USA: Öl- und Gasunternehmen kündigen neues CO2-Emissionsziel an

Kohlenstofffußabdruck soll reduziert werden – Kritiker: Plan geht nicht weit genug

Rauch- und Wasserdampfsäule Reuter West, Berlin - Foto © SolarifyUm die Kohlenstoffintensität ihrer Aktivitäten in den nächsten fünf Jahren zu reduzieren, kündigte eine Zusammenschluss von Öl- und Gasunternehmen am 16.07.2020 ein neues Emissionsziel an, aber Kritiker meinten, der Plan gehe nicht weit genug, schreibt Carlos Anchondo am 17.07.2020 in , E&E News. Die Oil and Gas Climate Initiative (OGCI) will“ den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Zukunft beschleunigen“, ihre Mitgliedsunternehmen hätten sich verpflichtet, die Intensität oder die Emissionen pro Produktionseinheit ihrer aggregierten vorgelagerten Öl- und Gasbetriebe gegenüber 2017 bis 13% zu senken. Das bedeute, dass sie ihre Emissionen bis 2025 auf 20 bis 21 Kilogramm Kohlendioxidäquivalent pro Barrel Rohöl senken würden – ausgehend von einem Ausgangswert von 23 Kilogramm. weiterlesen…

Rückkehr der PV-Produktion nach Deutschland

Hans-Josef Fell: Vorteile der Fernost-Produktion schwinden

PV-Park in Mittelfranken - Foto © SolarifyMit hoher Geschwindigkeit treibt Gunter Erfurt, neuer CEO der Schweizer Meyer Burger Technology AG, den Aufbau einer neuen Solarzellen- und Modulproduktion in Deutschland voran. In Bitterfeld-Wolfen, Sachsen-Anhalt und Freiberg, Sachsen, den ehemaligen Standorten der Solarfirmen Sovello und Solarworld, will Meyer Burger bereits im ersten Halbjahr 2021 mit der Produktion beginnen, jährlich 400 MW in der Solarzellenproduktion und 400 MW in der Modulproduktion – schreibt der Energieexperte Hans-Josef Fell in seinem Blog. weiterlesen…

Beschleunigte Wasserelektrolyse

TU-Berlin-Forscher mit neuen Katalysatoren – FHI beteiligt

Chemiker der TU Berlin um Prof. Peter Strasser vom Fachgebiet Elektrochemie und Elektrochemische Energiewandlung publizierten in Nature Communications die molekulare Wirkungsweise von speziellen Nickeloxid-Katalysatoren, die üblichen Edelmetall-Katalysatoren überlegen sind. Parallel dazu veröffentlichte die Gruppe in der Fachzeitschrift Nature Materials den ersten PEM-Brennstoffzell-Elektrokatalysator, der ausschließlich auf der ungewöhnlichen katalytischen Wirkung von Zinn beruht. weiterlesen…

Morgan Stanley: Billige Windkraft könnte grünen Wasserstoff ankurbeln

In zwei Jahren Kostenparität

Wasserstoff-Tanklastzug an Multi-Energie-Tankstelle - Foto © SolarifySinkende Kosten von Windenergie und Photovoltaik erweisen sich als Segen für die Produktion grünen Wasserstoffs, wie BNN Bloomberg meldet. Die Ansiedlung von Wasserstoffanlagen vor allem in Windparks, die in der Regel nachts mehr Strom erzeugen, als sie benötigen, könnte den Brennstoff aufholen lassen. Die US-Investmentbank Morgan Stanley sieht grünen Wasserstoff, unter einer Voraussetzung, bereits in zwei Jahren die Wettbewerbsfähigkeit mit herkömmlichen Brennstoffen in puncto Kosten erreichen: Die Wasserstoffproduktion an Windstandorten. weiterlesen…

