Das Paris-Paradoxon

Mit freundlicher Genehmigung von Jessica Cheam, eco-business

Ein neues Projekt der Guerilla-Kunstgruppe Brandalism in Paris enthüllt einige unbequeme Wahrheiten und ein Paradoxon, das im Herzen der Pariser Gespräche liegt – dass nämlich Unternehmen und Regierungen beides gleichzeitig sind: Problem und Lösung. Besuchern und Delegierten, die in der vergangenen Woche für die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen in Paris abgestiegen sind, könnten einige Anzeigen mit Denkanstößen auf Werbeflächen in der französischen Hauptstadt aufgefallen sein. Auf den ersten Blick sehen einige von ihnen ganz normal aus, mit Firmenlogos und kurzen, flotten Sprüchen. Bei näherem Hinschauen sind sie alles andere als das. weiterlesen…

Hintergrund vom Öko-Institut: Internationale Klimapolitik

Klimawandel – Politische Lösungen für globale Herausforderungen

Die Begrenzung des anthropogenen Klimawandels ist eine der, wenn nicht die größte, Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Tiefgreifende Änderungen in allen Ländern und wirtschaftlichen Sektoren sind nötig, wenn die schlimmsten Folgen vermieden werden sollen. Dazu muss sich die Staatengemeinschaft international auf ambitionierte Reduktionsziele einigt. Das Öko-Institut unterstützt Regierungen und Zivilgesellschaft bei der Entwicklung eines Klimaregimes. weiterlesen…

Klimawandel: Überschwemmungen in Indien – El Niño?

DLR-Radarsatellit liefert Bilder für Katastrophenhilfe

„Pünktlich“ zur COP21 haben die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten die schon vier Wochen dauernden Überschwemmungen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu weiter verschärft. Die Seen haben bereits einen hohen Wasserstand und können kein weiteres Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund hat die Indische Weltraumagentur ISRO (Indian Space Research Organisation) die sogenannte Aktivierung der International Charter on Space and Major Disasters ausgelöst und um Hilfe gebeten. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützt nach diesem Hilferuf der indischen Regierung die Rettungskräfte vor Ort mit Bildern des deutschen Radarsatelliten TerraSAR-X. weiterlesen…

Wuppertal Institut zum Klimagipfel

Eine Übersicht zu Beiträgen zu COP 21

In einem Positionspapier des Wuppertal Instituts fordert der deutsche Think Tank die Staaten der Welt nachdrücklich auf, vier zentrale Elemente im Pariser Abkommen zu integrieren:

  • Eine starke Verpflichtung zum Wandel statt Emissionsrechte-Basar;
  • ein neues Paradigma: Vollständiger Ausstieg aus fossilen Brennstoffen bis Mitte des Jahrhunderts;
  • Transparenz in Form eines robusten Berichts- und Überprüfungsverfahren, und
  • ambitioniertere Anstrengungen – Verpflichtungsbeiträge müssen als minimales, nicht als maximales Niveau festgeschrieben werden und maximal fünf Jahre abdecken.

Darüber hinaus empfiehlt das Wuppertal Institut, dass die ambitionierten Länder dem globalen Konvoi vorweg fahren und einen kleineren ehrgeizigen Klima-Club bilden sollten. weiterlesen…

Regierung reist klimaneutral

Hendricks kompensiert mit Emissionsgutschriften

Tu Gutes und rede darüber – Selbstlob aus dem BMUB: Auf Initiative von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks wird die Bundesregierung die Treibhausgasemissionen ihrer Dienstreisen durch Investitionen in wirksame Klimaschutzprojekte ausgleichen. Hendricks beauftragte die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) beim Umweltbundesamt, für diese Kompensation Emissionsgutschriften aus neuen und hochwertigen Klimaschutzprojekten anzukaufen. Die Klimawirkungen von Dienstreisen werden so durch Emissionseinsparungen an anderer Stelle neutralisiert. weiterlesen…

Oxfam: Ein Zehntel verantwortet die Hälfte der weltweiten Treibhausgase

Emissionen in den Schwellenländern dienen oft dem Konsum der Menschen in den reichen Ländern

Es sind weltweit vor allem die reichen Menschen, die durch ihren extremen Konsum zum Klimawandel beitragen. Das geht aus dem am 02.12.2015 veröffentlichten Bericht „Extreme Carbon Inequality“ der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor, der die konsumbedingten Emissionen der Menschen in armen und reichen Ländern vergleicht. Zwar wächst der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase vor allem in den Schwellenländern, dient dabei aber großenteils der Produktion von Waren, die in reichen Ländern konsumiert werden. weiterlesen…

1 Billion für Solar

Indien schiebt internationale Solarrevolution an

Getreu dem Ausspruch Achmed Yamanis, in der 70er Jahren Ölminister Saudi-Arabiens, die Steinzeit sei nicht aus Mangel an Steinen zu Ende gegangen, sondern weil neue Techniken und Verfahren erfunden worden seien, entstand beim Klimagipfel COP21 auf Anregung von Bill Gates eine neue Solarbewegung – die Agentur für Solartechnologie und Anwendungen« INSTA (International Agency for Solar Technologies and Applications): 20 Staaten werden zusammen mit 30 Superreichen Milliarden in saubere Energie für Entwicklungsländer investieren. weiterlesen…

Tausende demonstrieren in Berlin pro Klima

Greenpeace, Nabu, WWF und Avaaz hatten aufgerufen

In vielen Städten haben am 29.11.2015 weltweit Tausende Menschen für Kohleausstieg und mehr Klimaschutz demonstriert, wie tagesschau.de berichtete Nur in der Gastgeberstadt der Klimakonferenz COP21, Paris, waren Demonstrationen wegen des Ausnahmezustands verboten. Insgesamt waren 2.300 Veranstaltungen in 150 Staaten geplant. 40.000 Demonstranten beteiligten sich bereits am 28.11.2015 an der Auftaktkundgebung im australischen Melbourne. Den größten Protest Australiens gab es allerdings in Sydney mit mehr als 45.000 Teilnehmern. weiterlesen…

„Asteroideneinschlag in Superzeitlupe“

Schellnhuber warnt vor Massenflucht

Mit einem drastischen Bild warnt der Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) Hans-Joachim Schellnhuber zu Beginn des Pariser Klimagipfels COP21 vor katastrophalen Folgen der Erderwärmung: In manchen Erdregionen könnte es bis zu 60 Grad und mehr heiß werden, falls die Erderwärmung nicht gestoppt werde. Die Folge seien massive Fluchtbewegungen in Richtung Europa. „Der Klimawandel ist wie ein Asteroideneinschlag in Super-Zeitlupe. Und deshalb ist er eine riesige psychologische Herausforderung: Wir verdrängen ihn wegen seiner Langsamkeit“, sagte Schellnhuber der Wochenzeitung Bild am Sonntag. weiterlesen…

Öko-Institut mit Klimaschutzszenario 2050

Perspektiven für deutsche Klimaschutzpolitik nach 2020 (Zusammenfassung des 2. Endberichts)

Das BMUB hat Öko-Institut und Fraunhofer-ISI beauftragt, Szenarien mit verschiedenen klimapolitischen Ambitionsniveaus für den Zeithorizont bis 2050 zu erstellen und zu analysieren. Die Untersuchung wie die deutsche Bundesregierung das Ziel des Energiekonzepts – eine Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen in Deutschland von 80 bis 95 Prozent bis zum Jahr 2050 – erreichen kann. weiterlesen…