DLR Projektträger koordiniert internationales Zukunftslabor für Grünen Wasserstoff

In München: „REDEFINE Hydrogen Economy (H2E)“

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyGrüner Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Unter dem Titel „REDEFINE Hydrogen Economy (H2E)“ bringt das BMBF seit 01.12.2021 Spitzenforschende aus aller Welt zusammen, um in Deutschland klimaneutrale Erzeugungstechnologien für Grünen Wasserstoff zu entwickeln. Der DLR Projektträger koordiniert das Fördermittelmanagement und die internationale Öffentlichkeitsarbeit der neuen Einrichtung an der TU München. Sie soll neuartige CO2-freie Technologien für die saubere Erzeugung von Grünem Wasserstoff entwickeln. weiterlesen…

Perowskit-Solarmodule in Marmorlook

KIT: Perowskit-Solarmodule in Marmoroptik

Ab 2022 gilt für alle Neubauten in Baden-Württemberg die Photovoltaik-Pflicht. Betroffen sind davon ab Mai auch private Haushalte, bei denen der Anteil an Solarinstallationen noch sehr gering ist. Studien zufolge könnte neben den hohen Anschaffungskosten die mangelnde Ästhetik der Anlagen ein Grund dafür sein. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben einer Medienmitteilung auf der Internetseite des Instituts für Mikrostrukturtechnik (IMT) des KIT zufolge farbige Solarzellen aus günstigem Perowskit-Halbleitermaterial entwickelt, die auf lange Sicht in Gebäudefassaden oder Dächern integriert werden können und dabei die Optik bekannter Baumaterialien imitieren. Darüber berichten sie open access in Solar RRL (DOI: 10.1002/solr.202100897). (Bild: >Schema der farbigen Perowskit-Solarzelle – pigmentbasierte Farbschichten werden per Tintenstrahldruck auf die Vorderseite des Glassubstrats gedruckt> – © onlinelibrary.wiley.comopen access) weiterlesen…

Phosphor aus Katalysatoren wiedergewinnen

Neues Patent der TU Freiberg

Forschende der TU Bergakademie Freiberg haben ein Verfahren entwickelt und open access in Chemie Ingenieur Technik publiziert, mit dem Phosphor aus Katalysatoren der chemischen Industrie wiedergewonnen und -verwendet werden kann. Der recycelte Phosphor kann als Düngemittel oder in neuen Katalysatoren eingesetzt werden. Die jetzt patentierte (Patentnummer: DE 10 2017 207 457) Technologie schont damit mineralische Ressourcen als einzige natürliche Phosphor-Quelle. (Foto: Weißer Phosphor mit gelber Schnittfläche unter Wasser – © BXXXD, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Solar- und Windkraft zur Dekarbonisierung der Schweiz

Mit Wind und Sonne gegen emissionsreichen Importstrom

Mehr Wärmepumpen in Gebäuden und mehr Elektroautos auf den Straßen führen künftig zu einem Anstieg des Stromverbrauchs. Zur Deckung dieses steigenden Bedarfs ist die Schweiz (und auch die Bundesrepublik Deutschland) auf Stromimporte angewiesen, die allerdings häufig einen großen CO2-Fußabdruck aufweisen, da sie etwa aus Gas- oder Kohlekraftwerken stammen. In einer in Energy Policy open access publizierten Untersuchung zeigen Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und der Universität Genf UNIGE anhand verschiedener Szenarien auf, wie die Schweiz mit einem diversifizierten Zubau von erneuerbaren Energien die CO2-belasteten Stromimporte reduzieren kann. weiterlesen…

Schlüssel zur Verbesserung der Biokraftstoff- und Biomaterialproduktion

Chemiker Louisiana State University publizieren Forschungserfolg

Während die Welt nachhaltigere Energie- und Materialquellen sucht, könnte pflanzliche Biomasse als erneuerbare Ressource für die Produktion von Biowerk- und Biokraftstoffen die Lösung sein. Bislang waren die komplexen physikalischen und chemischen Wechselwirkungen in pflanzlicher Biomasse jedoch eine Herausforderung für ihre Verarbeitung. In einer am 27.01.2022 in Nature Communications veröffentlichten Untersuchung zeigen Tuo Wang, Associate Professor am Department of Chemistry an der Louisiana State University Baton Rouge samt Forschungsteam, wie Kohlenhydrate mit Lignin interagieren, um Pflanzenbiomasse zu bilden. weiterlesen…

