunigen. Es sei notwendig und möglich, das PV-Ausbauziel bis 2030 auf mindestens 150 Gigawatt anzuheben. Das entspreche einem jährlichen Zubau von mindestens zehn Gigawatt. Die Ausschreibungsvolumina für PV Dach- und Freiflächenanlagen sollten auf jeweils mindestens fünf Gigawatt erhöht werden. weiterlesen…

100% Erneuerbare Energien in Deutschland sogar bis 2030 möglich

Energy Watch-Untersuchung simuliert Strom- und Wärmeversorgung

„Binnen neun Jahren kann Deutschland seine Strom- und seine Wärmeerzeugung vollständig auf Erneuerbare Energien umstellen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie – die allerdings viele Unsicherheiten auflistet“, so der SPIEGEL. Die aktuelle Untersuchung der Energy Watch Group (EWG) zeigt, dass Deutschland bereits bis 2030 vollständig, zuverlässig und wirtschaftlich mit Energie versorgt werden kann und dabei sogar über ein ökonomisch vorteilhafteres Energiesystem verfügt. weiterlesen…

Bundesrat beschließt Schnellladegesetz

Rechtsgrundlage für Ausschreibung von 1.000 Schnellladehubs steht

Das „Gesetz zur Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für reine Batterieelektrofahrzeuge“, kurz Schnellladegesetz (SchnellLG), ist am 28.05.2021 vom Bundesrat beschlossen worden. Mit dem Gesetz schafft das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Rechtsgrundlage für den gezielten Ausbau eines deutschlandweiten Netzes von Schnellladepunkten. Mit 1.000 zusätzlichen Schnellladehubs soll ein engmaschiges Schnellladeinfrastruktur-Netz entstehen, das garantiert, dass die Nachfrage bei steigenden Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen auch zu Spitzenzeiten und an bisher unwirtschaftlichen Standorten gedeckt werden kann. weiterlesen…

Luftverkehr: Privilegien runter, Klimaschutz rauf

Öko-Institut fordert: Klimaschädliche Subventionen streichen, CORSIA verschärfen

Deutschland sollte sich für eine EU-weite Besteuerung des Kerosins für Flugzeuge einsetzen und die Luftverkehrsteuer so erhöhen, dass hierdurch die fehlende Mehrwertsteuer auf internationale Flüge ausgeglichen wird. Mit diesen und weiteren Vorschlägen kann die heute bestehende Bevorteilung des Luftverkehrs gegenüber anderen Verkehrsmitteln wie der Bahn beendet und stärkere Anreize zur Senkung der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen gesetzt werden. Das zeigt eine am 24.05.2021 veröffentlichte Untersuchung des Öko-Instituts im Auftrag der Stiftung Klimaneutralität.. weiterlesen…

Absaugen von Turbulenzen steigert Wind-Effizienz

Wichtiger theoretischer Teilschritt für die Energiewende

Überall dort, wo Oberflächen umströmt werden, geht Energie verloren. Dieser Energieverlust steigt enorm an, sobald die Umströmung turbulent wird. In der Strömungsmechanik wird daran geforscht, den Übergang von einer gleichmäßigen in eine turbulente Strömung so weit wie möglich hinauszuzögern. Dies lässt sich zum Beispiel durch ein wortwörtliches Absaugen der Strömung an Oberflächen wie Tragflächen oder Windrädern erreichen. Die mathematische Darstellung dieser Vorgänge ist nun an der TU Darmstadt erstmals gelungen. Die Ergebnisse wurden am 26.05.2021 in Physics of Fluids des American Institute of Physics (AIP) veröffentlicht, als Featured Article ausgezeichnet und stellen einen wichtigen theoretischen Beitrag für die Energiewende dar. weiterlesen…