Nur noch eine Generation Kohle und Öl verbrennen

Mehr als 50 % der Fossilen müssen im Boden bleiben

Ansteigende Meeresspiegel, die Inselstaaten zu überfluten drohen, schmelzende Gletscher, Hitzewellen mit anhaltender Trockenheit, dazu immer mehr extreme Wetterereignisse – Begleiterscheinungen des Klimawandels, und längst nicht alle. Eine Forschergruppe des Global Carbon Budget fordert daher, dass Kohle und Öl nur noch 25 Jahre lang verbrannt werden dürfen. Nicht überraschend: Mit 40 Milliarden Tonnen droht für 2014 ein erneuter Negativ-Rekord. weiterlesen…

Aufregerthema TTIP

Es ist ruhig geworden um die EEG-Reform – was nicht heißt, dass die Aufregung unberechtigt war, und noch viel weniger, die Energiewende sei auf gutem Wege. Dafür ist ein anderes Thema nach vorne gerückt: TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership = transatlantische Handels und Investitions-Partnerschaft) – das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (plus CETA, am 26.09.2014 in Ottawa medienwirksam unterschrieben). Dabei geht es um Sozialstandards, um Energie und Klima (nicht nur um Fracking, auch um Energie-Verbrauchsstandards und -Effizienz). So will Kanada sein extrem klimaschädlich gewonnenes Ölsand-Erdöl unbehindert nach Euroa verschiffen.
Erst am 20.09.2014 beschloss die SPD: „Zu einem Abbau von wirtschaftlichen, sozialen oder kulturellen Standards darf es durch ein transatlantisches Freihandelsabkommen nicht kommen.“ Exakt umgekehrt müsse die TTIP belegen, dass sie „zu nachhaltigem Wirtschaften im globalen Maßstab“ beitrage. TTIP dürfe „nicht dazu führen, dass Investoren vor internationalen Schiedsstellen rechtsstaatliche Standards aushebeln können.“
Hauptstreitpunkt ist nämlich Letzteres: das in der TTIP enthaltene Investitionsschutzabkommen, in dem sich die vertragschließenden Parteien von vorneherein bedingungslos ohne weitere Instanz jedem Spruch der (angeblich unabhängigen) Schiedsgerichte unterwerfen. Hauptverdachtsmoment ist aber die Geheimnistuerei: Wer nur hinter vorgehaltener Hand spricht, hat etwas zu verbergen. Die Katze ließ die EU-Kommission aus dem Sack, als sie der „Europäischen Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA“ (Forderung: „Verhandlungsmandat für TTIP aufheben, CETA nicht abschließen“) mit mehr als 240 Organisationen aus 21 EU-Ländern am 10.09.2014 die Anerkennung versagte („liegt offenkundig außerhalb des Rahmens, in dem die Kommission befugt ist, einen Vorschlag für einen Rechtsakt der Union vorzulegen“). Doch der Geist ist aus der Flasche… weiterlesen…

Geheimcode der Ökosysteme

Blick auf konkrete Pflanzenmerkmale soll Klima-Einfluss auf globale Vegetation verstehen helfen

Der Klimawandel wird die Welt vermutlich sehr verändern – auch die Pflanzenwelt. Nur wie? Das können derzeit weder Klimaforscher noch Biologen einigermaßen gut abschätzen. Mit zwei aktuellen Arbeiten tragen Forscher des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena und der Universität Leipzig dazu bei, das zu ändern. Dabei rücken sie erstmals konkrete Merkmale von Pflanzen in den Blickpunkt: etwa die Masse der einzelnen Samen, die Dichte des Holzes oder die Höhe, die ein Gewächs erreicht. Bisher konzentrierten sich Biologen und Biogeografen auf die klimaabhängige Verbreitung von Arten und Pflanzentypen einerseits und die Funktionen von Ökosystemen andererseits. Wie genau die Vegetation etwa durch Anpassungen auf Klimaveränderungen reagiert, blieb bisher ungeklärt. Der Blick auf die Eigenschaften von Pflanzen soll nun helfen diese Frage zu beantworten. So definierte eines der beiden Autoren-Teams abhängig von konkreten Merkmalen klimatische Grenzen, innerhalb derer sich nordamerikanische Bäume verbreiten können. weiterlesen…

