Weiterer Versicherungsgigant raus aus der Kohle

Munich Re versichert keine Kohlekraft- oder -bergwerke mehr

Hatte der weltgrößte Rückversicherer MunichRe bereits bei seinem Eintritt in die Wüstenstrominitiative Desertec (Dii) argumentiert, man müsse sich auf der Seite der Erneuerbaren Energien positionieren, so steigen die Münchner jetzt konsequenterweise aus der Kohlefinanzierung aus. Denn der Klimawandel sei für viele Naturkatastrophen verantwortlich. Künftig wolle der Konzern weder in Aktien noch in Anleihen von Unternehmen investieren, die mehr als 30 Prozent ihres Umsatzes mit Kohle erzielen, kündigte der neue Vorstandschef Joachim Wenning am 06.08.2018 in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung an: „Wir werden im Einzelrisikogeschäft, wo wir die Risiken genau sehen können, im Grundsatz künftig keine neuen Kohlekraftwerke oder -minen in Industrieländern mehr versichern.“ weiterlesen…

Kohleausstieg: Geringe Auswirkungen auf Arbeitsplätze

Strukturwandel mit Ansiedlung neuer, zukunftsfähiger Unternehmen

Der Kohleausstieg hat weniger Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie als befürchtet. Auch wenn die Förderung von Braunkohle bis zum Jahr 2030 stärker zurückgeht, sind kaum betriebsbedingte Kündigungen nötig. Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts e.V. in Freiburg zeigt, dass im Jahr 2030 insgesamt noch 8.000 Beschäftigte in der Förderung von Braunkohle und der Stromerzeugung arbeiten, wenn die Klimaziele der Bundesregierung erreicht werden, wie das Öko-Institut e.V. am 24.07.2018 mitteilte. (Titel: Studie „Beschäftigungsentwicklung in der Braunkohlenindustrie Status quo und Projektion bis 2030“ – © Öko-Institut im Auftrag des UBA) weiterlesen…

RWE Divestment-Ziel

Französische Versicherer trennen sich vom deutschen Spitzenversorger

Nach den großen europäischen Versicherern Allianz, AXA, Generali und SCOR wollen nun auch die beiden französischen Versicherungsgesellschaften Macif und AG2R La Mondiale nicht mehr in Unternehmen investieren, die neue Kohlekraftwerke planen – schrieb Claire Stam auf EURACTIV. Am stärksten betroffen von der Entscheidung: Der deutsche Spitzenversorger und CO2-Sünder RWE. weiterlesen…

Klima wie Norditalien

Interview mit Ernst Rauch, Munich RE: „Brandenburgs Bauern sollten Oliven anbauen“

Ernst Rauch, Klimaexperte des Rückversicherers Munich Re, riet den Brandenburgischen Bauern, und nicht nur ihnen, in einem Tagesspiegel-Interview mit Heike Jahberg, sie sollten darüber nachdenken, ob sie langfristig nicht lieber Olivenbäume anpflanzen würden. Das war zwar symbolisch gemeint, aber Deutschland steuert auf ein Klima wie Norditalien zu. Jahberg: „Das hat Konsequenzen.“ weiterlesen…

„Endspiel um die Kohle beginnt“

Großdemo in Berlin (und 40 Städten): „Kohle stoppen – Klima schützen“

Zwei Tage vor der ersten Sitzung der Kohle-Kommission haben am 24.06.2018 mehrere Tausend Menschen vor dem Kanzleramt in Berlin und an über 40 anderen Orten in Deutschland für den Kohleausstieg demonstriert. Unter dem Motto „Stop Kohle – Deine Hände für den Klimaschutz“ forderten sie von der Bundesregierung einen gesetzlichen Ausstiegs-Fahrplan für Kohlekraftwerke und Tagebaue, mit dem die nationalen Klimaziele und das Pariser Klimaabkommen eingehalten werden. Das „Stop-Kohle-Bündnis“ von BUND, Campact, Greenpeace und Naturfreunden (sowie weiteren 41 Organisationen) will nach eigenen Angaben zudem ein Sofortprogramm zur Einhaltung des Klimaziels 2020. Dafür müssen die CO2-Emissionen der Kohlekraftwerke zusätzlich um rund 100 Millionen Tonnen sinken. weiterlesen…

