Globale Verschmutzerelite ruiniert Klima

Artikel in den Blättern: „Zerstörerischer Reichtum“

Die durch den Klimawandel herbeigeführten Verluste sind keine Resultate von reinen Naturkatastrophen, sondern ebenso sozial organisiert wie die Wirtschafts- und Lebensweisen, die sie herbeiführen. In der April-Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik legt Sighard Neckel offen, wie eine globale Verschmutzerelite die Klimakrise befeuert. Am stärksten seien davon weltweit die Ärmsten betroffen. Doch würden inzwischen die Reichen und Superreichen von den Verlusten eingeholt. weiterlesen…

2022 neuer Rekord bei CO2-Ausstoß

Internationale Energieagentur misst neuen Höchstwert: 36,8 Mrd. Tonnen

Noch nie waren die Emissionen so hoch, klagte die IEA am 02.03.2023 in einer Medienmitteilung. Aber: „Global CO2 emissions rose less than initially feared in 2022 as clean energy growth offset much of the impact of greater coal and oil use“ („Die globalen CO2-Emissionen stiegen 2022 weniger stark an als ursprünglich befürchtet, da das Wachstum der sauberen Energien einen Großteil der Auswirkungen des höheren Kohle- und Ölverbrauchs ausglich“). Der IEA-Rpoert „CO2-Emissionen 2022“ bietet ein vollständiges Bild der energiebezogenen Treibhausgasemissionen 2022. Er fasst die neuesten Analysen der IEA zusammen und kombiniert die Schätzungen der Agentur zu CO2-Emissionen aus allen Energiequellen und industriellen Prozessen sowie Informationen zu energiebezogenen Methan- und Distickstoffoxidemissionen. (Titel: CO2-Emissionen 2022 – © IEA.orgCC-BY 4.0) weiterlesen…

Zürich bekennt sich zur Kreislaufwirtschaft

Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiger Hebel zur Reduktion der indirekten Treibhausgasemissionen

Die Stadt Zürich hat als erste Schweizer Stadt eine Strategie Kreislaufwirtschaft verabschiedet. Die Stadtverwaltung bekennt sich damit zu einer Vision und formuliert Ziele für die Kreislaufwirtschaft. Im Vordergrund steht dabei, den Wohlstand zu erhalten, aber mit dem Ressourcenverbrauch innerhalb der Belastungsgrenzen der Erde zu bleiben, wie einer Pressemitteilung vom 11.01.2023 des Gesundheits- und Umweltdepartements der Stadt Zürich zu entnehmen ist. weiterlesen…

Bahn in Hessen bald emissionsfrei

DB und RMV schieben fossile Treibstoffe aufs Abstellgleis

Ab Dezember (2022) fahren die ersten emissionsfreien Züge der Deutschen Bahn im Taunusnetz. Bis Ende Juni 2023 sollen die restlichen im Passagierverkehr folgen. Insgesamt werden sie auf vier Strecken einegsetzt. Die Bahn hat nach eigenen Angaben seit ihrer Teil-Umstellung auf Biokraftstoff im Nordwesthessennetz schon mehr als 620 Tonnen Kohlendioxid eingespart. weiterlesen…

EU einigt sich auf Verbrenner-Aus ab 2035

Synthetische Kraftstoffe noch offen

Die EU-Gesetzgeber haben sich am späten Donnerstagabend (27.10.2022 kurz vor 21 Uhr Brüsseler Zeit) auf eine Vereinbarung verständigt, die ab 2035 ein Ende des Verkaufs von Autos mit Verbrennungsmotoren vorsieht – „eine bedeutsame Entscheidung, mit der Europa in eine weitgehend abgasfreie, elektrische automobile Zukunft steuert“, so die EURACTIV-Autoren Jonathan Packroff und Sean Goulding Carroll. Obwohl ursprünglich als einer der umstrittensten Legislativvorschläge der EU im Rahmen des Green Deals angesehen, machte das Dossier über CO2-Normen rasche Fortschritte und wurde zum ersten der ersten Dossiers des Klimapakets „Fit for 55“, auf das sich die Mitgliedstaaten und das Parlament einigen konnten. weiterlesen…

Regierung lehnt Ausnahmen von CO2-Bepreisung ab

Klimaschutz und Energie/Unterrichtung – 06.10.2022 (hib 520/2022)

Die Bundesregierung will ausnahmslos jede emittierte Tonne CO2 bepreisen. Deshalb sollen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – sämtliche fossilen Brennstoffemissionen mit einem Preis versehen werden – auch in den Sektoren Wärme und Verkehr. Ab 2023 soll das auch für die Brennstoffe Kohle und Abfälle gelten. In seiner Stellungnahme zum Entwurf der Bundesregierung für ein zweites Gesetz zur Änderung des Brennstoffemissionshandelgesetzes (20/3438) forderte der Bundesrat, solche Anlagen auszunehmen, deren Hauptzweck die Verbrennung gefährlicher Abfälle ist. Das lehnt die Bundesregierung ab. weiterlesen…

