Energiewende kann am Fachkräftemangel scheitern

Eineinhalb mal so viele Handwerker für Gebäudesanierung nötig

Das Freiburger Ökoinstitut befürchtet in einem am 25.04.2021 vorgestellten Policypaper, die Energiewende könnte ins Stocken geraten, weil „etwa 50 Prozent mehr Fachkräfte im Handwerk als heute nötig“ seien, um Häuser energetisch zu sanieren und so die Klimaziele bis 2050 noch zu erreichen. Zusätzlich würden rund 100.000 Handwerker im Fensterbau, für Heizungsinstallationen und Malerarbeiten benötigt, um den Gebäudebestand in Deutschland für die Energiewende fit zu machen. weiterlesen…

Elektrotechnische Lösungen für die Energiewende

Paderborner Wissenschaftler erforschen moderne und nachhaltige Konzepte der Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung

Infektionskrankheiten und Versagen im Kampf gegen den Klimawandel sind laut Weltrisikobericht 2021 des Weltwirtschaftsforums die folgenreichsten Gefahren für unsere Erde. Die Corona-Pandemie und aktuelle Umweltbelastungen hängen mitunter eng zusammen: Zwar hat Deutschland im vergangenen Jahr fast alle Klimaziele erreicht – ohne die Lockdowns hätte die Bundesrepublik diese jedoch verfehlt, warnte das Umweltbundesamt. Um den globalen Herausforderungen Klimawandel und Energiewende begegnen zu können, forschen Wissenschaftler am Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Paderborn an innovativen Lösungen. Wie eng die Energiewende und die Elektrotechnik verzahnt sind, verdeutlicht ihre Arbeit an zukunftsfähigen Konzepten der Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung. weiterlesen…

Dezentralität erspart Netzausbau: Energiewende billiger und gerechter

Neue Studie von DIW und TU

Anhand der Modellierung eines Energiesystems, das den gesamten Energiebedarf an Elektrizität, Wärme und Verkehr zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien deckt, wird deutlich: Dezentralität erspart Netzausbau, und die Systemkosten liegen dennoch nicht notwendigerweise höher – so eine Untersuchung des DIW vom 28.04.2021. Statt Monopolstrukturen zu begünstigen, erlaubt Dezentralität zudem eine breite Teilhabe. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und die Technische Universität Berlin (TU Berlin) stellen dazu am 28.04.2021 im Rahmen der Berliner Energietage eine Energiewende-Studie vor (Titel: Dezentralität erspart Netzausbau – © DIW_TU-Berlin). weiterlesen…

„Der Himmel ist das Maß“

Solar und Wind können Weltenergiebedarf weit mehr als 100mal decken

Erneuerbare Energien könnten die Welt bis 2050 vollständig mit Energie versorgen und alle fossilen Brennstoffe ersetzen – umso mehr, als die Preise schrumpfen. Enorme Kostensenkungen bei Solar- und Windenergie in den letzten Jahren haben eine Energiereserve erschlossen, die weit mehr als 100mal den Weltbedarf decken kann – und die Erneuerbaren sind im Vergleich zu fossilen Brennstoffen bereits wirtschaftlich, so ein am 23.04.2021 veröffentlichter Bericht der Denkfabrik Carbon Tracker unter dem Titel The Sky’s the Limit samt Medeinmitteilung vom gleichen Tag. weiterlesen…

Zum Earth Day: 16 Orientierungspunkte von S4F

Klimaverträgliche Energieversorgung für Deutschland

Als fairer Beitrag Deutschlands zur Einhaltung der globalen 1,5-Grad-Grenze stellten die Scientists for Future am 16 Orientierungspunkte für eine klimaverträgliche Energieversorgung vor. Ihrer Überzeugung nach müssen dafür für die deutschen energiebedingten CO2-Emissionen in etwa 15 Jahren weitgehend auf Null sinken. Energieeinsparung hilft, den notwendigen Ausbau von regenerativen Erzeugungskapazitäten zu verringern. Der Verkehrssektor kann ebenso wie die Bereiche Prozess- und Gebäudewärme hierzu wesentlich beitragen. Die Nutzung von Kernenergie ist mit großen Risiken belastet. Biomasse in Form von Energiepflanzen zu nutzen, ist ineffizient und steht im Konflikt mit anderen Arten der Landnutzung (Grafik: 16 S4F-Punkte zum Earth Day – © de.scientists4future.org, Martin Kräling, www.antigraphics.de, Berlin, CC BY-SA 4.0). weiterlesen…

Akteursvielfalt der Energiewende in Gefahr?