Weltweiter Aufruf der Umweltschützer vor Klimagipfel

Führende Umweltschützer rufen Stiftungen und Wohltäter auf, ihre finanziellen Mittel für den Kampf gegen den Klimawandel einzusetzen

160 führende Umweltschützer aus 48 Ländern rufen vor dem Ban-ki-Moon-Gipfel in New York Stiftungen und Wohltäter dazu auf, ihre milliardenschweren finanziellen Mittel dazu einzusetzen, die fortschreitende Klimaerwärmung abzuwenden. weiterlesen…

Hanseatische Klima-Widersprüche

1. BMUB: Hamburg entwickelt „Gründachstrategie“ gegen den Klimawandel
2. NGOs: Hamburg verweigert Bürgern „saubere Luft“

Aus dem BMUB: Als erste deutsche Großstadt entwickelt Hamburg Pläne, die Stadt mithilfe einer „Gründachstrategie“ an den Klimawandel anzupassen. Begrünte Dächer bieten Rückhaltung und Verdunstung für 50 bis 90 Prozent der Niederschläge, sie mindern Überlastung der Entwässerungssysteme und Gefahr der Überflutung.
Die ehemalige Europäische Umwelthauptstadt ist immer noch ohne Umweltzone, NO2-Grenzwerte werden überschritten. Umweltverbände fordern daher dringende Nachbesserung der Abgasreinigung der Hamburger Busflotte. weiterlesen…

Fidschi, Vanuatu und die Salomonen als Pilotgebiete

Bundesumweltministerium stärkt Zusammenarbeit mit Pazifikinseln zum Schutz vor Klimawandel

Ein neues Projekt des Bundesumweltministeriums soll Küstenzonen und Ökosysteme auf Pazifikinseln vor den Folgen des Klimawandels schützen. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter unterzeichnete das entsprechende Abkommen mit dem Generalsekretär des Sekretariats des Pazifischen Umweltprogramms, David Sheppard. Das Treffen fand in Apia auf Samoa im Vorfeld des UN-Gipfels zu „kleinen Inselstaaten“ statt. weiterlesen…

Klimawandel verändert Häufigkeit einzelner Wetterlagen

DWD: Starke Niederschläge der vergangenen Wochen mehr als Zufall?

Seit Anfang Juni 2014 verging kaum ein Tag, an dem die Medien nicht über Unwetter berichteten. War der Klimawandel schuld? Die Starkniederschläge über Mitteleuropa wurden häufig durch feuchtwarme Luft im Bereich eines Tiefs verursacht, das meist direkt über Mitteleuropa lag. Mit Hilfe von Klassifikationen der jeweiligen Großwetterlagen ist es möglich, zu statistischen Aussagen zu kommen. Entsprechende Analysen führt der Deutsche Wetterdienst (DWD) seit vielen Jahrzehnten durch. weiterlesen…

CO2-Emissionen sind wie Kreidtkartenschulden

300 Milliarden Tonnen CO2 aus Kraftwerken

„Wir ind weit davon entfernt, das Problem des Klimawandels zu lösen und investieren massiv in Technologien, die das Problem verschlimmern“, sagt Steven Davis von der University of California in Irvine. Die 2012 weltweit  existierenden fossilen Kraftwerke werden in ihrer Betriebszeit ungefähr 300 Milliarden Tonnen CO2 ausstoßen. Davis und Robert Socolow von der Princeton University in New Jersey veröffentlichten in einer Studie eine Methode des Finanzbudget-Managements zur Information der Politik über künftige Emissionen, die durch gegenwärtige Investitionen ausgelöst werden. weiterlesen…