„Privates Autofahren muss finanziell unattraktiv werden“

TU-Forschungsprojekt „Pull & Push – Gut & Böse“ will Verkehrswende anleiern – weg von der Subventionspolitik fürs Auto

Die Verkehrswende kommt nicht voran. In 30 Jahren, von 1990 bis 2020, wurden die CO2-Emissionen des Verkehrssektors laut Bundesumweltamt nur um zehn Prozent verringert. Lag der Treibhausgas-Ausstoß 1990 bei 164 Millionen Tonnen CO2, waren es 2020 immer noch 146 Mio. t. Erst am 26.08.2022 lehnte der Klimaexpertenrat den Notfallplan des Verkehrsministers als unzureichend ab. „Und dass die Bundesregierung ihr Ziel erreicht, die Emissionen des Verkehrssektor bis 2030 auf höchstens 85 Mio. t CO2 zu reduzieren, ist fraglich“, sagt Prof. Oliver Schwedes, Leiter des Fachgebietes Integrierte Verkehrsplanung der Technischen Universität Berlin laut einer Medienmitteilung vom 30.08.2022. weiterlesen…

Sofortprogramme zur Einhaltung der Klimaziele – gleichzeitig Reaktivierung von Kohle und Öl

Ministerien präsentieren Klimaschutz-Nachbesserungen

Deutschland verfehlt erneut das schon für 2020 gesetzte Ziel von 40 Prozent weniger Treibhausgas-Ausstoß im Vergleich zu 1990. Daher haben die Ministerien für Bau, Wirtschaft und Verkehr am 13.07.2022 ein Sofortprogramm vorgelegt: Keine neuen Gasheizungen ab 2024, neue Bundesgelder für Sanierung und Neubau, klimafreundliche Fernwärme und mehr Ladesäulen Das Programm soll dafür sorgen, dass im Gebäude- und Verkehrsbereich weniger Treibhausgase ausgestoßen werden. Die Emissionen sanken im langfristigen Vergleich lediglich um 38,7 Prozent. Die Deutsche Umwelthilfe forderte als Baustein für ein Klima-Sofortprogramm ein Tempolimit von 100 km/h. Kritik kam auch von Agora Verkehrswende. weiterlesen…

Energiewende gewinnt weltweit an Tempo

Weltweites Klimaziel: Globale Emissionen noch nicht auf 1,5°C-Pfad, selbst wenn alle Länder ihre derzeitigen Verpflichtungen einhalten

Soeben ist die Studie „Global Energy Perspective 2022“ von McKinsey & Company veröffentlicht worden. Für diese Analyse der Entwicklungen am weltweiten Energiemarkt wertet McKinsey regelmäßig die Daten und Fakten zu Entwicklungen von 55 Industriesektoren und über 70 Energieprodukten und -brennstoffen in 146 Ländern aus. Basis sind fünf Szenarien, die unterschiedliche Technologiefortschritte und politische Rahmenbedingungen bis 2050 berücksichtigen. Die Berechnungen wurden vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine im Zeitraum von August 2021 bis Februar 2022 durchgeführt. Deshalb spiegeln sie derzeit noch nicht die Auswirkungen des Kriegs auf die globalen Energiemärkte wider. (Titel: Global Energy Perspective 2022 – Executive Summary April 2022 – © McKinsey and Company) weiterlesen…

Europas Großbanken finanzieren weiterhin Fossile

Wortbruch der Geldhäuser

Die Zahl der Länder, die sich nach der COP26 vom November in Glasgow zu einem Net-Zero-Ziel verpflichtet haben, ist laut World Resources Institute (WRI) und ClimateWatch bis zum 07.02.2022 auf 83 gestiegen: bis Ende des Jahrhunderts sollen damit fast 75 % der Welt-Emissionen entfallen. Großbritannien hat sich als Vorreiter ausdrücklich dazu verpflichtet, bis 2050 bei allen Treibhausgasen und in allen Sektoren Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Europäische Großbanken, allen voran HSBC, Barclays, Deutsche Bank und BNP Paribas, scheint das nicht zu interessieren: Sie stellten innerhalb eines Jahres nach Vertragsabschluss großen Öl- und Gasfirmen trotz der Netto-Null-Zusagen 29 Milliarden Euro für Investitionen in neue Ölbohrungen und die Erschließung von Gasreserven zur Verfügung. Das veröffentlichte der britische Guardian über einen Bericht von ShareAction am 14.02.2022. weiterlesen…