Deutliches Votum gegen RWE und E.ON

Mehr als 65.000 Unterschriften hat bereits eine Petition gegen einen Deal von E.ON und RWE erreicht, berichtet Manuel Först auf energiezukunft. Aber auch Experten zeigten sich besorgt über die wachsende Marktmacht der Konzerne, die Akteursvielfalt der Energiewende sei in Gefahr. Mehrere regionale Energieversorger (Stadtwerke Leipzig, Dresden, Chemnitz, Halle und Erfurt) klagen gemeinsam mit dem Ökostromanbieter NATURSTROM vor dem Europäischen Gericht(EuG) in Luxemburg gegen den Deal von RWE und E.ON. (Foto: Garzweiler – im Rheinland baggert RWE trotz Klimakrise weiter Kohle ab – © DoroT Schenk auf Pixabay) weiterlesen…

Bundesrechnungshof kritisiert BMWi wegen Energiewende

„Unzureichende Steuerung“ – BEE: Rechnungshof-Argumente „nicht zielführend“

Der Bundesrechnungshof kritisiert in einem neuen Bericht das Bundeswirtschaftsministerium hart für seine teils „zu optimistischen und teils unplausiblen“ Annahmen bei der Versorgungssicherheit. Zudem habe sich Altmaiers Haus immer noch nicht festgelegt, was es „unter einer preisgünstigen Stromversorgung versteht“. Nach dem Bundesrat schlägt nun auch der Bundesrechnungshof in die gleiche Kerbe: Die Deckelung der EEG-Umlage zu Jahresbeginn mit den Einnahmen aus der nationalen CO2-Bepreisung sei noch längst keine Energiepreisreform. Beobachter sprechen von einer kräftigen „Watschn“ (so Sandra Enkhardt auf pv magazine). weiterlesen…

Bundesrat fordert Energiepreisreform

Sonst droht Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende

Der Bundesrat dringt gegenüber der Bundesregierung auf eine systematische Reform der Abgaben und Umlagen im Energiesektor. Eine entsprechende Entschließung fasste die Länderkammer am 26.03.2021. Das derzeitige Finanzierungssystem führe zu einer Blockade der Weiterentwicklung der Energiewende, warnen die Länder. Die verschiedenen Energieträger – beispielsweise Strom, Heizöl und Gas – würden durch Steuern, Abgaben und Umlagen unterschiedlich stark belastet. Hierdurch würden verzerrte Preissignale gesetzt und somit kosteneffiziente Treibhausgas-Vermeidungs-Optionen nicht genutzt. weiterlesen…

Pandemie beeinträchtigt Energiewende

Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern vertieft

Die Covid-19-Krise vertieft die Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern der Energiewende. In einer neuen Publikation geben IASS-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen einen Überblick über die globalen Auswirkungen der Pandemie auf den Energiesektor. Ihre Ergebnisse zeigen: Länder mit mittlerem und niedrigem Einkommen brauchen mehr Unterstützung beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern. weiterlesen…

Gemeinsame Forschung über Energiewende

Neue Schwerpunkte der deutsch-japanischen Zusammenarbeit

Der German Japanese Energy Transition Council (GJETC) blickt auf vier Jahre internationaler Zusammenarbeit zurück. Einer Medienmitteilung des GIETC zufolge wurden während des Treffens am 12.03.2021 Ergebnisse von drei Untersuchungen vorgestellt, die der Rat in den vergangenen Monaten durchgeführt hat. Neben den Themen Wasserstoffnutzung und Digitalisierung des Energiesektors befasste sich eine Studie auch mit den Auswirkungen von Covid-19 auf die Energiewende. Damit setzt der GJETC die Erstellung wissenschaftlicher Studien und politischer Empfehlungen fort und strebt einen breiten technischen und gesellschaftlichen Austausch zur Beschleunigung der Energiewende an. (Foto: Gruppenbild des GJETC von 2019 – © GJETC) weiterlesen…