Folge dem Geld! Oder …

… die Mär von der Unbezahlbarkeit regenerativer Energien

Unermüdlich führen einige Akteure aus Wirtschaft und Politik technologische und ökonomische Sachzwänge ins Feld, nach denen zügige Veränderungen in Richtung einer klimaverträglichen und zugleich sicheren Energieversorgung unmöglich seien. Regenerative Energien könnten ökonomisch nicht mit fossilen Energien oder Kernenergie mithalten, heisst es. Oder auch: regenerative Energien seien schlicht nicht finanzierbar. Werden wir tatsächlich in Zukunft auf Wohlstand und hohen Lebensstandard verzichten müssen, weil wir die Erzeugung alternativer Energien zu teuer subventionieren? Dieser Frage geht Lars Jaeger in seinem Blog-Beitrag vom 22.07.2020 nach. weiterlesen…

„Ein Kraftwerk, das sich versteckt“

Erstes Schachtkraftwerk am Netz verbindet Klima- und Naturschutz

Nahe dem Kochelsee, im bayerischen Flüsschen Loisach bei Großweil im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, ist das weltweit erste Schachtwasserkraftwerk in Betrieb gegangen. Es produziert klimafreundlich Strom und schont gleichzeitig die Natur stärker als konventionelle Wasserkraftwerke. Dazu wurde die Turbine in einem Schacht im Flussbett versteckt. Fische können über das Kraftwerk hinweg flussabwärts wandern. Entwickelt wurde der neue Anlagentyp an der Technischen Universität München (TUM). (Technikhäuschen des neuen Loisach-Wasserkraftwerks, die Turbinen verstecken sich in Schächten vor der alten Rampe – Foto © Frank Becht, TUM) weiterlesen…

Morgan Stanley tritt PCAF-Vorstand bei

Global Carbon Accounting Partnership wächst weite

Morgan Stanley wird die erste in den USA ansässige weltweit agierende Bank, die in die Führung der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF) einrückt, nach eigenen Angaben „als Teil der Verpflichtung der Firma, ihren Ansatz zu Risiken und Chancen des Klimawandels zu messen und offenzulegen“ – so eine Medienmitteilung von Morgan Stanley am 20.07.2020. weiterlesen…

Klimawandel in der Wirtschaft

Warum wir ein Bewusstsein für Dringlichkeit brauchen

Das bei Springer Gabler erschienene Buch widmet sich der Frage, warum wir ein Bewusstsein für Dringlichkeit brauchen und plädiert für einen bewussteren Umgang mit unserer Zukunft. Es sollen keine weiteren Ängste geschürt werden, sondern verdeutlicht werden, dass die Krise eine enorme Chance ist, weil sie dazu führt, das Leben wieder bewusster wahrzunehmen und zu erkennen, dass ein „Weiter so“ nicht möglich ist. weiterlesen…

NuKoS: Höherwertige Produkte aus CO2 und Schlacken

Mit Kohlendioxid werden Schlacken zu

Schlacken aus der Stahl- und Metallherstellung enthalten wichtige Elemente, die derzeit noch ungenutzt bleiben. Es fehlen hochspezialisierte Methoden, um diese stofflich nutzbar zu machen und in einen effizienten Weiterverarbeitungsprozess einzubringen. Das gerade gestartete auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „NuKoS“ am Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT hat zum Ziel, mithilfe von Kohlendioxid aus Prozessgasen Schlacken zu höherwertigen Produkten für die Bau-, Kunststoff-, Zement- und Papierindustrie aufzubereiten. weiterlesen…

Atmosphäre erwärmt sich noch schneller und stärker

Internationale Analyse verengt den Bereich der Klimasensibilität gegenüber CO2

Falls sich der Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre gegenüber dem vorindustriellen Niveau verdoppelt und konstant bleibt, würde sich die Welt wahrscheinlich auf Temperaturen von 2,3 – 4,5°C erwärmen, statt der zuvor geschätzten 1,5 – 4,5°C, so eine Medienmitteilung der Universität von New South Wales (UNSW) in Sydney vom 23.07.2020. Die bisher fortschrittlichste und umfassendste Analyse der Klimasensibilität zeigt mit höherer Wahrscheinlichkeit als je zuvor, wie empfindlich das Erdklima gegenüber Kohlendioxid ist. weiterlesen…