Klimawandel forderte bisher 600.000 Tote

Bericht des UNISDR für COP21 vorgelegt

Mehr als eine halbe Million Menschen sind seit der ersten Klimakonferenz (COP1) 1995 infolge des Klimawandels ums Leben gekommen – mehr als vier Milliarden wurden verletzt, obdachlos oder waren auf Nothilfe angewiesen – Tendenz steigend. Dies geht aus dem am 23.11.2015 veröffentlichten Bericht “The Human Cost of Weather Related Disasters” (Die menschlichen Kosten der Wetterkatastrophen) des UN-Büros für Katastrophenvorsorge („UN Office for Disaster Risk Reduction – UNISDR„) hervor. weiterlesen…

Pariser Abkommen 2015: Weichenstellung für Klimaregime

Beitrag von Susanne Dröge für SWP-Studien

Sechs Jahre lang wurde unter der Klimarahmenkonvention UNFCCC verhandelt, nachdem 2009 in Kopenhagen der erste Anlauf zu einem langfristigen Klimaregime jenseits des Kyoto-Protokolls gescheitert war. Beim Pariser Klimagipfel 2015 (COP21 Conference of the Parties) sollen nun die 195 UNFCCC-Vertragsstaaten die Weichen für ein neues Regime stellen, indem sie sich darüber einigen, wie sie ab 2020 mit dem Klimaschutz, der Anpassung an den Klimawandel, möglichen Verlusten und Schäden, dem Technologietransfer und der Klimafinanzierung verfahren wollen. weiterlesen…

Komplette Vulnerabilitätsanalyse

Folgen des Klimawandels in Zukunft deutlich stärker – 16 Bundesbehörden und –institutionen legen Studie zu den zukünftigen Folgen des Klimawandels in Deutschland vor

Die Folgen des Klimawandels werden sich künftig auch in Deutschland verstärkt bemerkbar machen. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts wird die Gefahr von Hochwassern oder Hitzewellen zunehmen. Damit wird das Schadenspotenzial des Klimawandels für Natur, Gesellschaft und Wirtschaft steigen. Das ist das Ergebnis der so genannten Vulnerabilitätsanalyse – einer umfassenden und deutschlandweiten Studie zur Verwundbarkeit gegenüber dem Klimawandel, wie aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des BMUB mit dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Wetterdienst. Sie bildet die Grundlage für Vorsorge-Maßnahmen der Bundesregierung und dient dazu, die Deutsche Strategie zur Anpassung an den Klimawandel weiterzuentwickeln. weiterlesen…

Peruanischer Kleinbauer verklagt RWE

Gletscherschmelze infolge Klimawandels bedroht Anwohner

Erstmals in Europa wird ein Verursacher des Klimawandels verklagt: Unterstützt von Germanwatch reichte der Kleinbauer und Bergführer Saúl Luciano Lliuya aus Peru am 24.11.2015 beim Landgericht Essen Klage gegen RWE ein. Der Grund: Die gewaltigen Emissionsmengen des Energiekonzerns gefährden seine Familie, sein Eigentum sowie einen großen Teil seiner Heimatstadt Huaráz. Ein durch den Klimawandel schnell wachsender Gletschersee wird zum Risiko für die 120.000-Einwohner-Stadt in den Anden. weiterlesen…

Böll-Kohle-Atlas jetzt auch auf Englisch

„How we are cooking the climate“

Kohle war das „schwarze Gold“, das die Industrialisierung befeuerte – und wurde so eine zentrale Ursache für den Klimawandel. Der Abschied von der Kohle ist ein Schlüssel für den Übergang in eine postfossile Zukunft. Der Kohleatlas will zum Nachdenken über unser Energiesystem und unseren Rohstoffverbrauch anregen – und damit zum Nachdenken über unsere gesamte Wirtschaftsweise. Jetzt wurde der im Juni publizierte Kohle-Atlas der Heinrich-Böll-Stiftung in Brüssel auf Englisch vorgsetellt. weiterlesen…

Klimaschutz ist Jahrhundertaufgabe:

G20 zum Klimaschutz

Kurz vor der Weltklimakonferenz COP21 haben sich die G20-Staaten in Antalya auf ein ehrgeiziges Klimaziel verständigt. „Hier ist es uns nach langen Verhandlungsrunden gelungen, nun doch das Zwei-Grad-Ziel zu verankern“, sagte Bundeskanzlerin Merkel. „Hierzu gab es ziemlich viele, sehr viele hoffnungsvoll stimmende Beiträge, die alle sagen: Wir wollen einen Erfolg von Paris.“ Merkel wies aber auch darauf hin, dass noch eine ganze Reihe von Schritten nötig seien, um dabei voranzukommen. Soweit eine Erklärung der Bundesregierung. weiterlesen…

IEA-Minister in Paris

Vor Klimakonferenz COP21: Globale Energiewende zentral zur Eindämmung des Klimawandels

Der für Energie zuständige BMWi-Staatssekretär Rainer Baake vertritt am 17. und 18. November 2015 die Bundesregierung beim Ministertreffen der Internationalen Energieagentur (IEA) in Paris. Sein Thema: die globale Energiewende. Die Assoziierung großer Energieverbraucherländer wie China, Indien und Indonesien mit der IEA soll – so eine Pressemitteilung aus dem BMWi – in den Mittelpunkt des Ministertreffens gerückt werden.
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Piketty und Jackson rufen zum Divestment auf

„Fossile Investitionen gefährden Gemeinwohl“ – Versicherer Axa zieht 500 Mio zurück

Ein englisches Wort macht im Deutschen Karriere: „Divestment“ – es bedeutet das Gegenteil von Investment, also Geld aus bestimmten Unternehmen abziehen. Aktuell wird darunter der Rückzug von Investitionen aus fossilen Industrien verstanden. Soeben haben die beiden Star-Okönomen Thomas Piketty und Tim Jackson mit Blick auf den Pariser Klimagipfel in einem in den Zeitungen Le Monde und Guardian zeitgleich veröffentlichten Brief Investoren dazu aufgefordert, ihr Geld aus fossilen Brennstoffen zurückzuziehen. weiterlesen…

Koalition fordert: Ehrgeiziges Klimaabkommen beschließen

Antrag zur Klimakonferenz in Paris verabschiedet

Vom 30.11. bis 11.12.2015 findet in Paris die 21. Klimakonferenz der Vereinten Nationen – COP 21 – statt,  mit dem Ziel eines Nachfolgeabkommens für das 2020 auslaufende Kyoto-Protokoll. Dieses soll für alle Staaten verbindliche Klimaschutzziele festlegen, um den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf unter zwei Grad Celsius im Verhältnis zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Der Bundestag hat am 12.11.2015 den Antrag der Koalitionsfraktionen „Klimakonferenz in Paris muss ehrgeiziges Abkommen beschließen“ (Drs. 18/6642) debattiert und direkt verabschiedet. weiterlesen…

Arbeitsproduktivität hängt von Erderwärmung ab

Nature-Artikel zeigt Abhängigkeit der Wirtschaftstätigkeit vom Klima

Ottmar Edenhofer vom PIK-Potsdam bezeichnete in seinem Vortrag „Die Atmosphäre als globales Gemeinschaftsgut“ am 03.11.2015 in Berlin die Studie Global non-linear effect of temperature on economic production als „sehr wahrscheinlich epochemachend“. Marshall Burke (Stanford), Solomon M. Hsiang und Edward Miguel (beide (University of California) haben untersucht, wie sehr das jeweilige Bruttoinlandsprodukt von Temperaturschwankungen abhängt, also dem Klimawandel unterworfen ist.
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