Grundwasser wandelt sich mit dem Klima

Erwärmung im Gleichtakt

Die Klimaerwärmung macht vor nichts halt – auch nicht vor dem Grundwasser, wie eine neue Studie von Forschern der ETH Zürich und dem KIT zeigt: Zeitverzögert und gedämpft folgen die Temperaturverläufe des Grundwassers jenen der Atmosphäre. In Gebieten mit ungleichmäßigem Niederschlag und schwer erreichbaren Grundwasservorkommen werden Zisternen als Pufferbehälter für die Wasserspeicherung verwendet. weiterlesen…

USA und China verbessern Klima

Obamas und Xi Jinpings neue Klimaziele – USA: Mindestens 26 Prozent weniger CO2

Unerwarteter Durchbruch im Kampf gegen den Klimawandel: USA und China einigen sich auf neue Strategien. US-Präsident Obama und Chinas Staatschef Xi Jinping sind sich nach Gesprächen in Peking über neue Klimaziele einig geworden. Obama kündigte am 12.11.2014 an, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2025 um 26 bis 28 Prozent im Vergleich zu 2005 zu begrenzen. Weniger konkret wurde Xi – er stellte lediglich in Aussicht, ab 2030 sollen die CO2-Emissionen nicht mehr steigen und der Anteil erneuerbarer Energien erhöht werden. Obama nannte das einen großen Meilenstein in den Beziehungen seines Landes und China. weiterlesen…

Latif: CO2 seit 1990 um 60 Prozent gestiegen

Mojib Latif im Solarify-Selbst-Gespräch: „Bankrotterklärung der internationalen Klimaschutzpolitik“
“…also wenn Sie mich fragen: Warum nimmt kaum jemand die Bedrohung durch den Klimawandel wahr?

Unsere Welt wird zunehmend komplexer, vernetzter und schnelllebiger. Beim Klimaproblem handelt es sich um ein „Systemisches Risiko“. Also um ein Risiko, bei dem das einfache Ursache-Wirkung Prinzip nicht mehr greift. Unsere Welt ist inzwischen so undurchschaubar, dass wir bestimmte Risiken nicht mehr zu erkennen vermögen. Eine Eigenschaft der systemischen Risiken besteht nämlich darin, dass scheinbar unbedeutende Einflüsse die Welt förmlich aus den Angeln heben können. Was kann schon ein wenig mehr Kohlendioxid in der Luft anrichten? Es ist doch ein Spurengas, das nur einen kleinen Bruchteil eines Prozents zur Erdatmosphäre beiträgt! Wir sind offensichtlich nicht imstande, die dramatischen Folgen der schleichenden Erderwärmung zu erkennen. Sie wird sich nicht nur auf die Niederschläge oder die Meeresspiegel auswirken, sondern auch auf die Ökosysteme, die Weltwirtschaft wie auch die Sicherheitslage auf der Erde. weiterlesen…

CO2 überdauert Tausende von Jahren

Verringerung kurzlebiger Klimatreiber bringt keinen Aufschub für CO2-Reduktion

Nur eine Minderung des CO2-Ausstoßes kann der Erderwärmung auf Dauer begegnen. Entgegen bisherigen Vermutungen hilft es nicht, zunächst andere Treibhausgase wie Methan zu verringern. Gleiches gilt für eine Verringerung der Luftverschmutzung wie eine jetzt vom PIK-Potsdam veröffentlichte Studie zeigt. Die Hoffnung war groß, dass die Reduktion so genannter kurzlebiger Klimatreiber die Gesundheit der Menschen und die Pflanzenwelt schützt und auch den weltweiten Temperaturanstieg begrenzt. weiterlesen…

Die Machiavellis der Wissenschaft

„Merchants of doubt“ endlich auf Deutsch

Der Name des florentinischen Philosophen Nicolo Machiavelli ist verbunden mit einer Vorstellung von Politik ohne ethische Einflüsse von Moral und Sittlichkeit, der Machiavellismus seit 500 Jahren gemeinhin Inbegriff skrupelloser Machtpolitik. Die findet auch in der Wissenschaft statt, wie die amerikanischen Wissenschaftshistoriker Naomi Oreskes, University of California, und Erik M. Conway, California Institute of Technology, in ihrem Buch „Die Machiavellis der Wissenschaft“ (amerikanisches Original „Merchants of Doubt„) am Beispiel der Raucherlobby und Klimaleugner in den USA zeigen. weiterlesen…

Edenhofer: „Klimaschutz kostet nicht die Welt“

IPCC-Autor vom PIK-Potsdam zum Weltklimabericht

Einer der verantwortlichen Autoren des am 02.11.2014 veröffentlichten Syntheseberichts des fünften IPCC-Sachstandsberichts (AR5) war Ottmar Edenhofer; der Ko-Vorsitzende der IPCC-Arbeitsgruppe „Klimaschutz“ verweist auf die möglicherweise unumkehrbaren Folgen ungebremsten Klimawandels gegenüber den überschaubaren Kosten ambitionierten Klimaschutzes. weiterlesen…

Weltklimabericht: „Die Zeit ist nicht auf unserer Seite“

Zwei-Grad-Grenze noch einzuhalten, wenn…

Der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) hat am 02.11.2014 in Kopenhagen den abschließenden Synthese-Band seines (fünften) Sachstandsberichts vorgelegt. Unmissverständliches Fazit: Ab 2020 müssen die Treibhausgas-Emissionen abzunehmen beginnen, bis zum Jahr 2100 muss die fossile Energieproduktion „nahezu vollständig“ verschwunden sein. Und die Zeit drängt: „Wenn wir nicht schnell handeln, wird es immer teurer.“ weiterlesen…

Hennicke mit Deutschem Umweltpreis ausgezeichnet

Peter Hennicke erhält höchstdotierten Öko-Preis Europas – Hubert Weinzierl für Lebenswerk geehrt

Carl-Friedrich Schleussner vom PIK-Potsdam machte es im Kasseler Kongresspalais noch einmal unmissverständlich klar: Der Klimawandel ist unzweifelhaft menschengemacht, und: Klimaschutz ist bezahlbar – nur 0,06% des jährlichen Wohlstandserwerbs würde es kosten, unser Klima zu stabilisieren. IPCC-Mitautor Schleussner sprach zu Beginn der Verleihung des diesjährigen Deutschen Umweltpreises der Bundesstiftung Umwelt in Kassel im Rahmen einer Diskussion: Es gebe keinen Widerspruch zwischen Vermeidung und Anpassung. weiterlesen…

Erdgas-Boom könnte Klimawandel nicht bremsen

Fracking keine Klimahilfe

Fracking oder ähnliche Technologien werden die Treibhausgas-Emissionen voraussichtlich nicht verringern helfen. Die Verbrennung von Erdgas erzeugt im Vergleich zu Kohle zwar nur etwa die Hälfte der CO2-Emissionen. Aber wenn Erdgas infolge eines Booms reichlich verfügbar und somit billig wird, steigt auch der Energieverbrauch. Denn die schmutzige Kohle würde durch Gas nur zum Teil ersetzt, wie eine jetzt in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Studie zeigt, auf die das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung hinweist. weiterlesen…