Die Tragik des Zeithorizonts

Warum sich die Finanzmärkte bereits heute gegen Risiken des Klimawandels schützen müssen und wie politische Rahmensetzung helfen kann

Germanwatch weist auf eine wichtige Rede aus England hin: Der Klimawandel gefährdet die Stabilität der Finanzmärkte. In welch großem Ausmaß dies jetzt schon absehbar ist, legte Mark Carney – Vorsitzender des Finanzmarktstabilitätsrats der G20 und Gouverneur der Bank of England – in einer Rede vom 29.09.2015 eindrücklich dar. weiterlesen…

Klimaziele reichen nicht aus – Studie zu Loss & Damages

Brot für die Welt und Germanwatch fordern regelmäßige Nachbesserung der Ziele sowie Engagement gegen klimawandelbedingte Schäden

Zwiespältig fällt die Bewertung von Brot für die Welt und Germanwatch zur Zusammenfassung der Klimaschutzbeiträge der Staaten (INDC-Bericht) für den Pariser Klimagipfel aus: Die Richtung stimmt, doch das Ziel ist noch lange nicht erreicht. Brot für die Welt, Germanwatch und ACT Alliance stellten am 03.11.2015 eine gemeinsame Studie vor, die aufzeigt, wie die Klimarisikolücke in den nächsten Jahren wächst und was ein Loss & Damage-Ergebnis in Paris zur Lösung des Problems beitragen kann. weiterlesen…

Klimawandel dämpft frühen Baumaustrieb

Bäume treiben trotz Klimawandels nicht früher aus

Der Mechanismus, dass Blätter aufgrund des veränderten Klimas früher austreiben, hat sich seit den 80er-Jahren abgeschwächt. Dies ist das Ergebnis einer kürzlich in Nature veröffentlichten Studie, an der auch Professorin Annette Menzel vom Fachgebiet für Ökoklimatologie der TU München beteiligt war. Die abnehmende Temperaturempfindlichkeit der Pflanzen könnte das Potenzial von Wäldern reduzieren, mehr Kohlenstoff zu binden als dies heute der Fall ist. weiterlesen…

TRANSFORM-Initiative: Eckpunkte für COP21

Stellungnahme der Initiative für ökologische und gerechte Entwicklung: Die globale Transformation in Paris beschleunigen und Leitplanken festlegen

Die deutschen Umwelt- und Entwicklungsverbände Brot für die Welt, BUND, Germanwatch, Greenpeace, Misereor und WWF haben in ihrer gemeinsamen TRANSFORM-Initiative detaillierte Vorschläge zum Paris-Abkommen veröffentlicht und zeigen dabei auch auf, welchen Beitrag Deutschland leisten muss. weiterlesen…

Exxon wusste schon vor fast 40 Jahren vom Klimawandel

Großangelegte Desinformation über Jahrzehnte

Eine neue Untersuchung von Inside Climate News zeigt, dass die Ölgesellschaft die wissenschaftlichen Erkenntnisse verstanden hatte, bevor sie zu einem öffentlichen Thema wurden und schon lange Millionen ausgab, um Fehlinformationen fördern, schreibt Shannon Hall im Scientific American. Das Wissen des Unternehmens über den Klimawandel stammt aus dem Juli 1977, als sein leitender Wissenschaftler James Black dem Vorstand eine ernüchternde Nachricht zum Thema übermittelte. (Esso-Tankstelle, USA, vor 50 Jahren Foto © Foto von Bannon Morrissy auf Unsplash) weiterlesen…