Start für erstes vollautomatisches Batterieforschungs-Labor

KITZ-Exzellenzcluster POLiS

Eine neue High-Tech-Forschungsanlage beschleunigt die Batterieentwicklung. Das autonome Forschungslabor entstand in einer Kooperation des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Ulm sowie des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) und ist nun in Betrieb gegangen, schreibt Daniel Messling auf der KIT-Internetseite: Vollautomatisch und digital rund um die Uhr Batterien bauen, tausende Grenzflächen analysieren, die Ergebnisse mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) autonom auswerten und dann gleich das nächste Experiment planen: Die neue Anlage beim Exzellenzcluster POLiS erledigt die Materialentwicklung. weiterlesen…

Merz will „vorurteilsfrei“ über Atomkraft reden

„Kein Plädoyer für Wiedereinstieg“

Der neue CDU-Chef Friedrich Merz will seine Partei für eine neue Debatte über die Nutzung der Atomkraft in Deutschland öffnen; er wolle „vorurteilsfrei“ auch über mögliche neue Nutzungsmöglichkeiten der Kernenergie sprechen, meldeten zahlreiche Medien am 07.02.2022 (siehe: tagesspiegel.de/merz-will-vorurteilsfrei-ueber-atomkraft-nachdenken). „Mit großer Skepsis“ sehe man bei den Christdemokraten und -sozialen die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung, sagte Merz bei einem Treffen der Unions-Fraktionsvorsitzenden in Saarbrücken. „Nicht erreichbar“ nannte er die Erneuerbaren-Ziele der Regierung. Denn die zu erwartende Verdoppelung des Stromverbrauchs sei mit dem Konzept der Regierung nicht zu erfüllen. weiterlesen…

„Wie viele Windräder braucht Deutschland für 100% Erneuerbare Energien?“

Neue Kurzanalyse von Energy Watch

Um diese viel diskutierte Frage zu beantworten, hat die Energy Watch Group am 11.02.2022 eine neue Kurzanalyse veröffentlicht. Obwohl Gegner der Erneuerbaren Energien stark in der Minderheit sind, dominieren ihre Argumente häufig die öffentliche Debatte. So befürworten 83% der Bundesbürger den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. 51% der Befragten halten Windkraft in der Nachbarschaft sogar für „sehr gut“ oder „eher gut“. Die öffentliche Akzeptanz für Erneuerbare Energien ist somit deutlich größer als der durch eine laute Minderheit von Windkraftgegner geprägt Diskurs es vermuten ließe. weiterlesen…

Dicker Pulli fürs Klima

Stichwort Energiesparen

„Drehen Sie die Heizung runter!“ warb Prof. Bernhard Misof, Direktor des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels LIB am 11.02.2022 für den stetigen Einsatz gegen den Klimawandel. Zu diesem Datum, dem Dicken-Pulli-Tag, werden die Raumtemperaturen in den Büroräumen und Ausstellungen noch einmal feinst justiert. Alle Mitarbeitenden werden aufgefordert, ihre Büros nur im nötigen Rahmen zu heizen. Gerade in den Zeiten des Home Offices unter Corona können Arbeitsräume gegebenenfalls längerfristig kühler gehalten werden. Aber Vorsicht: Gekonntes Heizen will gelernt sein, damit nicht hinterher mehr Energie verbraucht wird als gedacht. Oder sich gar Schimmel bildet. weiterlesen…

Mikrometerfeine Körnchen, mit Polymeren umhüllt

Hereon-Team enträtselt, wie Metallhydride besser Wasserstoff speichern können

Gängige Druckgastanks für Wasserstofffahrzeuge sind sehr groß und aufgrund ihrer zylindrischen Geometrie nicht raumsparend in Fahrzeuge zu integrieren. Deshalb arbeitet die Fachwelt an Alternativen, den Metallhydrid-Speichern. Die zu feinen Pulvern gemahlenen Metallverbindungen können Wasserstoff in erstaunlichen Mengen binden: Ein Metallhydrid-Speicher kann bis zu 50% mehr Wasserstoff aufnehmen als ein gleich großer 700-bar-Drucktank. Das Helmholtz-Zentrum Hereon in Geesthacht hat ein besonders effizientes Metallhydrid-System entwickelt und weltweit patentiert. weiterlesen…