Kohle-Kommissions-Bremser stellen sich auf

RWE-Schmitz: „Kein Zwischenstadium mit Gas installieren“

Gegen einen verstärkten Ausbau von Gaskraftwerken zur Versorgungssicherheit und um die sinkende Stromerzeugung aus Atom und Kohle auszugleichen. hat sich der RWE-Vorstandsvorsitzende Rolf Martin Schmitz am 06.06.2018 im Rahmen der 28. Energiekonferenz der Kanzlei Becker Büttner Held ausgesprochen. Diese Investitionen rechneten sich angeblich nicht. Schmitz baut stattdessen auf mehr erneuerbaren Strom und Speicher. Denn: „Ab 2022 verdrängt jede Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien wegen des Atomausstiegs eine Kilowattstunde Kohlestrom“. weiterlesen…

Kohle-Kommission steht (endlich)

Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ eingesetzt

Das Bundeskabinett hat am 06.06.2018 eine 31-köpfige Kommission berufen, die bis Ende des Jahres 2018 den Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Braunkohle planen und ein Enddatum festsetzen soll. Gesetzlich festschreiben soll das im kommenden Jahr der Bundestag. Die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ soll auch ein Konzept dafür erarbeiten, wie in den Braunkohleregionen in Ostdeutschland und Nordrhein-Westfalen neue Jobs geschaffen werden können. weiterlesen…

Früherer Ausstieg erhöht Zustimmung

Greenpeace-Studie: Mehrheit in Deutschland will schnellstmöglichen Kohleausstieg

Die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kohle. Je früher Deutschland aus der Kohle aussteigt, desto größer ist dafür die Zustimmung der Menschen im Land.Das ist das Ergebnis einer bundesweiten, repräsentativen Umfrage vom Januar 2018 und einer darauf aufbauenden Studie, die die Universität St. Gallen im Auftrag von Greenpeace erarbeitet hat. weiterlesen…

Kohleausstieg: „Da lügt man sich in die Tasche“

EURACTIV: Braunkohleabhängige Regionen nachhaltig transformieren

Deutschland tut sich schwer mit dem Ausstieg aus der Braunkohle, einen wirklichen Masterplan gibt es noch nicht. Dabei steht viel auf dem Spiel – 20.000 Arbeitsplätze und nicht zuletzt die Klimaziele. Ein gemeinsames deutsch-tschechisches Projekt der Heinrich Böll Stiftung Prag, von Glopolis und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hat sich nun über nachhaltige Strategien für Braunkohleregionen ausgetauscht. Florence Schulz beschreibt es auf EURACTIV.de. weiterlesen…

Allianz: „Kohlekraftwerke nicht mehr versicherbar!“

urgewald begrüßt weitere Kohle-Einschnitte der Allianz

Einer der größten Versicherungskonzerne der Welt, die Allianz, hat am 04.05.2018 weitere massive Einschnitte im eigenen Kohle-Geschäft verkündet. Damit geht der Versicherer auf Forderungen von urgewald und des internationalen NGO-Netzwerks Unfriend Coal ein, die seit Monaten auf ein Ende der Versicherung von Kohle als Klimakiller Nummer Eins drängen. Erst Anfang Februar hatte urgewald zusammen mit Unfriend Coal eine Studie zu den Geschäften der Allianz und weiterer Versicherer im Kohle-Land Polen veröffentlicht. Die Allianz tauchte in den Recherchen mehrfach als führender Kohle-Versicherer auf. weiterlesen…