Klimawandel schadet Bruttoinlandsprodukt

NASA stellt Projektion zum Klimawandel ins Netz – beängstigende Schlüsse

Mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Bruttoinlandsprodukt bis 2100 zeigt ein neues Datenmodell der US-Raumfahrtbehörde NASA. US-Forscher hätten eine Formel für die Klimaabhängigkeit der Gesamtwirtschaft ermittelt, teilte die Behörde am 20.10.2015 mit. Das elf Terabyte umfassende Modell zeigt zu erwartende Temperaturen, Regenfälle, Stürme und andere Wetterereignisse. Die Daten variieren je nach angewandtem CO2-Ausstoß-Szenario. Die Auflösung sei so groß, dass auf der Karte bis in einzelne Städte hineingezoomt werden könne. Das Datenset sei kostenlos einsehbar und richte sich nach Angaben der Nasa vor allem an Wissenschaftler und Behörden. weiterlesen…

Dürren durch Verschiebung der Tropen

Eine Studie von Berner Klimatologen zeigt Zusammenhänge zwischen wandernten Tropen und extremen Trockenperioden

Eine Reihe von trockenen Sommern führte zwischen 1945 und 1954 in Mittel- und Südeuropa zu Totalausfällen der Ernte, darauf folgten feuchte Sommer. Umgekehrt gab es zur selben Zeit im Sahelraum regelmäßig Niederschläge, während der Sahel dreißig Jahre später von tödlicher Dürre heimgesucht wurde. Dass diese und weitere klimatischen Extrem-Ereignisse miteinander zusammenhängen, zeigt eine in der Zeitschrift Nature Geoscience publizierte Studie. Ein Team um den Klimatologen Stefan Brönnimann der Universität Bern erstellte neue Datensätze zur atmosphärischen Zirkulation in dieser Periode. Diese Daten zeigen, dass der gesamte tropische Gürtel zwischen den 40er und den 70er Jahren südwärts wanderte – und somit auch Dürren verursachte. weiterlesen…

USA: Mit Selbstverpflichtungen gegen Rep-Widerstand

Obama macht Klimafortschritte

US-Präsident Obama hat im Kampf gegen den Klimawandel weitere wichtige Großunternehmen gewonnen. Insgesamt sind bis jetzt 81 Konzerne entsprechende Selbstverpflichtungen eingegangen, schreibt die FAZ unter Berufung auf die Financial Times. Neu unter anderem: die Energiesparte der Investmentfirma Berkshire Hathaway von Multimilliardär Warren Buffet, der Computerchip-Hersteller Intel, Procter & Gamble, General Electric, der Pharmazie- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson, der Schokoladenfabrikant Hershey sowie 65 weitere Unternehmen sagten zu, den CO2-Ausstoß bis 2020 zu halbieren – manche wollen den Wasserverbrauch um 80 % senken. Ölkonzerne wie ExxonMobil und Chevron machen (natürlich) nicht mit. weiterlesen…

Bonner Klimaringen

Das Klima verträgt keinen Aufschub mehr

Sechs Wochen vor dem Pariser Klimagipfel ringen seit dem 19.10.2015 in Bonn 1.000 Diplomaten und Experten um einen Entwurf für das neue Klimaschutz-Abkommen, das dem Kyoto-Protokoll folgen soll.  Die UN-Konferenz soll bis Freitag viele Streitpunkte eines Vertrags-Entwurfs beraten und ausräumen, der im Rahmen der großen UN-Klimakonferenz COP21 Anfang Dezember in Paris von mehr als 190 Staaten beschlossen werden soll. weiterlesen…

Lagarde für CO2-Steuer

„…werden uns in Hühnchen verwandeln und alle gebraten, gegrillt, getoastet und geröstet“

Christine Lagarde, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Ambitionen auf eine zweite Amtszeit, hat mit einem dramatischen Appell die drohende Klimakatastrophe angesprochen: Wenn sich alle wegduckten, „werden wir uns in Hühnchen verwandeln und wir werden alle gebraten, gegrillt, getoastet und geröstet“, formulierte sie drastisch im Rahmen des IWF-Jahrestreffens in Lima vor Politikern und Ökonomen aus 188 Ländern, allen voran Weltbank-Präsident Jim Yong Kim und UN-Klimachefin Christiana Figueres.
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